Ladeanimation
Fenster schließenFenster schließen
Fenster schließenFenster schließen

Diplomand der Iserlohner Fachhochschule entwickelt Clinchsystem für Unternehmen weiter

Praktizierter Technologietransfer

An der Fachhochschule Südwestfalen zählen sie zu der am häufigsten durchgeführten Form des Technologietransfers: Unternehmensbezogene Diplom- oder Bachelorarbeiten.

Viele Firmen bieten den Studierenden die Möglichkeit, innerhalb ihres Unternehmens die Abschlussarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung umzusetzen. Eine davon ist die Firma Böllhoff Automation GmbH in Bielefeld, ein führender Anbieter von Verbindungs-, Montage- und Systemtechniken. Für dieses Unternehmen entwickelte Andreas Klocke, Absolvent des Iserlohner Studiengangs Mechatronik, jetzt im Rahmen seiner Diplomarbeit eine Steuerungs- und Visualisierungs-Software für ein Clinchsystem ohne Stellantrieb auf Basis einer SPS.

Mit Clinchen bezeichnet man einen Fügeprozess, bei dem unterschiedliche Werkstoffe mit einem Stempel ineinander zu einer dauerhaften Verbindung gepresst werden. In der Automobilindustrie werden beispielsweise bei der Fertigung von Rohkarossen unterschiedlichste Bleche zusammengefügt. Auch bei der Produktion von Spül- und Waschmaschinen fallen Fügeprozesse an. Im Gegensatz zum Fügeprozess durch Nieten, bei dem ein Stanzniet verwendet wird, benötigt das Fügen durch Clinchen kein Fügelelement. Dadurch wird diese Technik für die produzierende Industrie immer interessanter.

Bei der Diplomarbeit von Andreas Klocke ging es um die Weiterentwicklung eines bestehenden Clinchsystems. Ziel war es, das System steuerungstechnisch entsprechend einem bereits vorhandenen Stanznietsystem abzubilden und zu programmieren.

"Die Clinch- und Nietsysteme der Firma Böllhoff, die z.B. im Karosserie-Rohbau der Automobilbranche eingesetzt werden, unterliegen einem ständigen Verbesserungs-und Veränderungsprozess, um im Wettbewerb bestehen zu können", erläutert Dipl.-Ing. Andreas Bokermann, Teamleiter Entwicklung Steuerungstechnik bei Böllhoff, "mitunter gestalten sich die komplexen Entwicklungsprozesse relativ aufwendig und langwierig. Deshalb arbeiten wir gerne mit Studenten zusammen. Die gesunde Mischung aus jungen Studenten und erfahrenen Ingenieuren garantiert einerseits erfolgsversprechende Ergebnisse für unser Unternehmen und den Studenten Praxiserfahrung".

Das von Andreas Klocke weiterentwickelte Clinchsystem ist so ein erfolgsversprechendes Ergebnis. Das neue System ist modular aufgebaut und kann deshalb je nach Kundenwunsch individuell angepasst werden. "Das bringt dem Kunden neben einer verbesserten Technik natürlich auch einen preislichen Bonus" fasst Bokermann die Vorteile zusammen. Auch Andreas Klocke freut sich: "Im Studium habe ich das notwendige fachliche Rüstzeug erhalten, um in Firmen wie Böllhoff anspruchsvolle Aufgaben, wie diese Diplomarbeit, zu meistern".

Quelle: Fachhochschule Südwestfalen
Copyright © 2009 Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn mbH - Alle Rechte vorbehalten.