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04.03.15 Neue Alphakabine erweitert Laborausstattung an der FH Südwestfalen

Pressemitteilung von Fachhochschule Südwestfalen:

Neue Alphakabine erweitert Laborausstattung an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn - Geräusche im Auto sind unerwünscht

„Früher gehörte ein Klappern im Auto dazu“, sagt Prof. Dr. Ulrich Lichius. Heute ist man in dieser Hinsicht anspruchsvoller und Geräusche im Auto, ob innen oder außen, sind unerwünscht. Die Vermeidung von Geräuschen beschäftigt Ingenieure im Automobilbereich in allen Phasen der Fertigung. Das Labor für integrierte Produktentwicklung und Prozesssimulation der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn verfügt jetzt über eine Alphakabine zur Bestimmung von Schallabsorptionsgraden. Damit kann die Leistung schalldämpfender Teile im Auto ermittelt werden.


Die Bewertung von Geräuschen rund ums Auto ist durchaus unterschiedlich. Wird der Motorensound eines Porsches oder Ferraris als angenehm empfunden, ist man bei Innengeräuschen pingeliger und wenig tolerant, wie ein Blick in die einschlägigen Foren der Autohersteller zeigt. „Wir haben heute eine wesentlich höhere Sensibilisierung bei den Autofahrern. Geräusche werden als störend empfunden und verursachen oft Panik. Für die Hersteller wird also das akustische Verhalten im Auto immer wichtiger“, erläutert Lichius und ergänzt: „ Die Anforderung nach immer leichteren Autos bedingt den Einsatz neuer Werkstoffe, die auch nachhaltig sein sollen. Diese verursachen aber auch andere Geräusche, sie klingen anders als Blech. Deshalb gibt es auch immer mehr Teile im Auto, wo eine Geräuschmessung Sinn macht“.

In der neuen Alphakabine der Fachhochschule Südwestfalen können entsprechende Messungen durchgeführt werden. Die Alphakabine ist ein miniaturisierter Hallraum mit fünf Mikrofonen. Die zu messende Probe wird flächig in der Kabine ausgelegt und beschallt. Zur gleichmäßigen Beschallung befinden sich mehrere Lautsprecher in der Kabine und die fünf beweglichen Mikrofone in der Raummitte. Zunächst wird ohne Materialprobe gemessen, diese Werte werden dann mit den Messwerten der Probe verglichen und der Unterschied in Abhängigkeit von der Frequenz berechnet. „Rund 80 Alphakabinen sind weltweit im Einsatz. Wir haben hier ein standardisiertes Messverfahren für die Geräuschmessung. Die Autobauer erwarten von ihren Zulieferern Nachweise, dass eine Messung in der Alphakabine durchgeführt wurde“, erklärt Lichius.

Dies betrifft beispielsweise die Hersteller von Dämmmaterialien für Autos. Gewünscht ist hier eine effiziente Schalldämmung. Die Schaumstoffe einer Unterbodenverkleidung sollen für eine optimale Schallabsorption sorgen. Ob die Materialien dies leisten können, beweist eine Messung in der Alphakabine.

Die Anschaffung der Alphakabine, die einen Wert von rund 200.000 Euro hat, erfolgte im Rahmen eines großangelegten Forschungsprojektes der Iserlohner Hochschule. Zum Einsatz kommt das Gerät in der Lehre, gleichzeitig soll es weitere Forschungsvorhaben mit den Automobilzulieferern in Südwestfalen unterstützen. „Neben den praktischen Versuchen in der Alphakabine führen wir auch virtuelle Akustiksimulationen an den Bauteilen durch. Mit dem Thema Akustik beschäftigen sich bei uns auch einige Studierende im Rahmen ihrer Bachelor- oder Masterarbeiten“, verweist Dipl.-Ing. Michael Gieß, Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor von Professor Lichius, auf die Expertise der Hochschule.“

alphakabine

Foto: (v.l.n.r.) Michael Gieß und Prof. Dr. Ulrich Lichius mit Demonstratoren aus dem Forschungsprojekt „Akustik-Plus“, die in unterschiedlichen Materialien und Oberflächenstrukturen produziert worden sind, um das akustische Verhalten von Kunststoffbauteilen zu erforschen und zu optimieren.


Quelle: Fachhochschule Südwestfalen

 


02.03.15 NRW-Industrie: Nachfrage im Januar um zehn Prozent niedriger als ein Jahr zuvor

Pressemitteilungen von IT.NRW:

 NRW-Industrie: Nachfrage im Januar um zehn Prozent niedriger als ein Jahr zuvor

Düsseldorf (IT.NRW). Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im Januar 2015 preisbereinigt um zehn Prozent niedriger als im Januar 2014 und erreichten einen Indexwert von 95,1 Punkten (Basisjahr 2010 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt aufgrund vorläufiger Ergebnisse mitteilt, konnte sowohl die Auslands- (-6 Prozent) als auch die Inlandsnachfrage (-14 Prozent) das Vorjahresergebnis nicht erreichen.

Wie die Übersicht zeigt, war die Nachfrage sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland im Januar in drei von vier Industriebereichen rückläufig. Die höchsten Rückgänge gab es im Bereich der Vorleistungs- und Investitionsgüter. Im Bereich der Verbrauchsgüter war der Rückgang der Auftragseingänge moderater. Im Gebrauchsgütersektor lag das Ergebnis hingegen über dem des entsprechenden Vorjahresmonats. (IT.NRW)

Siehe auch Auftragseingangsindex für das Verarbeitende Gewerbe in NRW:
http://www.it.nrw.de/wl/wl_auftrag_verarbindex.html"

Quelle: IT.NRW

20.02.15 NRW: Industrieproduktion im Dezember 2014 um 3,2 Prozent gesunken

Pressemitteilungen von IT.NRW:

 NRW: Industrieproduktion im Dezember 2014 um 3,2 Prozent gesunken

Düsseldorf (IT.NRW). Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erreichte im Dezember 2014 einen Indexwert von 95,8 Punkten (Basisjahr 2010 = 100, arbeitstäglich bereinigt) und war damit um 3,2 Prozent niedriger als im Dezember 2013. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktionsleistung - nach Saisonbereinigung - aber um 2,5 Prozent höher als im Vormonat (November 2014).

Gegenüber dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahresmonats hat sich im Dezember 2014 lediglich der Output von Gebrauchsgütern erhöht (+5,0 Prozent). Dagegen lag die Produktion von Vorleistungsgütern um 6,4 Prozent, die von Investitionsgütern um 1,9 Prozent und die von Verbrauchsgütern um 1,1 Prozent unter dem Niveau vom Dezember 2013.

Ab dem Berichtsmonat April 2013 wurden die monatlichen Produktionsindizes für die Industrie vom bislang geltenden Basisjahr 2005 = 100 auf das neue Basisjahr 2010 umgestellt. Um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, erfolgte eine Rückrechnung bis Januar 2010. Die seitdem veröffentlichten Ergebnisse sind daher nur eingeschränkt mit früheren Veröffentlichungen vergleichbar."


Quelle: Pressemitteilungen von IT.NRW

23.02.15 DIW: Selbständigkeit lohnt sich doch

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie- Newsletter erfolghoch2:

 DIW: Selbständigkeit lohnt sich doch 


Der Schritt in die Selbständigkeit lohnt sich finanziell für viele, denn auch Solo-Selbständige verdienen nicht generell weniger als vergleichbare Angestellte.

Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in seinem aktuellen Wochenbericht. Dies widerspricht damit einem weit verbreiteten Vorurteil, viele Selbständige würden ein Kümmerdasein fristen. Selbständige mit Mitarbeitern erzielen mit großer Wahrscheinlichkeit ein höheres Einkommen als Angestellte.

Unternehmerische Selbständigkeit ist mit hohen Chancen und Risiken verbunden. Das zeigt sich an der - im Vergleich zu den Einkommen der Angestellten - relativ breiten Streuung der Einkommen von Selbständigen. Die weiteren Analysen verdeutlichen, dass insbesondere die Solo-Selbständigkeit ein hohes Einkommensrisiko birgt, es aber dennoch keinen Grund gibt, diese Erwerbsform grundsätzlich in ein schlechtes Licht zu rücken. Denn Solo-Selbständige können sowohl sehr niedrige als auch überproportional hohe Einkommen erwirtschaften. Die Ökonomen sprechen sich deshalb für eine höhere Durchlässigkeit zwischen den Erwerbsformen aus, damit Menschen beim Schritt in die Selbständigkeit und gegebenenfalls auch zurück in ein Angestelltenverhältnis nicht unnötig behindert werden. Insbesondere sollten die bürokratischen Abläufe bei Unternehmensgründungen und -schließungen und die damit verbundenen Fragen der Sozialversicherungen erheblich vereinfacht werden.

Weitere Informationen und Quelle: www.diw.de"


Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie- Newsletter erfolghoch2 / DIW

16.02.15 DIW: Erwerbsquote von Frauen steigt stärker als die der Männer

G.I.B.-Newsletter Nr. 300:

"DIW: Erwerbsquote von Frauen steigt stärker als die der Männer

Die Erwerbsquote der Frauen ist seit 1995 um zehn Prozentpunkte gestiegen, die der Männer nur um einen Prozentpunkt - Gründe dafür sind unter anderem die zunehmend bessere und zu den Männern aufschließende Qualifikation der Frauen, ihre vermehrte Bereitschaft zur Teilnahme am Arbeitsleben und Veränderungen der Wirtschaftsstruktur."

Quelle: G.I.B.-Newsletter Nr. 300