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20.02.15 NRW: Industrieproduktion im Dezember 2014 um 3,2 Prozent gesunken

Pressemitteilungen von IT.NRW:

 NRW: Industrieproduktion im Dezember 2014 um 3,2 Prozent gesunken

Düsseldorf (IT.NRW). Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erreichte im Dezember 2014 einen Indexwert von 95,8 Punkten (Basisjahr 2010 = 100, arbeitstäglich bereinigt) und war damit um 3,2 Prozent niedriger als im Dezember 2013. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktionsleistung - nach Saisonbereinigung - aber um 2,5 Prozent höher als im Vormonat (November 2014).

Gegenüber dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahresmonats hat sich im Dezember 2014 lediglich der Output von Gebrauchsgütern erhöht (+5,0 Prozent). Dagegen lag die Produktion von Vorleistungsgütern um 6,4 Prozent, die von Investitionsgütern um 1,9 Prozent und die von Verbrauchsgütern um 1,1 Prozent unter dem Niveau vom Dezember 2013.

Ab dem Berichtsmonat April 2013 wurden die monatlichen Produktionsindizes für die Industrie vom bislang geltenden Basisjahr 2005 = 100 auf das neue Basisjahr 2010 umgestellt. Um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, erfolgte eine Rückrechnung bis Januar 2010. Die seitdem veröffentlichten Ergebnisse sind daher nur eingeschränkt mit früheren Veröffentlichungen vergleichbar."


Quelle: Pressemitteilungen von IT.NRW


16.02.15 DIW: Erwerbsquote von Frauen steigt stärker als die der Männer

G.I.B.-Newsletter Nr. 300:

"DIW: Erwerbsquote von Frauen steigt stärker als die der Männer

Die Erwerbsquote der Frauen ist seit 1995 um zehn Prozentpunkte gestiegen, die der Männer nur um einen Prozentpunkt - Gründe dafür sind unter anderem die zunehmend bessere und zu den Männern aufschließende Qualifikation der Frauen, ihre vermehrte Bereitschaft zur Teilnahme am Arbeitsleben und Veränderungen der Wirtschaftsstruktur."

Quelle: G.I.B.-Newsletter Nr. 300

19.01.15 Neues Fördermodul gestartet: Exportinitiative präsentiert deutsche Leuchtturmprojekte für Energieeffizienz im Ausland

BMWi-Pressemitteilungen:

" Neues Fördermodul gestartet: Exportinitiative präsentiert deutsche Leuchtturmprojekte für Energieeffizienz im Ausland

Mit seiner Exportinitiative Energieeffizienz unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ab sofort die Präsentation von innovativen Leuchtturmprojekten für energieeffiziente Gebäudelösungen "Made in Germany" im Ausland. Nach einer erfolgreichen Pilotphase 2013 im Baltikum und 2014 in Irland wird das Angebot nun sukzessive auf weitere Länder ausgeweitet. Die Bewerbung der Leuchtturmprojekte erfolgt in Form von Objektbesichtigungen, Expertenworkshops und Medienarbeit durch die deutsche Auslandshandelskammer (AHK) vor Ort. Deutsche Unternehmen können innovative und realisierte Projekte direkt der jeweiligen AHK vorschlagen.

"Gerade im Gebäudebereich können energieeffiziente Technologien weltweit einen wichtigen Beitrag leisten, um den Energieverbrauch zu reduzieren und damit CO2-Emissionen sowie Energiekosten von Verbrauchern, Unternehmen und der öffentlichen Hand zu senken", so der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake. "Vor dem Hintergrund der Energiewende verfügen gerade deutsche KMU - Planer, Architekten oder Produktanbieter - über herausragendes Know-how. Mit dem neuen Angebot der Exportinitiative Energieeffizienz möchten wir diese Kompetenzen im Ausland stärker in den Blickpunkt rücken und Multiplikatoren sowie Entscheider für die Chancen sensibilisieren, die energiesparende Gebäudelösungen bieten."

Die Vermarktungsaktivitäten sollen dazu beitragen, das oftmals schwer greifbare Thema Energieeffizienz anhand konkreter Objekte sichtbar zu machen und State-of-the-Art-Lösungen aus Anwenderperspektive zu präsentieren. Die beteiligten deutschen Firmen profitieren von der Bewerbung der Leuchttürme: Sie können ihre Referenzprojekte einem Fachpublikum vorstellen, ihr Netzwerk an Kontakten gezielt erweitern und damit die weitere Markterschließung vertiefen.

Die Exportinitiative Energieeffizienz des BMWi unterstützt deutsche Unternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten. Durch die Bereitstellung von Marktinformationen, Unterstützung bei der Kontaktanbahnung mit internationalen Kooperationspartnern und durch Marketingmaßnahmen wird der Markteinstieg erleichtert. Weiterführende Informationen zur Exportinitiative unter www.efficiency-from-germany.info.

Weitergehende Informationen zur aktuellen Energiepolitik finden Sie im alle 2 Wochen erscheinenden Newsletter "Energiewende direkt".
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Quelle: BMWi-Pressemitteilungen / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

12.02.15 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2015

BMWi-Pressemitteilungen:

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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2015


Datum: 11.2.2015

  • Die konjunkturelle Schwächephase des letzten Sommers ist überwunden. Auftragseingänge und Produktion in der Industrie sind im vierten Quartal gestiegen und die Stimmung in den Unternehmen hellt sich auf.
  • Die positiven Tendenzen am Arbeitsmarkt halten an. Dies sorgt für steigende Einkommen und stützt den privaten Konsum. Das Konsumklima befindet sich auf sehr hohem Niveau.
  • Dennoch bleibt das außenwirtschaftliche Umfeld schwierig. Ein Ende des Ukraine-Konflikts zeichnet sich nicht ab. Auch die politische Entwicklung in Griechenland birgt Unsicherheiten. Positive Impulse kommen vom niedrigen Ölpreis und dem schwachen Euro.

Deutschland hat seine konjunkturelle Schwächephase überwunden. [1] Nachdem die Wirtschaft im letzten Sommer mehr oder weniger stagnierte, deuten die aktuellen Indikatoren darauf hin, dass die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt. Im vierten Quartal legte die Industrieproduktion verhältnismäßig stark zu und sowohl die überraschend positive Entwicklung der Auftragseingänge als auch die deutlich verbesserte Stimmung in den Unternehmen lassen eine weitere Belebung erwarten. Der schwächere Eurokurs und der äußerst niedrige Ölpreis dürften ihren Beitrag dazu geleistet haben. Zudem entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter positiv. Ein hohes Maß an Beschäftigung, steigende Realeinkommen und niedrige Zinsen ermöglichen eine hohe Konsumnachfrage. Insgesamt rechnet die Bundesregierung für dieses Jahr daher mit einem ordentlichen Wachstum von 1,5 %, das hauptsächlich durch die Binnennachfrage getrieben wird. Gleichwohl bleiben mit Blick auf die Ukraine, auf die politische Entwicklung in Griechenland, aber auch mit Blick auf die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte konjunkturelle Risiken bestehen.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich weiterhin wenig dynamisch. Im November 2014 lag die Weltindustrieproduktion lediglich 2,5 % über dem Vorjahresniveau. Vor allem das Wachstum der Schwellenländer bleibt vergleichsweise verhalten. Für China erwartet der IWF in diesem Jahr eine weitere Abschwächung des BIP-Wachstums auf 6,8 % und für 2016 auf 6,3 %. Die russische Wirtschaft steht aus verschiedenen Gründen vor einer tiefen Rezession. Bei den Industriestaaten kommen lediglich aus den USA und dem Vereinigten Königreich verlässliche Impulse. Die japanische Wirtschaft hat sich in den letzten Monaten wieder etwas gefangen, dynamisches Wachstum ist aber nicht zu erwarten. Gleichzeitig bleibt die Erholung im Euroraum zögerlich. Die EU-Kommission rechnet in ihrer jüngsten Winterprognose für 2015 mit einem Wachstum von 1,3 %. Andererseits könnte der niedrige Ölpreis für eine etwas stärkere Belebung der Weltwirtschaft sorgen. Insgesamt erwarten IWF und EU, dass die Weltwirtschaft im laufenden Jahr wenig beschleunigt um etwa 3,5 % bzw. 3,6 % wachsen wird.

Das deutsche Auslandsgeschäft entwickelt sich positiv. Im Dezember stieg die Zahl der Ausfuhren saisonbereinigt um 3,4 % an. Die Wareneinfuhren gingen dagegen nicht zuletzt wegen der sinkenden Energiepreise leicht um 0,8 % zurück. Im vierten Quartal sind sowohl die Auslandsumsätze als auch die Auslandsbestellungen spürbar gestiegen, wobei die stärksten Impulse aus den Ländern des Euroraums kamen. Für die kommenden Monate haben sich Exporterwartungen der Unternehmen weiter aufgehellt. Dazu dürfte auch die Euroabwertung beigetragen haben, die zu einer spürbaren Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit führt. Vor dem Hintergrund der weiterhin zögerlichen Erholung der Weltwirtschaft rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2015 aber insgesamt nur mit einem geringen positiven Außenbeitrag von 0,1 Prozentpunkten.

Die deutsche Industrie hat ihre Schwächephase überwunden. Ihre Produktion stieg im Dezember kräftig um 0,5 % und damit bereits den vierten Monat in Folge. [2] Für das gesamte vierte Quartal ergab sich ein Plus von ebenfalls 0,5 %. Zuwächse waren insbesondere im Bereich der Vorleistungs- und Konsumgüter zu verzeichnen, aber auch die Erzeugung von Investitionsgütern stieg wie im Vorquartal leicht an. Positiv entwickelten sich auch die Industrieumsätze, die im Schlussquartal um 0,7 % zunahmen. Sowohl das Inlands- als auch insbesondere das Auslandsgeschäft konnten gesteigert werden. Zudem erhielt die Industrie im Dezember so viele Neuaufträge wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Im gesamten vierten Quartal lag das Bestellvolumen durch die zusätzliche Nachfrage aus dem In- und Ausland um 1,8 % über dem des Vorquartals. Die wichtigsten Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima oder die ZEW-Konjunkturerwartungen hellten sich weiter auf. Insgesamt sprechen die Indikatoren dafür, dass sich die Industriekonjunktur weiter beleben wird. Dagegen zeichnet sich in der Baubranche noch immer keine Trendwende ab. Die Bauproduktion ging auch im vierten Quartal zurück. Dies war der Entwicklung im Ausbaugewerbe geschuldet. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe entwickelte sich im vierten Quartal insgesamt positiv. Allerdings hat sich die Bestelltätigkeit im Bauhauptgewerbe seit letztem Frühjahr schwach entwickelt. Sie scheint sich nach Anstiegen im Oktober und November aber stabilisiert zu haben. Gleichwohl bewegt sich die Stimmung im Baugewerbe angesichts der grundsätzlich guten Rahmenbedingungen auf hohem Niveau.

Der private Konsum bleibt eine wichtige Stütze der Konjunktur. Im letzten Jahr sind die privaten Konsumausgaben real um 1,1 % gestiegen und haben damit kräftig zum Gesamtwachstum beigetragen. Die positive Entwicklung der Beschäftigung führt weiterhin zu einem merklichen Anstieg der verfügbaren Einkommen, der sich dank einer sehr moderaten Preisentwicklung in einen spürbaren Kaufkraftgewinn übersetzt. Die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind daher im vierten Quartal kräftig um 1,7 % gestiegen. Im Januar hellte sich die Stimmung unter den Einzelhändlern zudem spürbar auf und das Konsumklima bewegt sich weiterhin auf Rekordniveau. Aufgrund der günstigen Rahmenbedingungen rechnet die Bundesregierung daher damit, dass die privaten Konsumausgaben im Jahr 2015 nochmals beschleunigt um 1,6 % ansteigen werden.

Der Arbeitsmarkt setzt seine positive Entwicklung auch im neuen Jahr fort. Jahreszeitlich bedingt stieg die Zahl der Arbeitslosen zwar wieder leicht über die 3-Millionen-Marke, ging aber saisonbereinigt um weitere 9.000 Personen zurück. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im November saisonbereinigt erneut kräftig um 45.000. Die Erwerbstätigkeit legte im Dezember saisonbereinigt um 22.000 Personen zu. Nach Ursprungszahlen waren knapp 43 Mio. Personen im Inland erwerbstätig, gut 400.000 mehr als vor einem Jahr. Da sich auch die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt eher etwas aufhellten, dürften sich die günstigen Entwicklungen in den kommenden Monaten fortsetzen.

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 Hinweis:

Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der März-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 9. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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 [1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 10. Februar 2015 vorlagen.
[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten."

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen

16.01.15 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2015

BMWi-Pressemitteilungen:

" Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2015

  • Im Jahr 2014 ist die deutschen Wirtschaft im Durchschnitt relativ kräftig um 1,5% gewachsen.
  • Nach einer Stagnationsphase im zweiten und dritten Quartal ist die Konjunktur wieder moderat aufwärts gerichtet. Die Stimmung in den Unternehmen hellt sich auf. Auftragseingänge, Umsätze und Produktion in der Industrie dürften im Jahresendquartal zugenommen haben.
  • Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort, die Arbeitslosigkeit sinkt. Dies sorgt für steigende Einkommen und stützt den privaten Konsum.
  • Der schwache Euro und der Verfall der Mineralölpreise liefern zusätzliche Impulse.


Im Gesamtjahr 2014 hat sich die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Volkswirtschaft relativ kräftig um preisbereinigt 1,5 % und damit wieder deutlich stärker als in den beiden vorangegangenen Jahren erhöht. [1] Die Basis hierfür wurde auf der Nachfrageseite durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben gelegt (+1,1 %). Weitere Impulse kamen von den Investitionen in Ausrüstungen (+3,7 %) und Bauten (+3,3 %) sowie vom Außenhandel mit einem Wachstumsbeitrag von 0,4 Prozentpunkten. [2] Nach dem dynamischen Wachstum im Winterhalbjahr 2013/2014 schwächte sich die Konjunktur allerdings ab dem Frühjahr 2014 ab. Vor allem das außenwirtschaftliche Umfeld hatte sich merklich eingetrübt. Zum Jahresende 2014 hat die Erholung wieder verhalten eingesetzt. Die Stimmungsindikatoren haben sich spürbar aufgehellt. Die Auftragseingänge, die Umsätze und die Produktion in der Industrie dürften im vierten Quartal zugenommen haben. Die Beschäftigung ist in den vergangenen Monaten recht dynamisch weiter angestiegen. Der Rückgang der Mineralölpreise wirkt auf die Verbraucherpreise durch und stärkt die real verfügbaren Einkommen. Die Zurückhaltung bei den Investitionen hat sich zwar noch nicht gelegt, die Aufhellung der Geschäftserwartungen in der gewerblichen Wirtschaft verspricht aber Besserung. Insgesamt mehren sich Signale, die für eine sich verstärkende Erholung sprechen.

Auch das Wachstumstempo der Weltwirtschaft, das sich im Sommerhalbjahr 2014 abgeschwächt hatte, dürfte jetzt allmählich wieder etwas Fahrt aufnehmen. Ihre Dynamik wird aber wegen zahlreicher struktureller Probleme geringer bleiben als in früheren Aufschwungphasen. Dabei bleiben die Abwärtsrisiken vielfältig und beachtlich. Zur Abschwächung trug vor allem die stockende Erholung in der Eurozone und in Japan bei. Die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich und eine Reihe von Schwellenländern behielten demgegenüber ihr Wachstumstempo bei. Während die Dynamik in Asien etwas nachließ, haben die Schwellenländer in Lateinamerika sowie in Afrika und im Mittleren Osten damit begonnen, ihre Schwächephase zu überwinden. Der Rückgang der Ölpreise erhöht für sich genommen die Realeinkommen in den Abnehmerländern, bremst aber die Einkommensentwicklung in den Öl exportierenden Staaten. Per saldo dürften daraus für die globale Wirtschaft begrenzte positive Impulse entstehen.

Das deutsche Auslandsgeschäft entwickelt sich vor diesem Hintergrund positiv, aber wenig dynamisch. Das Rekordergebnis bei den Warenausfuhren vom Oktober konnte im November nicht übertroffen werden. Saisonbereinigt gingen die Ausfuhren um 2,1 % zurück. In der Tendenz blieben sie aber weiterhin aufwärts gerichtet. Die Wareneinfuhren legten im November um 1,5 % zu. Auch hier setzte sich die positive Entwicklung weiter fort. Die kurzfristigen Exporterwartungen der Unternehmen haben sich seit September merklich aufgehellt. Die Auftragseingänge aus dem Ausland und die Auslandsumsätze entwickelten sich ebenfalls positiv. Die Euroabwertung trägt zu einer spürbaren Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei.

Die einschlägigen Stimmungsindikatoren im Produzierenden Gewerbe haben sich zum Jahresende aufgehellt. Auch die Produktion, die Umsätze und die Auftragseingänge in der Industrie signalisierten erste Besserungstendenzen. Im November fiel die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt zwar geringfügig niedriger aus als im Oktober (-0,1 %), das Produktionsniveau im Oktober/November lag aber merklich über dem durchschnittlichen Niveau im dritten Quartal. [3] Während sich die Erzeugung im Baugewerbe bis zum November abschwächte (-0,6 %), erhöhte sich die Industrieproduktion mit einem leichten Plus von 0,3 % den dritten Monat in Folge. Gemessen an den Umsätzen kamen die Impulse hier aus dem Ausland. Im Inland wurden in den vergangenen drei Berichtsmonaten vor allem die Umsätze von Investitionsgütern spürbar ausgeweitet. Der Absatz von Vorleistungs- und Konsumgütern blieb dagegen tendenziell rückläufig. Trotz des Rückgangs um 2,4 %, der auch auf geringe Großaufträge zurückzuführen war, sind die industriellen Auftragseingänge in der Tendenz bereits aufwärts gerichtet. Auch hier kamen die Impulse aus dem Ausland. Im Baugewerbe zeichnet sich dagegen noch keine Trendwende ab. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe blieben trotz geringfügigen Anstiegs im Oktober (+0,6 %) in der Tendenz rückläufig. Angesichts der nach wie vor günstigen Rahmenbedingungen für den Bau ist hier aber nicht mit einer längeren Schwächephase zu rechnen. Alles in allem hat sich das Indikatorenbild im Produzierenden Gewerbe in den vergangenen Monaten leicht verbessert.

Der private Konsum stützt weiterhin die Binnennachfrage. Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt führten im dritten Quartal 2014 zum stärksten Reallohnanstieg seit drei Jahren. Unterstützt durch niedrigere Energiepreise gab es im Vergleich zum Vorjahr ein kräftiges Einkommensplus von 1,8 %. Nach einem schwachen Sommerhalbjahr sind die Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz-Handel) im Oktober und November kräftig gestiegen und lassen ein positives Schlussquartal erwarten. Dafür sprechen auch die jüngsten Ergebnisse des ifo Konjunkturtests: Im Dezember wurde die Geschäftslage von den Einzelhändlern deutlich besser eingeschätzt als in den beiden Vormonaten. Allerdings haben sich die Erwartungen spürbar verschlechtert. Das Konsumklima der Verbraucher blieb aber ungebrochen positiv und kletterte im Januar auf den höchsten Stand seit acht Jahren.

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin günstig. Die Arbeitslosigkeit ging im Dezember saisonbereinigt um 27.000 Personen zurück. Jahreszeitlich bedingt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen auf 2,76 Mio. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Oktober saisonbereinigt kräftig um 42.000 und die Zahl der Erwerbstätigen im November um 11.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen waren damit weiterhin etwas mehr als 43 Mio. Personen im Inland erwerbstätig. Da sich auch die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt eher etwas aufhellten, dürften sich die günstigen Entwicklungen in den kommenden Monaten fortsetzen. 

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 Hinweis:

Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der Februar-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 5. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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 [1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 15. Januar 2015 vorlagen.
[2] Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2014 vom 15. Januar 2015.
[3] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten. "


Quelle: BMWi-Pressemitteilungen