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10.07.15 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland - Juli 2015

Pressemitteilung von BMWi vom 10.07.15:

"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland - Juli 2015

Datum: 10.7.2015

  • Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Sommer in einem gemäßigten, aber soliden Aufschwung.
  • Die Weltwirtschaft stabilisierte sich zuletzt nach relativ schwa­chem Jahresbeginn. Die Erholung im Euroraum setzt sich ungeachtet der aktuellen Krise in Griechenland in moderatem Tempo fort.
  • Die Industriekonjunktur hat sich gegenüber dem Jahresbeginn belebt. Die Dynamik in der Baubranche schwächte sich vorübergehend etwas ab.
  • Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich zur Jahresmitte in einem gemäßigten, aber soliden Aufschwung. [1] Nach einem unauffälligen Jahresbeginn hat sich die Konjunktur im Laufe des zweiten Quartals etwas gefestigt. Vor allem die Industrieunternehmen konnten ihre Produktion spürbar ausweiten. [2] Die Bestellungen aus dem Ausland nahmen überdurchschnittlich zu. Hier helfen die Belebung im übrigen Euroraum und der niedrige Eurowechselkurs. Im Bausektor fiel die Frühjahrsbelebung nach dem produktionsintensiven milden Winter allerdings gedämpfter aus. Dennoch bleiben seine Aussichten aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen weiterhin gut. Wichtigste Triebfeder bleibt der private Konsum. Dank der positiven Entwicklung der Beschäftigung und der Einkommen befindet sich die Anschaffungsneigung der Verbraucher auf hohem Niveau. Auch ist die Stimmung in den Unternehmen gut. Allerdings wurde sie durch die griechische Krise etwas beeinträchtigt. Es ist wohl vor allem die Unsicherheit über den weiteren Fortgang, die Auswirkungen auf unternehmerische Entscheidungen in Deutschland und in anderen Ländern Europas haben könnte. Insbesondere die längerfristigen Auswirkungen der Griechenlandkrise sind schwierig abzuschätzen. Die kurzfristigen Ansteckungseffekte werden derzeit als relativ gering wahrgenommen.

Die Weltwirtschaft stabilisierte sich zuletzt nach relativ schwachem Jahresbeginn. Die weltweite Industrieproduktion hat bis April etwas an Schwung gewonnen. Die Dynamik bleibt aber noch verhalten. In den Vereinigten Staaten konnte sich die Industrieproduktion nach der temporären Schwächephase aufgrund des strengen Winters auch zu Beginn des zweiten Quartals noch nicht durchgreifend erholen. Die Stimmungsindikatoren zeichnen ebenfalls ein gemischtes Bild. Im Euroraum scheint die konjunkturelle Entwicklung zuletzt stabil zu verlaufen. In verschiedenen Schwellenländern bleiben allerdings die Wachstumsaussichten unsicher. In China fällt beispielsweise das Wachstum weiterhin schwach aus. Hierbei kann es sich jedoch um eine gewisse Normalisierung handeln. Zusätzlich gab es zuletzt deutliche Korrekturen am Aktienmarkt. Die nach wie vor niedrigen Ölpreise sind für rohstoffexportierende Länder eine Belastung. Nach dem verhaltenen Jahresbeginn dürfte sich das globale Wirtschaftswachstum etwas beschleunigen. Der Internationale Währungsfonds geht für dieses Jahr von einem Weltwirtschaftswachstum von 3,3 % aus. Für das kommende Jahr wird mit einem Wachstum von 3,8 % gerechnet.

Die deutschen Unternehmen haben ihre Warenausfuhren im Mai kräftig ausgeweitet. Im Vergleich zum Vormonat sind die nominalen Ausfuhren um 1,7 % gestiegen. Im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Anstieg um +2,9 %. Der Trend der nominalen Warenexporte zeigt damit weiterhin deutlich nach oben. Die Ausfuhrpreise sind zuletzt nach einem kräftigen Anstieg seit Beginn des Jahres leicht zurückgegangen. Die nominalen Wareneinfuhren sind im Mai ebenfalls höher ausgefallen als im Vormonat, wenn auch mit 0,4 % etwas schwächer als die Ausfuhren. Im Dreimonatstrend sind die nominalen Einfuhren mit +2,9 % weiterhin deutlich positiv. Die Einfuhrpreise waren zuletzt leicht rückläufig. Insgesamt bleibt der Ausblick für die Exporte aus Deutschland verhalten positiv.

Die deutsche Industriekonjunktur hat im zweiten Quartal etwas an Dynamik gewonnen. Im Mai wurde das Produktionsvolumen um weitere 0,4 % ausgeweitet. Nach dem spürbaren Anstieg im Vormonat ist für das zweite Quartal insgesamt mit einem positiven Ergebnis zu rechnen. Auch die Umsätze konnten in den vergangenen zwei Monaten merklich gesteigert werden und kletterten dank positiver Impulse aus dem Ausland auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Die Auftragseingänge sind trotz eines leichten Rückgangs im Mai im Trend aufwärtsgerichtet und profitieren derzeit insbesondere von der steigenden Auslandsnachfrage. Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe lag im April um 4,4 % über dem Wert des Vorjahres und entspricht etwa der Produktionsleistung von fünf Monaten. Für die kommenden Monate ist daher weiterhin eine solide Industriekonjunktur zu erwarten. Gleichwohl weist der erneute Rückgang des ifo Geschäftsklimas im Juni auf bestehende Risiken hin. Die Dynamik im Bausektor hat nach dem recht starken ersten Quartal vorübergehend etwas nachgelassen. Im Mai ging die Bauproduktion wie bereits im April zurück. Damit dürfte die Bauproduktion im zweiten Quartal hinter dem Ergebnis des ersten Quartals zurückbleiben. Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen für die Baubranche aber gut. Dies spiegelt sich unter anderem in dem gestiegenen Geschäftsklima wider.

Der private Konsum dürfte seine Rolle als konjunkturelle Triebfeder beibehalten. Nach den deutlichen Zuwächsen der privaten Konsumausgaben in den letzten drei Quartalen ist auch im zweiten Vierteljahr mit einem positiven Wachstumsbeitrag des privaten Konsums zu rechnen. Zwar wurden die Einzelhandelsumsätze teilweise nach unten korrigiert, aber für die Berichtsmonate April und Mai war eine deutliche Zunahme zu verzeichnen. Die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz-Handel) stiegen im Mai um 0,5 %. Auch die dem privaten Konsum zuzurechnenden Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen in der Haltergruppe der Arbeitnehmer und Nichterwerbstätigen konnten im zweiten Vierteljahr kräftig gegenüber dem Vorjahresquartal zulegen. Die Umsätze im Kfz-Handel entwickeln sich dynamisch und stiegen im April bereits den fünften Monat in Folge merklich an. Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen für die private Konsumnachfrage weiterhin günstig. Auch wenn die Anschaffungsneigung der privaten Haushalte - gemäß der Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung - in den vergangenen drei Monaten rückläufig war, befindet sich dieser Indikator im langfristigen Vergleich auf einem sehr hohen Niveau.

Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzen sich gedämpft fort. Im Mai erhöhte sich die Erwerbstätigkeit im Inland saisonbereinigt um 7.000 Personen. Insgesamt gab es im Monatsdurchschnitt knapp 42,8 Mio. Erwerbstätige, 206.000 Personen mehr als vor einem Jahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm im April saisonbereinigt um 31.000 Personen kräftig zu. Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten verringerte sich im April gegenüber dem Vorjahr deutlich. Mit der Einführung des Mindestlohns wurde offensichtlich ein Teil der Minijobs in sozialversicherungspflichtige Stellen umgewandelt. Die Arbeitslosigkeit ging im Juni um 51.000 auf 2,711 Mio. Personen zurück, 122.000 Personen weniger als vor Jahresfrist. Saisonbereinigt nahm die Arbeitslosigkeit um 1.000 Personen ab. Die Arbeitslosenquote verringerte sich damit auf 6,2 %. Die vorausschauenden Indikatoren signalisieren eine Fortsetzung der positiven Tendenzen am Arbeitsmarkt.

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Hinweis:
Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der August-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 31. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 9. Juli 2015 vorlagen.
[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten."

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen:


02.04.15 NRW-Exporte im Januar 2015 um 2,7 Prozent gesunken

Pressemitteilungen von IT.NRW:


 
NRW-Exporte im Januar 2015 um 2,7 Prozent gesunken


Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Januar 2015 Waren im Wert von 14,6 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 2,7 Prozent weniger als im Januar 2014. Der Wert der Importe lag mit 16,3 Milliarden Euro um 7,6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Im Warenaustausch mit den Ländern der Europäischen Union (EU 28) fielen die Ausfuhren im Januar 2015 mit 9,7 Milliarden Euro um 2,1 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor; die Einfuhren summierten sich hier auf 9,6 Milliarden Euro (-10,3 Prozent). Der Wert der Exporte in die Nicht-EU-Staaten verringerte sich um 3,9 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Auch bei den Importen war ein Rückgang (-3,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro) zu verzeichnen.

Infografik:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2015/70_15.png

Hinweis: Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur begrenzt sinnvoll. (IT.NRW)

Mehr Informationen zur Entwicklung des NRW-Außenhandels finden Sie unter:
www.it.nrw.de/statistik/l/index.html"

Quelle: Pressemitteilungen von IT.NRW

27.03.15 NRW-Industrie: Produktion im Januar 2015 um ein Prozent niedriger als ein Jahr zuvor

Pressemitteilungen von IT.NRW:


 
NRW-Industrie: Produktion im Januar 2015 um ein Prozent niedriger als ein Jahr zuvor


Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erreichte im Januar 2015 einen Indexwert von 94,8 Punkten (Basisjahr 2010 = 100, arbeitstäglich bereinigt) und war damit um ein Prozent niedriger als im Januar 2014. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, hat sich die Produktionsleistung - nach Saisonbereinigung - gegenüber dem Vormonat (Dezember 2014) um 1,7 Prozent verringert.

Im Vergleich zum Ergebnis des entsprechenden Vorjahresmonats hat sich die Produktion im Januar 2015 in den verschiedenen Bereichen überwiegend positiv entwickelt: Der Output an Gebrauchsgütern war um 5,5 Prozent, der von Investitionsgütern um 3,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Hersteller von Verbrauchsgütern meldeten ebenfalls ein Plus (0,8 Prozent). Lediglich die Produktion von Vorleistungsgütern (-3,8 Prozent) lag unter dem Niveau von Januar 2014. (IT.NRW)"

Quelle: Pressemitteilungen von IT.NRW

30.03.15 NRW-Unternehmen erzielten 0,5 Prozent weniger Umsatz im Jahr 2013

Pressemitteilungen von IT.NRW:


N
RW-Unternehmen erzielten 0,5 Prozent weniger Umsatz im Jahr 2013

Der Gesamtumsatz der nahezu 671 000 in Nordrhein-Westfalen ansässigen Unternehmen belief sich im Jahr 2013 auf 1,38 Billionen (1 375 215 578 000) Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik mitteilt, konnten die Unternehmen das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahr 2012 somit nicht ganz erreichen. Sowohl die Zahl der Unternehmen (-2 136 bzw. -0,3 Prozent) als auch die Umsätze (-6,5 Milliarden Euro bzw. -0,5 Prozent) waren niedriger als ein Jahr zuvor.

Der Wirtschaftsbereich "Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" war mit einem Umsatzvolumen von 494 Milliarden Euro (+1,8 Prozent) auch im Jahr 2013 der umsatzstärkste, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe (395 Milliarden Euro; -3,8 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe war mit einem Auslandsumsatz von 144 Milliarden Euro (2012: 149 Milliarden Euro) der exportintensivste Bereich: Die Exportquote lag hier bei 36,5 Prozent (2012: 36,3 Prozent) und war damit mehr als doppelt so hoch wie die durchschnittliche Exportquote aller Wirtschaftsbereiche, die im Jahr 2013 bei 15,8 Prozent (2012: 16,2 Prozent) lag.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass in der Umsatzsteuerstatistik nur die Angaben von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 17 500 Euro berücksichtigt werden. Zum Gesamtumsatz zählen die Statistiker dabei neben den Inlandsumsätzen auch den Wert der Lieferungen und Leistungen an EU-Länder sowie den der Exporte in Drittländer. (IT.NRW)"

Quelle: Pressemitteilungen von IT.NRW

26.03.15 Im NRW-Handwerk waren im Jahr 2012 fast 1,08 Millionen Menschen beschäftigt

Pressemitteilungen von IT.NRW:


 
Im NRW-Handwerk waren im Jahr 2012 fast 1,08 Millionen Menschen beschäftigt


Im Jahr 2012 waren in 114 000 nordrhein-westfälischen Handwerksunternehmen nahezu 1,08 Millionen Menschen beschäftigt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen der jüngsten Handwerkszählung mitteilt, setzte das NRW-Handwerk 2012 knapp 109,6 Milliarden Euro um. Damit war der Umsatz um 0,7 Prozent und die Zahl der tätigen Personen um 0,4 Prozent höher als im Jahr 2011.

Mit 768 000 waren im Jahr 2012 in Handwerksunternehmen 0,9 Prozent mehr tätige Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt als 2011. Die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse verringerte sich hingegen um 1,2 Prozent auf 192 000.

Die Ergebnisse der Handwerkszählung beruhen auf der registergestützten Auswertung von Verwaltungsdaten. Hier nicht berücksichtigt sind daher Kleinstbetriebe, die weder steuerbare Umsätze noch sozialversicherungspflichtig Beschäftigte für das Jahr 2012 angegeben hatten. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie im Internet unter:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2015/pdf/62_15.pdf"

Quelle: Pressemitteilungen von IT.NRW

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