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Entwicklung des Auftragseingangs in Industrie und Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai 2011

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Mai 2011
Die Auftragseingänge in der Industrie erhöhten sich im Berichtsmonat Mai vorläufigen Angaben zufolge [1] preis-, kalender- und saisonbereinigt [2] um 1, 8%. Im Monat zuvor stand ein aufwärts revidiertes Plus von 2, 9% zu Buche. Der Anteil an Großaufträgen war stark überdurchschnittlich, was sich insbesondere in der Nachfrage nach inländischen Investitionsgütern niederschlug. Die Bestellungen aus dem Inland legten mit 11, 3% kräftig zu. Die Auslandsnachfrage drehte dagegen deutlich ins Minus (-5, 8%). Den größten Bestellzuwachs in der Industrie verbuchten die Hersteller von Investitionsgütern (+2, 4%). Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern erhöhte sich um 1, 6%. Die Auftragseingänge für Konsumgüter gingen um 1, 5% zurück.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März nahmen die Auftragseingänge in der Industrie um saison¬bereinigt 2, 4% zu. Die Bestellungen aus dem Inland stiegen kräftig um 6, 6%, während die aus dem Ausland leicht negativ tendierten (-1, 0%). Hersteller aller Hauptgruppen meldeten im Zweimonatsvergleich positive Wachstumsraten: Die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern stieg um 3, 2% bzw. 3, 1%, die nach Vorleistungsgütern um 1, 1%.

Ihren Vorjahrsstand übertrafen die Industrieaufträge im Berichtszeitraum April/Mai kalenderbereinigt um 11, 4%. Die Bestellungen aus dem Inland legten binnen Jahresfrist um 13, 0% zu und die aus dem Ausland erhöhten sich um 10, 2%.

Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen nimmt weiter zu. Erneut haben Großaufträge diese Entwicklung maßgeblich gestützt. Der kräftige Nachfrageimpuls aus dem Inland ist auch hierauf zurückzuführen. Insgesamt ist der Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen trotz dämpfender Auslandsnachfrage weiter intakt, so dass auch die Perspektiven für die Industrieproduktion günstig bleiben.

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Mai 2011
Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe stieg im Mai vorläufigen Angaben zufolge [1] gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt [2] um 1, 2% an. Im April hatte sie abwärts revidiert um 0, 8% abgenommen. Die Industrieproduktion erhöhte sich spürbar um 1, 2%. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe stieg in nahezu gleichem Umfang um 1, 1%. Innerhalb der Industrie leisteten die Hersteller von Investitionsgütern mit +2, 5% den größten Beitrag zum Anstieg der Gesamtproduktion. Der Ausstoß an Vorleistungsgütern erhöhte sich um 0, 7% und das Produktionsniveau für Konsumgüter blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0, 4% zu. Das Baugewerbe wirkte auf Grund des Produktionsrück¬gangs im April mit -1, 9% dämpfend, während sich die Industrieproduktion um insgesamt 0, 9% erhöhte. Die Produzenten von Vorleistungs- und Investitionsgütern meldeten Produktionsanstiege von jeweils 0, 9% und die Hersteller von Konsumgütern erhöhten ihren Output um 1, 0%.

Im Vorjahresvergleich stieg die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im April/Mai arbeitstäglich bereinigt um 8, 5%. In der Industrie wurde der Vorjahresstand dabei um 10, 0% und im Bauhauptgewerbe um 6, 6% überschritten.

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe bleibt in der Tendenz mit recht ausgeprägter Dynamik aufwärts gerichtet. Insbesondere der Aufwärtstrend der Industrieproduktion ist bis zuletzt sehr stabil. Angesichts der etwas moderateren Zuwächse der Auftragseingänge könnte das Expansionstempo in den kommenden Monaten etwas ruhiger verlaufen.

[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen
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