Ladeanimation
Fenster schließenFenster schließen
Fenster schließenFenster schließen

Saturn-Umbau: GfW investiert mehr als drei Millionen Euro

Entscheidung für das gesamte Quartier

Saturn-Umbau (Bild 1)
Der neugestaltete Saturn-Markt vom Kurt-Schuhmacher-Ring aus gesehen.
„Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, ist hier der modernste und technisch am besten eingerichtete Saturn-Markt Deutschlands entstanden”, sagt Thomas Junge, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und damit Vermieter für das Elektro-Kaufhaus am Kurt-Schumacher-Ring.

Nach etwa achtmonatiger Bau- und Umbauzeit präsentiert sich „Saturn” ab Juni in komplett erneuerten und erweiterten Geschäftsräumen. Für GfW-Mann Junge ist die Neueröffnung am alten Standort allerdings weit mehr als nur eine Fortführung des Mietverhältnisses mit dem Metro-Unternehmen, zumal die Wirtschaftsförderung am Ende mehr als drei Millionen Euro investiert haben wird, um den Kundenmagneten zur Vertragsverlängerung bis zunächst 2019 zu bewegen. Thomas Junge: „Für uns ist das ein Geschäft plus minus null. Ein privater Gebäudeeigentümer mit entsprechender Renditeerwartung hätte diese Investition vermutlich nicht aufgebracht. Wir als Wirtschaftsförderer aber sehen den Verbleib von Saturn als ganz wichtige Entscheidung für das gesamte Quartier an. Einen gleichwertigen Mieter zu finden, wäre nahezu ausgeschlossen gewesen.”

Saturn-Umbau (Bild 2)
Der neugestaltete Eingangsbereich von der Unnaer Straße aus gesehen.
Als „Operation am offenen Herzen” bezeichnen die Architekten Siegfried Brüggemann und Manfred Schmidt die komplexe Aufgabe, den Markt während des laufenden Betriebes umzubauen und um 1000 auf nun 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu ergänzen. Brüggemann: „Das Gebäude wurde ja fast komplett entkernt und einmal umgedreht. Für jede Etage wurden acht Bauabschnitte eingerichtet.” Der Auftakt der Arbeiten im Frühherbst 2008, die Errichtung eines zweigeschossigen Anbaus auf dem Grundstück zwischen der Berkenhoff-Immobilie und dem Saturn-Markt, stellte dabei noch die einfachste Etappe dar, da der Geschäftsbetrieb hiervon nur am Rande tangiert war.

Die GfW ihrerseits nutzt die günstige Gelegenheit, eine zusätzliche Erschließung für ihr Parkhaus City zu schaffen. An den Saturn-Anbau wird ein gläsernes Treppenhaus mit Aufzugsanlage angeschlossen, über das die Stellplätze bis in die fünfte Etage erreicht werden können. Als „Dienst am Kunden” versteht Thomas Junge die verbesserte Erschließung des Parkhauses, die realisiert werden konnte, weil der Elektromarkt künftig nur noch über den Haupteingang in der Heilige-Geist-Passage betreten werden kann.

Saturn-Umbau (Bild 3)
Anlieferung der Freireppe, die als Erstaz für die Rollentreppen dient.
„Es war eine der ersten Entscheidungen von Saturn, auf den zweiten Eingang zu verzichten, um die Kassen künftig an nur einer Stelle im Untergeschoss zu konzentrieren”, berichtet Architekt Schmidt. Verbunden werden die beiden Etagen künftig mit einem gläsernen Aufzug und einer Freitreppe als Ersatz für die Rolltreppen. Siegfried Brüggemann: „Dadurch wirken die Verkaufsflächen wesentlich offener und übersichtlicher.” Überdies werde mit dem Aufzug die Barrierefreiheit in der Handelsimmobilie deutlich verbessert, weiß GfW-Geschäftsführer Junge, dass die Rolltreppenanlage bei Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen nicht unbedingt beliebt war.

Erbaut in den 70er Jahren ist mittlerweile auch das Parkhaus in die Jahre gekommen. „Wir denken ja schon seit zehn, 15 Jahren darüber nach, wie wir die Fassade neu gestalten können”, weiß Thomas Junge. Der Denkprozess ist abgeschlosen, im Zuge der Saturn-Umgestaltung wird das City-Parkhaus optisch runderneuert. So werden gegenwärtig die dem Zeitgeist der 70er geschuldeten braunen Trapezbleche entfernt, die bisher das prägende Gestaltungsmerkmal des Gebäudes waren, um durch Glaslamellen ersetzt zu werden.

Die Betonbrüstungen werden in einem sehr hellen Farbton gestrichen, an der Fassade wird eine dominierende Werbetafel angebracht. „Insgesamt wirkt das ganze Gebäude künftig nicht mehr so massiv”, freut sich Thomas Junge über den komplett neuen Auftritt der Immobilie, deren Aufwertung einen weiteren wichtigen Mosaikstein der Innenstadt-Sanierung darstelle.

Quelle: derwesten.de / IKZ
Copyright © 2009 Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn mbH - Alle Rechte vorbehalten.