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16.03.15 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2015

BMWi-Pressemitteilungen:

„Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2015

  • Die deutsche Wirtschaft befindet sich wieder im Aufschwung. Die konjunkturelle Schwächephase des vergangenen Sommers ist überwunden.
  • Die Industriekonjunktur hat sich belebt. Indikatoren für Auftragseingänge, Produktion und Umsatz bleiben trotz gedämpfter und teilweise negativer Januar-Daten in der Tendenz aufwärtsgerichtet. Der milde Winter hat der Bauwirtschaft zusätzliche Impulse verliehen.
  • Die positiven Tendenzen am Arbeitsmarkt halten an. Dies sorgt für steigende Einkommen und stützt den privaten Konsum.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich zu Jahresbeginn wieder im Aufschwung. [1] Die konjunkturelle Schwächephase des vergangenen Sommerhalbjahrs ist überwunden. Im Jahresschlussquartal 2014 nahm das Bruttoinlandsprodukt überraschend stark um 0,7 % zu. [2] Auch im Gesamtjahr 2014 hat sich die gesamtwirtschaftliche Leistung mit einem Anstieg um 1,6 % insgesamt gut behauptet. Zur Belebung am Jahresende hat das Zusammenspiel einer Reihe von Faktoren beigetragen. Die deutsche Wirtschaft ist allgemein in einer guten Verfassung. Die Unternehmen insgesamt sind international wettbewerbsfähig und solide finanziert. Zudem hat sich die Binnennachfrage nicht zuletzt dank des robusten Arbeitsmarktes in einem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen. Zwar bestehen geopolitische Konflikte fort, die Unsicherheit und die Risiken, die von ihnen ausgehen, werden von der Wirtschaft mittlerweile aber offenbar wieder geringer eingeschätzt. Hinzu kamen stimulierende Faktoren wie vor allem der Rückgang der Ölpreise, der schwache Euro und die expansive Geldpolitik, die nicht zuletzt die Börsen beflügelt. Die Stimmungsindikatoren haben sich daher wieder aufgehellt. Die Einkommenserwartungen der privaten Haushalte sind positiv. Der milde Winter hat zu Jahresbeginn ebenfalls stützend gewirkt und der Bauwirtschaft Impulse verliehen. Insgesamt wird sich der Aufschwung im Frühjahr fortsetzen. Die relativ schwache Produktion des Verarbeitenden Gewerbes im Januar warnt allerdings davor, die Erwartungen zu hoch zu schrauben, denn das außenwirtschaftliche Umfeld ist nach wie vor schwierig.

Die globale Wirtschaft entfaltet weiterhin wenig Dynamik. Die Weltindustrieproduktion erhöhte sich im letzten Jahresviertel 2014 ähnlich wie schon in den Vorquartalen mit einer Rate von ungefähr einem Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das Wachstum in den Schwellenländern blieb ungewöhnlich verhalten und fiel insgesamt nicht höher aus als in den entwickelten Volkswirtschaften. Ein moderates, aber stabiles Wachstum war allein in Asien zu verzeichnen. In den Industriestaaten waren die Wachstumsimpulse zuletzt regional wieder etwas breiter verteilt. Neben den Vereinigten Staaten fiel die wirtschaftliche Aktivität auch im Euroraum und in Japan spürbar höher aus. Insgesamt erwartet der IWF, dass die Weltwirtschaft im laufenden Jahr angesichts der vielfältigen strukturellen Herausforderungen wenig beschleunigt um etwa 3,5 % wachsen wird.

Der deutsche Außenhandel entwickelte sich im Januar schwächer, nachdem er in den Vormonaten zum Teil kräftig zugelegt hatte, sodass die positive Grundtendenz erhalten blieb. Im Januar 2015 wurden saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen 2,1 % weniger Waren als im Vormonat exportiert. Die Wareneinfuhren nahmen gegenüber dem Vormonat nur leicht um 0,3 % ab. Im Dreimonatsvergleich sind aber sowohl die Auslandsumsätze als auch die Auslandsbestellungen spürbar gestiegen, wobei die stärksten Impulse aus den Ländern des Euroraums kamen. Für die kommenden Monate haben sich Exporterwartungen der Unternehmen weiter aufgehellt. Dazu dürfte auch die Euroabwertung beigetragen haben, die zu einer spürbaren Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit führt.

Die Schwächephase in der Industrie ist überwunden. Die Produktion nahm im Januar aufgrund verschiedener Brückentage zwar nicht weiter zu, blieb aber - auch aufgrund deutlich nach oben revidierter Dezemberergebnisse - in der Tendenz spürbar aufwärtsgerichtet. Dies gilt insbesondere für die Investitionsgüterproduzenten. Positiv entwickelten sich auch die Industrieumsätze, die im Januar um 1,2 % zunahmen. Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft haben in den letzten Monaten an Dynamik gewonnen. Bei den Auftragseingängen konnte das starke Dezemberergebnis allerdings nicht gehalten werden. Die Gegenbewegung im Januar fiel mit -3,9 % recht kräftig aus. Dies ändert aber nichts an der weiterhin positiven Grundtendenz, wie sie die weniger schwankungsanfälligen Mehrmonatsvergleiche signalisieren. Auch die einschlägigen Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima hellten sich weiter auf. Die Indikatoren für das Baugewerbe zeichnen wieder ein deutlich freundlicheres Bild. Im Januar wurde die Bauproduktion auch dank des milden Winters spürbar um 5,0 % ausgeweitet. Zudem wurden die Ergebnisse für die zurückliegenden Monate zum Teil deutlich nach oben revidiert. Im vierten Quartal 2014 ist die Bauproduktion beispielsweise nicht, wie zuvor ausgewiesen, um 1,0 %, sondern lediglich um 0,1 % zurückgegangen. Auch die rückläufige Entwicklung bei den Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe scheint beendet. Getrieben durch den Wohnungsbau stiegen diese im Dezember bereits wieder den dritten Monat in Folge an. Angesichts der guten Rahmenbedingungen bleibt das Geschäftsklima im Baugewerbe überdurchschnittlich.

Der private Konsum hat sich in den vergangenen Quartalen als zentrale Stütze der deutschen Konjunktur erwiesen. Im letzten Jahr sind die privaten Konsumausgaben um real 1,2 % gestiegen und haben damit merklich zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beigetragen. Die anhaltend günstige Situation am Arbeitsmarkt, verbunden mit einer soliden Einkommensentwicklung, führt zu einem deutlichen Anstieg der verfügbaren Einkommen. Aufgrund der niedrigen Rohölpreise steigt das Verbraucherpreisniveau kaum an bzw. ist sogar rückläufig. Die privaten Haushalte verfügen gegenüber dem Vorjahr über einen deutlichen Gewinn an Kaufkraft. Die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) legten in den letzten Berichtsmonaten sehr kräftig zu. Aufgrund anhaltend günstiger Rahmenbedingungen rechnet die Bundesregierung mit einem beschleunigten Zuwachs der privaten Konsumausgaben im Jahr 2015 von 1,6 %.

Der Arbeitsmarkt setzt seine positive Entwicklung fort. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar jahreszeitlich bedingt zwar wieder leicht über die Drei-Millionen-Marke gestiegen, ging im Februar aber bereits wieder leicht um 15.000 Personen zurück. Saisonbereinigt entsprach dies einem Rückgang um 20.000 Personen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich im Dezember saisonbereinigt kräftig um 57.000 Personen. Die Erwerbstätigkeit legte im Januar saisonbereinigt um 42.000 Personen zu. Nach Ursprungszahlen waren damit etwa 42,5 Mio. Personen im Inland erwerbstätig, 408.000 mehr als vor einem Jahr. Die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt haben sich im Februar uneinheitlich entwickelt, sprechen aber insgesamt für eine weiterhin positive Entwicklung am Arbeitsmarkt.

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Hinweis:
Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der April-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 13. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 10. März 2015 vorlagen.
[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten."

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen


13.03.15 NRW-Einzelhändler steigerten Umsätze im Januar 2015 um 4,1 Prozent

Pressemitteilungen von IT.NRW:


 NRW-Einzelhändler steigerten Umsätze im Januar 2015 um 4,1 Prozent


Düsseldorf (IT.NRW). Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel waren im Januar 2015 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 4,1 Prozent höher als im Januar 2014. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren die Umsätze nominal um 2,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigtenzahl im Einzelhandel lag um ein Prozent über dem Ergebnis von Januar 2014.

In der monatlichen Stichprobenerhebung werden nur Unternehmen des nordrhein-westfälischen Einzelhandels mit einem jährlichen Mindestumsatz von 250 000 Euro befragt."


Quelle: Pressemitteilungen von IT.NRW

12.03.15 Industrie 4.0: Hightech Strategie mit Zukunft

Pressemitteilung von Fachhochschule Südwestfalen:

Fachhochschule Südwestfalen veranstaltet ab 17. März öffentliche Ringvorlesung für Unternehmen und Studierende.
SIHK und Märkischer Arbeitgeberverband sind Kooperationspartner


Iserlohn. Industrie 4.0, Vierte Industrielle Revolution oder kurz i4.0: Hinter diesen Begriffen verbirgt sich die Zukunft der industriellen Fertigung. Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung mit dem in erster Linie die Informatisierung der Fertigungstechnik vorangetrieben werden soll. Die zukünftige Industrieproduktion, so das Ziel, stellt die Individualisierung der Produkte in den Vordergrund und integriert Kunden und Geschäftspartner in die Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse. Die Fachhochschule Südwestfalen startet in Kooperation mit der Südwestfälischen Industrie und Handelskammer zu Hagen und dem Märkischen Arbeitgeberverband im März eine öffentliche Ringvorlesung „Industrie 4.0 – das Internet der Dinge“.

Das Thema ist interdisziplinär und dementsprechend beteiligen sich Hochschullehrer aus allen Standorten und verschiedenen Fachgebieten an der Ringvorlesung. Denn im Kern geht es bei Industrie 4.0 um die Integration von Fertigungstechnik, Kommunikationstechnik und Informationstechnik, um cyber-physikalische Systeme. „ In Südwestfalen sind viele Klein- und mittelständische Unternehmen beheimatet. Uns interessiert in erster Linie, ob Industrie 4.0. auch für die südwestfälische Wirtschaft eine Zukunftsstrategie ist. Was bei großen Unternehmen gut umsetzbar ist, bedarf bei kleineren und mittleren Unternehmen unter Umständen anderer Vorgehensweisen“, begründet Prof. Ulrich Lehmann vom Iserlohner Studiengang Informatik das Engagement der Hochschule.

Mit der Ringvorlesung, die an den Standorten Iserlohn, Hagen und Soest der Fachhochschule Südwestfalen angeboten wird, sollen nicht nur die Studierenden angesprochen werden. Insbesondere interessierte Unternehmen sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen.


Die Themen und Termine am Standort Iserlohn:

  • 17. März: „Einführung in das Thema Industrie 4.0“, Referent: Prof. Ulrich Lehman
  • 31. März: „Mobile Systeme – genau richtig für Industrie 4.0“, Referent: Prof. Dr. Walter Roth
  • 14. April: „Modellbasierte Entwicklung von Systemen“, Referent: Prof. Ulrich Lehmann
  • 21. April: „Intelligente Netzwerke für Industrie 4.0“, Referenten: Tillmann Armbruster, AUDI AG, Prof. Ulrich Lehmann, Prof. Dr. Ulf Witkowski
  • 12. Mai: „Intelligente Maschinen und Mensch-Maschine Kooperation“, Referenten: Prof. Ulrich Lehmann, Prof. Martin Venhaus
  • 09. Juni: „Die Rolle des Menschen in der Industrie 4.0“,. Referenten: Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen, TU Dortmund, Dirk Hackenberg, SIHK Hagen
  • 30. Juni: „Datensicherheit“, Referent: Prof. Dr. Marko Schuba, FH Aachen

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 15:45 Uhr in Raum H 309 der Fachhochschule Südwestfalen, Frauenstuhlweg 31 in Iserlohn

Die Themen und Termine am Standort Soest:

  • 24 März: „Cyber-physikalische Systeme“, Referenten: Prof. Ulrich Lehmann, Prof. Dr. Andreas Schwung
  • 28. März: „Embedded Systems für intelligente Subsysteme“, Referenten: Prof. Dr. Tobias Ellermeyer, Prof. Dr. Ulf Witkowski
  • 22. April: 8. Karrieretag auf dem Campus Soest
  • 02. Juni: „Datenvielfalt und –menge, BIG Data“, Referent: Prof. Dr. Ali Reza Samanpour
  • 16. Juni: „Software ersetzt Hardware, vernetzt die Cxx-Inseln und verkürzt Entwicklungszeit“, Referenten: Prof. Ulrich Lehmann, Prof. Dr. Andreas Schwung

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 15.45 Uhr in Raum R 10.001 der Fachhochschule Südwestfalen, Lübecker Ring, 2 in Soest


Die Themen und Termine am Standort Hagen:

  • 05. Mai:“ Kommunikation von Werkstücken und Produkten mit der Factory und der Logistikkette – RFID“, Referent: Prof. Dr. Thilo Skrotzki
  • 27. Mai: „Supply Chain Management“, Referenten: Prof. Dr. Hermann Johannes, Prof. Dr. Klaus Posten

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 15:45 Uhr in Raum MU13 der Fachhochschule Südwestfalen, Haldener Str. 182 in Hagen. 

Die Teilnahme an der Ringvorlesung ist kostenlos.
Um Anmeldung wird gebeten unter vpis.fh-swf.de/i40. Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

Am 23. Juni veranstaltet die Hochschule ein Podiumsgespräch zum Thema „Evolutionäre Einführung von Industrie 4.0“. Gesprächspartner sind Hans-Peter Rapp-Frick, Hauptgeschäftsführer der SIHK, Dirk Hackenberg, SIHK, Dr. Mikko Börkircher, Metall NRW, Prof. Dr. Haring Bolivar, Universität Siegen, Prof. Dr. Erwin Schwab, Prorektor für Forschung/ Technologietransfer der Fachhochschule Südwestfalen und Prof. Ulrich Lehmann.

Weitere Informationen zur Ringvorlesung unter www.cvci.fh-swf.de/i40

 Ringvorlesung Industrie 40

Foto: Organisator Prof. Ulrich Lehmann (5.v.l.) Studierende, Referenten und Kooperationspartnern


Quelle: Fachhochschule Südwestfalen

12.03.15 Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Januar 2015

BMWi-Pressemitteilungen:

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Januar 2015

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] im Januar gegenüber dem Vormonat preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt [2] um 0,6 % gestiegen. Zudem wurde das Dezember-Ergebnis deutlich auf 1,0 % nach oben revidiert. Dies betraf die Industrie und das Baugewerbe. Die Produktion in der Industrie blieb im Januar im Vergleich zum Vormonat unverändert (± 0,0 %). Die Produktion im Baugewerbe legte auch dank des milden Winters spürbar um 5,0 % zu.

In der Tendenz bleibt die Produktion im Produzierenden Gewerbe aufwärtsgerichtet. Im Durchschnitt der letzten drei Monate fiel die Erzeugung um 1,6 % höher aus als in der entsprechenden Vorperiode. Sowohl die Industrie- als auch die Bauproduktion legten im Mehrmonatsvergleich zu.

Das positive Ergebnis im Januar sowie die nach oben revidierten Daten für die Vormonate bekräftigen: Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort. Allerdings wurde die Industrieproduktion im Januar durch Brückentage gedämpft. Im Baugewerbe stellt sich die Entwicklung angesichts der milden Witterung und der Revisionen deutlich verbessert dar.


[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 06. März 2015.
[2] Vorläufige Angaben; Saisonbereinigungsverfahren Census X-12-ARIMA."

 


Quelle: BMWi-Pressemitteilungen

11.03.15 Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Januar 2015

BMWi-Pressemitteilungen:

Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Januar 2015

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Januar preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt [2] gegenüber dem Vormonat um 3,9 % gesunken. Im Vormonat waren sie leicht aufwärts revidiert um 4,4 % gestiegen. Anders als im Dezember war im Januar ein unterdurchschnittliches Volumen an Großaufträgen zu verzeichnen. Vor allem die Bestellungen von Investitions- und Vorleistungsgütern nahmen um 4,2 % bzw. 3,8 % ab. Die Rückgänge betrafen sowohl die Auftragseingänge aus dem Inland (-2,5 %) als auch aus dem Ausland (-4,8 %).

Im weniger schwankungsanfälligen und daher aussagekräftigeren Zwei- und Dreimonatsvergleich [3] nahmen die Auftragseingänge um 1,3 % bzw. 1,6 % weiter zu. Dies gilt sowohl für die Bestellungen aus dem In- und Ausland als auch für Vorleistungs- und Investitionsgüter.

Die Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Januar ist nicht zuletzt Folge der außergewöhnlich umfangreichen Bestellungen im Vormonat sowie geringer Großaufträge. In der Tendenz bleiben die Auftragseingänge ebenso wie die Industriekonjunktur insgesamt weiter aufwärtsgerichtet.


[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5. März 2015.
[2] Vorläufige Angaben; Saisonbereinigungsverfahren Census X-12-ARIMA.
[3] Monate Dezember/Januar gegenüber Oktober/November bzw. November/Dezember/Januar gegenüber August/September/Oktober."


Quelle: BMWi-Pressemitteilungen