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DIHK veröffentlicht Innovationsreport 2011

Innovationsdynamik deutscher Unternehmen ungebrochen“ – so lautet der Titel des neuen DIHK-Innovationsreports 2011, über den am 29.12.2011 das Handelsblatt berichtet hat. Tenor der Auswertung: Die deutschen Unternehmen arbeiten weiter hart an ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Der Innovationsstandort Deutschland ist jedoch nicht immun gegen ein sich möglicherweise verschlechterndes konjunkturelles Umfeld in Europa. Die Politik sollte daher weitere Anstrengungen unter-nehmen, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft zu schaffen. Der Report nennt konkrete Politikempfehlungen zur Innovationsfinanzierung, zur Fokussierung der FuE-Förderung sowie zur Steigerung der Akzeptanz von Technologie und Innovation.
Die wichtigsten Ergebnisse in der Übersicht:

  • Knapp 51 Prozent aller Betriebe geben an, ihre Innovationsanstrengungen in den nächsten zwölf Monaten zu erhöhen, 46 Prozent planen keine Veränderung und lediglich drei Prozent müssen eine Verringerung oder Streichung von Innovationsaktivitäten vornehmen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies allerdings ei-ne Eintrübung. Damals hatten noch knapp 60 Prozent der Unter-nehmen mit ausgeweiteten Innovationsbudgets geplant, lediglich knapp 39 Prozent gingen von unverändertem Innovationsverhalten aus. Die weiterhin expansiven Innovationspläne der Betriebe zeugen von der immer noch vorherrschenden Geschäftszuversicht, und den insgesamt noch als gut eingeschätzten Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Innovation am Standort Deutschland. Fachkräftemangel und Finanzierungsprobleme drohen allerdings die expansiven Absichten der Betriebe in Zukunft zu konterkarieren.

  • Der Ausbau der Fachkräftebasis ist, wie bei der Vorjahresumfrage, das zentrale Anliegen der Unternehmen zur Verbesserung des Innovationsstandortes Deutschland. Knapp 56 Prozent der Betriebe fordern dies. Gut 57 Prozent der innovationsaktiven Unternehmen berichten bereits aktuell von Beeinträchtigungen durch den Mangel an Spezialisten. Diese deutliche Einschränkung des Innovationspotenzials der deutschen Unternehmen wird mittelfristig Bestand haben – gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Die Unternehmen reagieren mit einer breiten Palette von Aktivitäten auf die vorhandenen Fachkräfteengpässe, müssen und werden diese in Zukunft aber weiter ausbauen.

  • Nur noch neun Prozent aller Unternehmen berichten von verbesserten und 57 Prozent von gleichbleibenden externen Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Innovationsprojekte im Vergleich zum Vorjahr, 35 Prozent hingegen von Verschlechterungen. Dabei geben mittlerweile 23 Prozent aller Betriebe an, keine externe Finanzierung für ihre Innovationsprojekte erhalten zu können. Dies bedeutet in der Rückschau seit 2009 eine kontinuierliche Verschlechterung der Finanzierungsmöglichkeiten für Innovationsprojekte. Die angespannte Finanzierungssituation trifft KMU noch härter als größere Unternehmen und verdeutlicht die Bedeutung einer soliden Eigenkapitalausstattung – 56 Prozent der Betriebe finanzieren ihre Innovationsprojekte demnach überwiegend aus dem Eigenkapital.

  • Ein knappes Drittel der Unternehmen hat in den vergangenen drei Jahren ein Förderprogramm des Bundes bzw. der Länder in Anspruch genommen. Dabei werden Bundes- und Länderprogramme gleichermaßen nachgefragt. Gut 80 Prozent der Betriebe geben an, jeweils gute bis sehr gute Erfahrungen damit gemacht zu haben und stellen der staatlichen Förderung damit ein grundsätzlich gutes Zeugnis für aus. Mit Blick auf die europäische Forschungsförderung zeigt sich indes ein anderes Bild. Die Unternehmen bewerten diese deutlich schlechter. Während lediglich 15 Prozent mit deutschen Bundes- und Landesprogrammen schlechte Erfahrungen gemacht haben, beurteilen 30 Prozent Europäische Programme, negativ bis sehr negativ.

  • Für 31 Prozent der Betriebe hat die Förderung einer technologieoffenen Gesellschaft für den Innovationsstandort Deutschland ei-ne sehr hohe Priorität – bei den größeren Unternehmen (47 Prozent) sogar noch mehr als für KMU (27 Prozent).

Quelle: "IHK-Innovationsnachrichten" - Ausgabe Januar 2012 / DIHK
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