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Südwestfalenaward 2008

Fachhochschule Südwestfalen sorgt für mehr Transparenz und Objektivität bei der Ermittlung der Preisträger

Seit 2002 wird er jährlich verliehen: Der Südwestfalenward für den besten Internetauftritt von Firmen, Selbständigen, Vereinen oder Privatpersonen aus der Region Südwestfalen. Ausgelobt wird der Wettbewerb gemeinsam von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, der Neuen Gilde e.V., ein Zusammenschluss von IT-Firmen im Märkischen Kreis, und dem Stadtmarketing Hagen e.V..

Rund 150 Bewerbung für diesen Preis gehen durchschnittlich bei den Initiatoren ein. Für die Juroren bedeutete dies in der Vergangenheit viel Arbeit. Die einzelnen Internetauftritte mussten entsprechend den Kriterien wie Technische Umsetzung, Gestaltung, Originalität oder Inhalt Seite für Seite durchgesehen und bewertet werden. "Im letzten Jahr hat mich die Auswertung bestimmt drei Wochen in Anspruch genommen", berichtet Jochen Kubon, Geschäftsführer des Iserlohner IT-Unternehmens everscreen und Mitglied der Neuen Gilde.

In diesem Jahr soll den Juroren die Arbeit erleichtert werden. Dafür haben die beiden Informatikstudenten Jörg Lübbert und Stefan Kleff unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Klug von der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn gesorgt. Sie haben ein Bewertungsprogramm entwickelt, aufbauend auf einem bereits vorhandenen Programm der Neuen Gilde. Dies wird den Juroren die Bewertung der Internetseiten in den Kategorien Corporate Website, Webshop, Non-profit Website und Young and Wild vereinfachen und vor allem für mehr Transparenz und Objektivität bei der Bewertung sorgen.

Das neue Programm ermöglicht die automatische Durchsuchung der Internetauftritte nach den vorgegebenen Wettbewerbskriterien. Dadurch fallen bereits die Firmen aus dem Raster, die diesen Kriterien nicht entsprechen. Darüber hinaus erfahren alle Bewerbungen eine völlig neutrale, automatisierte Bewertung. Die Jury hat dann nur die Auftritte "nach menschlichem und fachlichen Ermessen" zu bewerten, die alle Kriterien der technischen Anforderungen erfüllen.

Die Studenten haben das Programm als Open Source Tool entwickelt. Es ist für jeden verfügbar und kann auch individuell verändert werden. Das bundesweite Netzwerk "Elektronischer Geschäftsverkehr", ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, ist bereits auf das Programm aufmerksam geworden und möchte es für die Durchführung des eigenen Wettbewerbs einsetzen.

Quelle: Fachhochschule Südwestfalen
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