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08.03.16 NRW: 1,2 Prozent weniger Gewerbeanmeldungen im Jahr 2015

Pressemitteilung von IT.NRW:

"NRW: 1,2 Prozent weniger Gewerbeanmeldungen im Jahr 2015

 

Im Jahr 2015 wurden bei den nordrhein-westfälischen Gewerbeämtern insgesamt 152 589 Gewerbe angemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,2 Prozent weniger Anmeldungen als im Jahr 2014. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen war im vergangenen Jahr mit 145 163 um 4,0 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Die meisten Anmeldungen waren Neuerrichtungen (127 643; -1,5 Prozent); dabei handelte es sich in 24 731 Fällen (-0,8 Prozent) um Betriebsgründungen, bei denen aufgrund der voraussichtlichen Beschäftigtenzahl oder der Rechtsform eine größere wirtschaftliche Substanz vermutet werden kann. Bei den sonstigen Neugründungen stieg die Zahl der Betriebe im Nebengewerbe um 1,1 Prozent auf 53 474, während die der Kleinunternehmen mit 48 738 um 4,4 Prozent niedriger war als ein Jahr zuvor. Bei 700 Anmeldungen handelte es sich um Umwandlungen.

Den größten Anteil an der Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen hatte in Nordrhein-Westfalen der Bereich "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" mit 37 497 Gewerbeanmeldungen (+0,4 Prozent), gefolgt vom Baugewerbe mit 21 695 Anmeldungen (-4,6 Prozent).

Bevorzugte Rechtsform war im Jahr 2015 mit 120 965 Gewerbeanmeldungen (-2,2 Prozent gegenüber 2014) das Einzelunternehmen. In 19 431 Fällen (+2,6 Prozent) wurde eine GmbH und in 11 130 Fällen (+4,4 Prozent) eine Personengesellschaft angemeldet.

Im Jahr 2015 wurden 42 322 Einzelunternehmen von Frauen (-1,1 Prozent) angemeldet; dies entspricht einem Anteil von 35 Prozent. Der Anteil neu angemeldeter Einzelunternehmen durch ausländische Staatsangehörige lag bei 29,3 Prozent, dabei waren Gewerbetreibende mit polnischer (28,1 Prozent), türkischer (15,4 Prozent) und rumänischer (12,6 Prozent) Staatsangehörigkeit am häufigsten vertreten.

Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass es sich bei den Gewerbemeldungen um Absichtserklärungen handelt. Den Statistikern liegen keine Informationen darüber vor, ob das an- bzw. abgemeldete Gewerbe auch tatsächlich ausgeübt wird bzw. wurde. (IT.NRW)"

 

Quelle: Pressemitteilung IT.NRW vom 04.03.16


04.03.16 NRW: Zahl der Insolvenzen im Jahr 2015 weiter gesunken

Pressemitteilung von IT.NRW:

"NRW: Zahl der Insolvenzen im Jahr 2015 weiter gesunken

 

Im Jahr 2015 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 31 662 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,6 Prozent weniger als 2014 (damals: 33 523 Fälle). Die hieraus resultierenden Forderungen summieren sich auf voraussichtlich 6,3 Milliarden Euro (2014: 6,8 Milliarden Euro). Es wurden 91 Anträge auf Durchführung eines Insolvenzverfahrens beantragt, bei denen der Sitz bzw. der Wohnort des Schuldners außerhalb Nordrhein-Westfalens lag.

7 347 Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Unternehmen (z. B. Gesellschaften, Firmen oder Betriebe); das waren 6,1 Prozent weniger als 2014 (damals: 7 823). In 5 485 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 1 862 Fällen wurde die Eröffnung mangels Masse abgewiesen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren von den Unternehmensinsolvenzen 39 046 Beschäftigte betroffen.

Neben den Unternehmen beantragten im vergangenen Jahr 24 315 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in 20 908 Fällen um Verbraucherinsolvenzen; das waren 7,0 Prozent weniger als 2014 (damals: 22 485). Die übrigen 3 407 Fälle betrafen Nachlässe, Gesamtgut, natürliche Personen als Gesellschafter sowie ehemals selbstständig tätige Personen.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wurden bei den vorliegenden Ergebnissen nur die Forderungen erfasst, die bis zum Zeitpunkt der Statistikerstellung bei den Amtsgerichten angemeldet und dem Landesbetrieb IT.NRW bis zum Beginn der Auswertung der Daten gemeldet wurden. Die voraussichtlichen Forderungen weichen in der Regel von den im Insolvenzverfahren ermittelten endgültigen Forderungen ab, wobei die Abweichungen sowohl negativ als auch positiv ausfallen können. Darüber hinaus ist zu beachten, dass nicht bei allen Insolvenzverfahren Angaben zu Beschäftigten übermittelt wurden. (IT.NRW)

Weitere Landesergebnisse finden Sie im Internet unter:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/pdf/51a_16.pdf

Ergebnisse für Gemeinden, Städte und Kreise finden Sie im Internet unter:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/pdf/51b_16.pdf"

 

Quelle: Pressemitteilung IT.NRW vom 04.03.16

01.02.16 NRW-Einzelhandel: Umsatzplus im Dezember 2015

Pressemitteilung von IT.NRW:

"NRW-Einzelhandel: Umsatzplus im Dezember 2015

 

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel waren im Dezember 2015 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 0,3 Prozent höher als im Dezember 2014. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren die Umsätze nominal um 0,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigtenzahl (-0,1 Prozent) im Einzelhandel war gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat nahezu unverändert.

Für das Jahr 2015 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel eine reale Umsatzsteigerung von 2,4 Prozent; nominal stiegen die Umsätze gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent. In der monatlichen Stichprobenerhebung werden nur Unternehmen des nordrhein-westfälischen Einzelhandels mit einem jährlichen Mindestumsatz von 250 000 Euro befragt. (IT.NRW)"

 

Quelle: Pressemitteilung IT.NRW vom 27.01.16

17.02.16 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2016

BMWi-Pressemitteilungen:

"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2016

 

Datum: 12.2.2016

  • Die deutsche Wirtschaft ist auf moderatem Wachstumskurs, aber das fragilere weltwirtschaftliche Umfeld hinterlässt Spuren.
  • Die Industriekonjunktur erfuhr im zweiten Halbjahr 2015 eine Abschwächung. Die Auftragseingänge deuten jedoch auf eine leichte Belebung hin.
  • Die stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereiche befinden sich weiter im Aufwärtstrend.
  • Der Arbeitsmarkt entwickelt sich nach wie vor positiv.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf moderatem Wachstumskurs. Die wirtschaftliche Leistung wurde im Schlussquartal des Jahres 2015 preis, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 % ausgeweitet.[1] Der im Januar gemeldete solide Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um real 1,7 % im Jahr 2015 wurde damit bestätigt. In der deutschen Wirtschaft überwiegen nach wie vor die Auftriebskräfte, obwohl aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld seit einigen Monaten gemischte Signale kommen. Die Industrieproduktion war im Dezember 2015 im Vergleich zum Vormonat merklich rückläufig.[2] Auch die Auftragseingänge gaben im Dezember leicht nach, verbesserten sich im Schlussquartal zusammengenommen jedoch deutlich gegenüber dem dritten Vierteljahr. Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten zu Jahresbeginn - unter anderem ausgelöst durch den niedrigen Ölpreis und die Verunsicherung über die weitere Entwicklung in China - führten zu einer schlechteren Stimmungslage in den deutschen Unternehmen. Die Geschäftserwartungen gingen im Januar deutlich zurück. Die aktuelle Lageeinschätzung befindet sich nach wie vor auf einem hohen Niveau, hat sich aber seit Dezember leicht abgeschwächt. Die Bauproduktion konnte im Schlussquartal 2015 merklich Fahrt aufnehmen. Auch in den kommenden Monaten dürfte sich die Belebung insbesondere im Wohnungsbau fortsetzen. Die Konjunktur in den stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereichen ist - gemessen an der weiter steigenden Beschäftigung - klar aufwärtsgerichtet. Durch die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt und solide Einkommenszuwächse nimmt die Kaufkraft der privaten Haushalte weiter zu. Die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen löst, wenngleich in überschaubarer Größenordnung, ebenfalls Nachfrageimpulse aus.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich gegenwärtig mit mäßiger Dynamik. Im laufenden Jahr ist eine geringe Beschleunigung zu erwarten. Damit setzt sich die schwunglose Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Die Wachstumsperspektiven der Vereinigten Staaten und der japanischen Wirtschaft werden für das laufende Jahr grundsätzlich positiv eingeschätzt. Auch im Euroraum dürfte sich die konjunkturelle Erholung fortsetzen. In China dagegen verlangsamt sich das Wachstum. Dies beeinträchtigt die chinesischen Handelspartner vor allem in Asien. Rohstoffexportierende Länder wie Russland oder Brasilien werden durch die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise belastet. Aktuelle Konjunkturindikatoren deuten nicht auf eine Belebung der globalen Wirtschaft hin. So ist die weltweite Industrieproduktion im November 2015 etwas gesunken und der weltweite Composite Einkaufsmanager Index von Markit ging im Januar ebenfalls geringfügig zurück. Die jüngst gestiegene Volatilität an den Kapitalmärkten spiegelt auch die konjunkturellen Risiken wider.

Trotz der gedämpften Weltkonjunktur konnten die deutschen Exporteure im Jahr 2015 Waren im Wert von knapp 1.200 Mrd. Euro exportieren. In der Tendenz waren die Ausfuhren seit Jahresmitte vor allem wegen einer geringeren Nachfrage aus den großen Schwellenländern leicht abwärtsgerichtet. Im Dezember gingen die Warenexporte in jeweiligen Preisen um 1,6 % und im vierten Quartal zusammengenommen um 1,5 % zurück.[3] Die nominalen Wareneinfuhren sind im Berichtsmonat Dezember um 1,6 % gesunken. Der Überschuss der Handelsbilanz im Gesamtjahr 2015 von knapp 250 Mrd. Euro ist vor allem auch wegen der preiswerteren Ölimporte deutlich höher als im Jahr zuvor.

Das Produzierende Gewerbe konnte seine Schwächephase zum Jahresende noch nicht überwinden. Die Produktion ging im Dezember gegenüber dem Vormonat erneut zurück. Im Jahresschlussquartal wurde damit insgesamt ein Minus verzeichnet. Grund sind rückläufige Produktionszahlen in der Industrie (-0,9 %) sowie bei der Energieerzeugung (-2,9 %). Lediglich der Bausektor (+1,2 %) konnte ein Plus verbuchen. Innerhalb der Industrie ging die Erzeugung von Investitions- und Konsumgütern zurück. Die Produzenten von Vorleistungsgütern konnten ihr Produktionsvolumen leicht ausweiten. Die Auftragseingänge in der Industrie sind trotz eines leichten Rückgangs im Dezember nach einem verhaltenen dritten Quartal im Jahresschlussquartal wieder angestiegen (+1,0 %). Nachfrageimpulse kamen dabei aus dem Inland und dem Nicht-Euroraum, die Bestellungen aus dem Euroraum waren rückläufig. Das wirtschaftliche Umfeld hat auch die aktuellen Lagebeurteilungen etwas eingetrübt. Sie befinden sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch die Umfrage des DIHK zu Jahresbeginn erbrachte ein positives Stimmungsbild der Wirtschaft. Dies und die leichte Erholung der Auftragseingänge sprechen für eine allmähliche Belebung der Industriekonjunktur.

Der private Konsum hat die Konjunktur in Deutschland auch im vierten Quartal gestützt. Fundamentale Faktoren wie der geringe Inflationsdruck aufgrund niedriger Rohölpreise sowie die günstigen Beschäftigungs- und Einkommensaussichten wirken sich positiv auf den privaten Konsum aus. Am aktuellen Rand zeichnen die Indikatoren ein gemischtes Bild. Das Konsumklima hat sich nach leichten Rückgängen im Herbst 2015 seit November auf hohem Niveau stabilisiert. Die Stimmung der Einzelhändler hat seit September etwas nachgegeben. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kraftfahrzeuge konnten im vierten Quartal nicht ausgeweitet werden. Die weiteren Perspektiven für den privaten Konsum bleiben zum Jahresbeginn 2016 angesichts moderater Preisniveausteigerungen und einer dynamischen Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung nach wie vor günstig.

Die Situation am Arbeitsmarkt ist weiterhin positiv. Die Erwerbstätigkeit stieg im Monat Dezember saisonbereinigt weiter kräftig um 44.000 Personen an. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm bis zum aktuellen Rand (November) sogar noch stärker zu. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung erhöhten sich im Januar deutlich weniger als saisonal üblich. Saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit sogar um 20.000 Personen zurück. Die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften blieb ungebrochen. Die hohe Flüchtlingsmigration ist in ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt noch begrenzt.

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Hinweis:

Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der März-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 9. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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[1] Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2015 vom 12. Februar 2016.

[2] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 12. Februar 2016 vorlagen.

[3] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten."

 

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen vom 12.02.16

22.01.16 NRW-Industrieproduktion im November 2015 um 3,0 Prozent gesunken

Pressemitteilung von IT.NRW:

"NRW-Industrieproduktion im November 2015 um 3,0 Prozent gesunken

 

Düsseldorf (IT.NRW). Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erreichte im November 2015 einen Indexwert von 102,1 Punkten (Basisjahr 2010 = 100, arbeitstäglich bereinigt) und war damit um 3,0 Prozent niedriger als im November 2014. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, ist die Produktionsleistung gegenüber dem Vormonat (Oktober 2015) - nach Saisonbereinigung - um 0,4 Prozent gestiegen.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresergebnis hat sich im November 2015 die Produktion in fast allen Bereichen verringert. Lediglich der Output an Gebrauchsgütern stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent. Dagegen lag die Produktion von Investitionsgütern um 6,4 Prozent und die von Vorleistungsgütern um 2,0 Prozent unter dem Niveau von November 2014. Auch bei den Verbrauchsgütern sank das Ergebnis um 1,8 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat. (IT.NRW)"

 

Quelle: Pressemitteilung IT.NRW vom 18.01.16

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