Ideenbörse Einfach Gründen
Es gibt kommunale Wirtschaftsförderer, die jeder Gründerin und jedem Gründer einen Lotsen zur Seite stellen, der sie sicher durch den „Behördendschungel“ führt. Es gibt zentrale Anlaufstellen, zum Beispiel in den Kammern oder bei Wirtschaftsförderern, in denen Gründerinnen und Gründer alle notwendigen Informationen, Anträge und Genehmigungen aus einer Hand erhalten. Es gibt Regionen, da arbeiten Gründungsberater, Wirtschaftsförderer, Kammern, Banken und Sparkassen in einem Netzwerk, das dafür sorgt, dass der Gründer tatsächlich alle notwendigen Informationen für seine Unternehmensgründung erhält.
Es gibt viele gute Beispiele dafür, wie man Gründerinnen und Gründern auf dem Weg zum eigenen Unternehmen kompetent unterstützen und Anmelde- und Genehmigungsverfahren so einfach wie möglich gestalten kann. Es sollen aber noch mehr werden und neue Ideen hinzukommen. Dafür will die Aktion „Einfach Gründen“ sorgen, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ins Leben gerufen hat. Darüber hinaus will sie das Thema „Existenzgründung“ noch mehr als bisher in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Mit dabei sind daher die Kammern, die kommunalen Spitzenverbände, die Verbände des Mittelstandes, der Versicherungen und Kreditinstitute sowie die Länder. Sie alle spielen im Gründungsprozess eine wichtige Rolle. „Unser Ziel ist es, dass der Unternehmensstart von der administrativen Seite her so unkompliziert und zügig wie möglich abläuft“, so Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung.
Dabei helfen soll die Ideenbörse Einfach Gründen: „Mit der bundesweiten Ideenbörse Einfach Gründen möchten wir gerade von den Gründerinnen und Gründern selbst und den Gründungsberatern Vorschläge hören, wie aus ihrer Sicht der Gründungsprozess vereinfacht und beschleunigt werden könnte.“ Dabei sind nicht nur Gründer und Gründungsberater gefragt: Auch Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, Institutionen und Einrichtungen wie Kommunen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Arbeitsagenturen usw. die täglich mit Existenzgründerinnen und -gründern zu tun haben, sind aufgefordert, auf bereits bestehende gute Beispiele aus der Praxis hinzuweisen oder auch Ideen für Neuerungen einzusenden.
Alle Beispiele und Ideen sollen
- Unternehmensgründungen beschleunigen, vereinfachen oder verbessern
- Organisationen und Behörden, die mit dem Gründungsprozess zu tun haben, noch besser vernetzen
- Vorbildfunktion für andere Institutionen oder Regionen haben
- innovativ und originell und
- so praxisnah sein, dass sie sich auch umsetzen lassen.
Die eingesandten Beiträge werden von einer Jury bewertet. Vorschläge, die in die Endauswahl kommen, erhalten eine Auszeichnung und werden veröffentlicht. Prämiert werden jeweils die zwei besten Praxisbeispiele und die beiden überzeugendsten Ideen. Alle Gewinner erhalten einen Preis zum „Abheben“, attraktive Sachpreise oder auch Gutscheine für Coaching-Seminare.
Einen Sonderpreis gibt es übrigens für Journalistinnen und Journalisten (auch Volontäre) aus dem Print-, Hörfunk-, TV- und Onlinebereich, die entweder in ihren Beiträgen gezeigt haben, dass die Gründung eines Unternehmens in Deutschland auch einfach „über die Bühne gehen kann“ oder die ein besonderes Konzept für die mediale Umsetzung des Themas entwickeln.
Einen weiteren Sonderpreis gibt es für Studierende und Auszubildende sowie Teilnehmer einer Meister- oder Technikerausbildung, die innovative, strategische Ideen zur Vereinfachung von Gründungen entwickeln.
Die eingesandten Beiträge sollten maximal zwei DIN-A4-Seiten umfassen und zusammen mit dem ausgefüllten Teilnahmeformular (siehe Link) an folgende Adresse gesandt werden:
Per Post:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Ref. II A 1
Scharnhorststraße 34-37
10115 Berlin
Per E-Mail:
bmwi.ideenboerse@einfach-gruenden.org
WEITERE INFORMATIONEN
Aktion Einfach Gründen
www.einfach-gruenden.org/ideenboerse
Quelle: Existenzgründungsportal Newsletter Nr. 51 in 06/2008