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Förderprogramm ZIM evaluiert

Die Studie wurde vom Fraunhofer Institut für System- und Innovations-forschung Karlsruhe (ISI) in Kooperation mit der Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung Berlin (GIB) im Auftrag des BMWi durchgeführt. Die Evaluatoren bestätigen die hohe Akzeptanz und Wirksamkeit des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Seit 2008 wurden durch das ZIM über 9.500 Innovationsvorhaben mit rund 1, 2 Mrd. Euro an Fördermitteln unterstützt.

Ziel der Untersuchung war die Evaluierung des Programmstarts und der Durchführung des ZIM – insbesondere vor dem Hintergrund der Zusammenführung der vier Vorläuferprogramme PRO INNO II, INNO-WATT, InnoNet und NEMO und der deutlichen Programmerweiterung im Februar 2009 hinsichtlich des Fördervolumens zuwendungsfähiger Unternehmen.

Die Untersuchung basiert auf der Befragung von mehr als 2.000 Unter-nehmen sowie Forschungs- und wirtschaftsnahen Einrichtungen. Sie hebt im Einzelnen u. a. die folgenden positiven Aspekte der ZIM hervor:

•außerordentlich hohe Nachfrage sowie Verbreitungsgrad wie kein anderes mittelstandsorientiertes Förderprogramm für Forschung und Entwicklung in den letzten 30 Jahren
•dynamischer Anstieg der Kooperationsförderung: Verdreifachung der auf Technologietransfer orientierten Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen seit 2008
•Beseitigung eines langjährigen Förderdefizits durch die Ausweitung der Einzelprojektförderung auf Westdeutschland
•Vergabe von 75 Prozent der Mittel an Kleinunternehmen bis 50 Beschäftigte – trotz der Öffnung des Programms im Rahmen des Konjunkturpakets II auch für größere Mittelständler bis 1.000 Beschäftigte
•hohe Erstförderquote (53 Prozent der Unternehmen)
•breites Spektrum von Technologiefeldern der geförderten Innovationsvorhaben

In der Pressemeldung des BMWi zur Studie sowie in der Studie selbst (S. 10) wird auch auf den DIHK-Innovationsreport 2009 verwiesen: „Die Evaluation bestätigte die Einschätzung aus der Unternehmensbefragung des DIHK vom Herbst 2009, wonach das ZIM von den kleinen und mittleren Unternehmen häufig als "best practice" bei Förderprogrammen aufgeführt wird. Dies gilt vor allem mit Blick auf dessen Themen- und Technologieoffenheit und die unbürokratischen administrativen Prozesse.“

Grundsätzlich sehen die Evaluatoren keinen Bedarf für Änderungen in der Programmgestaltung und -abwicklung. Sie empfehlen jedoch – falls eine deutliche Reduktion des Programmvolumens nach 2010 notwendig wird – die Förderung wieder auf KMU mit bis zu 250 Beschäftigten zu konzentrieren. Zudem plädieren sie – für den Fall geringerer zur Verfügung stehender Mittel – für die Beibehaltung der einzelbetrieblichen Förderung in Westdeutschland mit ggf. generell strengeren Kriterien bei der Mittelvergabe.

Quelle: Newsletter "IHK-Innovationsnachrichten" - Ausgabe Oktober 2010 / BMWI
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