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Ausbildungsplatzbörse Iserlohn 2011 - Die Chance für Schüler

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Stefanie Munderloh (v. l.), Florian Brey, Finanzamtschef Eberhard Vogelsmeier, Matthias Kansy, Martin Kurek, Kim Marie Witte, Thomas Haude, Tufan Cicem, Erik Lallensack, Georg Christophery und Thomas Junge informierten über die Börse. Foto: Torsten Lehmann
IKZ 18.06.11
Iserlohn/Hemer. Vier gute Gründe, die Ausbildungsplatzbörsen am 12. Juli im Parktheater und am 29. September in Hemer zu besuchen, präsentierten die Organisatoren am Freitagmittag im Finanzamt: Kim Marie Witte, Matthias Kansy, Florian Brey und Tufan Cicem. Denn die Vier aus Iserlohn und Hagen haben durch die letztjährige Börse im Parktheater ihre Ausbildungsplätze bekommen.

„Ich kann jedem nur wirklich empfehlen, dahin zu gehen. Da kann man einen guten ersten Eindruck von sich hinterlassen“, rät deswegen auch Kim Marie Witte, die Mitte September an der Zollernstraße ihre Ausbildung zur Finanzwirtin beginnt. Außerdem, so die 16-jährige Realschülerin vom Hemberg, sei man so anschließend beim Vorstellungsgespräch nicht mehr so aufgeregt: „Man kennt die Gesichter ja dann schon.“ Hilfreich für den Erstkontakt auf der Börse sei es, wenn man einen Bekannten an seiner Seite habe. So wartete sie mit ihrem Mitschüler - und jetzt auch künftigen Kollegen - Matthias Kansy im vergangenen Jahr im Parktheater auf die Mitarbeiter des Finanzamtes.

Denn die kamen seinerzeit erst zum zweiten Teil der Veranstaltung, der Ausbildungsplatzmesse, bei der über die Berufe informiert wird und natürlich auch Kontakte geknüpft werden können. Da sie an das landesweite Online-Bewerbungsverfahren der Finanzbehörden angeschlossen sind, hielten die Verantwortlichen die Teilnahme an der Ausbildungsplatzbörse am Vormittag, bei der es um die Abgabe konkreter Bewerbungen geht, seinerzeit nicht für sinnvoll. „In diesem Jahr sind wir aber von Anfang an dabei“, kündigte am Freitag der Ausbildungsleiter des Finanzamtes, Martin Kurek, an. Dass die Schüler so lange ausgeharrt hatten, bescherte ihnen damals einen ersten Pluspunkt. Und nach einem „guten Gespräch“ im Parktheater, der nachträglichen Online-Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch habe er seinen, so Matthias Kansy, „Wunschausbildungsplatz bekommen – dank der Börse!“ Deswegen gibt der 16-Jährige jedem den Tipp, diese Chance zu nutzen: „Denn die Ausbildung kommt nicht zu einem nach Hause, da muss man sich schon drum kümmern.“

Und man sollte dann „auf jeden Fall mit einem guten Gefühl dahin gehen und nicht denken, dass man sowieso keinen Platz bekommt“, ergänzt Florian Brey. Man müsse einfach nur auf die Firmenvertreter zugehen und dürfe sich im Gespräch auch nicht verstellen, sondern solle sich so geben wie immer. Der 19-Jährige, der derzeit das Berufsgrundschuljahr am Berufskolleg an der Hansaallee absolviert, komplettiert das Trio der künftigen Finanzamtsazubis, die über die Börse an ihre Jobs gekommen sind. Bei den Gesprächen im Parktheater habe er sich auch viel besser über den Beruf informieren können als über die anderen üblichen Wege wie beispielsweise das Internet.

Über die Agentur für Arbeit erfuhr der Hagener Tufan Cicem von der Iserlohner Börse, und da der 18-Jährige nicht bis zum Abi auf dem Ricarda-Huch-Gymnasium bleiben, sondern lieber mit dem Mittleren Bildungsabschluss eine Ausbildung machen wollte, nutzte er die Gelegenheit: „Denn da kann man jemand besser von sich überzeugen, wenn das Zeugnis nicht ganz so perfekt ist.“ Eine Erfahrung, die, so Thomas Junge von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) Iserlohn, die die Börse gemeinsam mit Georg Christophery von der Stadt organisiert, schon einige Personalchefs nach eigenem Bekunden bei den Veranstaltungen gemacht hätten: „Wenn ich den nicht persönlich kennen gelernt hätte, hätte ich ihn wohl kaum eingestellt“, bekam Junge schon öfter zu hören. Tufan Cicems Chef Erik Lallensack von der Firma Möbeltrends war indes nicht nur von dem selbstbewussten Auftreten des jungen Mannes positiv angetan, sondern zugleich auch froh, auf diesem Weg einen guten Auszubildenden gefunden zu haben. Auf den Kaufmann im Einzelhandel mit der Fachrichtung Möbel habe man viele Besucher der Börse nämlich erst aufmerksam machen müssen. Daher wünsche er sich für dieses Jahr, dass die Lehrer den Schüler beim Zugehen auf die Unternehmen noch mehr helfen. Stefanie Munderloh, Studien- und Berufsorientierungsberaterin an der Realschule am Hemberg, versprach, den Wunsch ans Kollegium zu übermitteln. Zugleich gab sie aber zu bedenken, dass es „ein echtes Problem ist, manche Berufe den Schülern schmackhaft zu machen“, und dazu gehörten leider die Berufe im Einzelhandel oder auch der der Bürokaufleute.

Um Nischenberufe, die auch nicht so im Fokus der Jugendlichen stehen, bekannter zu machen und um über die Ausbildungsplatzsituation und die Erwartungen der Arbeitgeber an Bewerber zu informieren, laden die Initiatoren am Mittwoch, 29. Juni, um 19 Uhr zu einem Eltern- und Schülerabend ins Forum des Berufskollegs an der Hansaallee. Für die Börse am Dienstag, 12. Juli, konnte Thomas Haude (GfW) gestern den Stand von 47 angemeldeten Unternehmen verkünden. Erstmals mit dabei seien die Fachhochschule Südwestfalen und die BiTS, weswegen sich der Messe-Besuch auch für die gymnasiale Oberstufe sehr lohne. Infos: www.ausbildung-mk-nord.de.

Quelle: IKZ 18.06.11
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