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28.12.16 Digitale Technologien in der Umformtechnik

Pressemitteilung der Fachhochschule Südwestfalen vom 19.12.16

 

"Digitale Technologien in der Umformtechnik
Fachhochschule Südwestfalen erhält 920.000 Euro an Forschungsgeldern

 

Iserlohn. Das Bundesministerium für Wirtschaft fördert ein neues Projekt an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Mit dem Projekt „Effizienzschub in der Massivumformung durch Entwicklung und Integration digitaler Technologien im Engineering der gesamten Wertschöpfungskette (EMuDig4.0) hat sich ein Konsortium aus Hochschulen und Industrie erfolgreich im Wettbewerb um eine öffentliche Projektförderung beworben.

Die Chancen von „Industrie 4.0" sind derzeit im politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Raum in aller Munde. Damit gemeint ist die Verzahnung der industriellen Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik auf der Grundlage intelligenter und digital vernetzter Systeme. Diese Vernetzung soll es möglich machen, nicht nur einen einzelnen Produktionsschritt, sondern die gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren. „Das ist natürlich auch ein Thema für die Branche Massivumformung“, erklärt Prof. Dr. Rainer Herbertz, Leiter des Labors für Massivumformung an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn und Mitglied des Konsortiums, „im Rahmen des neuen Forschungsprojektes möchten wir untersuchen, in welchem Umfang durch die Integration digitaler Technologien die Gesamtanlageneffektivität und damit die Wirtschaftlichkeit in der Massivumformung signifikant gesteigert werden kann“.

„Unser Ziel ist es, mittels zweier Demonstratoranwendungen eine methodische Vorgehensweise zu entwickeln, zu erproben und zu bewerten, mit der die Daten komplexer Produktionsanlagen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kontinuierlich erfasst, gespeichert, verarbeitet und analysiert werden können, um damit präventive Maßnahmen zur Steigerung der Gesamtanlageneffizienz abzuleiten und umzusetzen“, fasst Herbertz die Projektidee zusammen. Dabei werden gleich mehrere Technologiefelder mit der Wertschöpfungskette verzahnt . Die Rohmaterialerzeugung soll mittels eines “digitalen Fingerabdrucks“ bezüglich der Produktions- und Eigenschaftsdaten mit der Weiterverarbeitung verbunden werden. Bei den Produktionswerkzeugen möchte man den Werkzeugzustand bzw. den Verschleißstand frühzeitig ermitteln, um entsprechende vorbeugende Maßnahmen einleiten zu können. Gleiches gilt für die Produktionsanlagen. Bei dem Produktionsprozess Umformen einschließlich der Wärmebehandlung wird die prozesssichere Beherrschung aller Qualitätsanforderungen an die Umformprodukte angestrebt. Beim Logistikprozess geht es um die logistische Steuerung und Rückverfolgbarkeit von kleinstmöglichen Teilmengen eines gesamten Fertigungsloses.

Ausgestattet mit einem Gesamtfördervolumen von rund 4,7 Mio. Euro, wovon auf die Fachhochschule Südwestfalen ca. 920.000 Euro entfallen, ist das Projekt im Oktober gestartet. Dabei konnte sich „EMuDig4.0“ von insgesamt 79 eingereichten Projektvorschlägen als eines von 13 geförderten Projekten behaupten. Dem Projektkonsortium gehören neben der Fachhochschule Südwestfalen, die OTTO FUCHS KG aus Meinerzhagen, die Hirschvogel Automotive Group in Denklingen, die SMS group GmbH in Düsseldorf sowie zwei Institute der Universität Stuttgart an. Als assoziierte Partner sind die Georgsmarienhütte GmbH in Georgsmarienhütte, die SAP Deutschland SE & Co. KG in Walldorf und der Industrieverband Massivumformung e.V. in Hagen eingebunden.

„Dadurch, dass wir die einzelnen Prozessschritte digital vernetzen, möchten wir eine Effizienzsteigerung der gesamten Wertschöpfungskette erreichen. Für die Massivumformung als bedeutende Branche der deutschen Industrie stellt das eine große Chance dar, sich auch in Zukunft als Innovationstreiber aufzustellen“, ist sich Herbertz sicher. Mit Ergebnissen rechnen die Projektteilnehmer in drei Jahren."

 

 Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule Südwestfalen vom 19.12.16


23.12.16 NRW: Industrieproduktion im Oktober 2016 um 3,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Pressemitteilung von IT.NRW vom 19.12.16

 

"NRW: Industrieproduktion im Oktober 2016 um 3,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor

 

Düsseldorf (IT.NRW). Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erreichte im Oktober 2016 einen Indexwert von 102,3 Punkten (Basisjahr 2010 = 100, arbeitstäglich bereinigt) und war damit um 3,4 Prozent höher als im Oktober 2015. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, verringerte sich die Produktionsleistung gegenüber September 2016 – nach Saisonbereinigung - um 1,8 Prozent.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat entwickelte sich die Produktion im Oktober 2016 in allen Bereichen positiv: Der Output an Verbrauchsgütern stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent, der von Gebrauchsgütern um 4,5 Prozent. Die Hersteller von Vorleistungsgütern meldeten ein Plus von 2,5 Prozent und die Produktion von Investitionsgütern war um 1,6 Prozent höher als im Oktober 2015. (IT.NRW)

(329 / 16) Düsseldorf, den 19. Dezember 2016

Siehe auch Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe in NRW:
http://www.it.nrw.de/wl/wl_produktion_verarbindex.html"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 19.12.16

19.12.16 In NRW begannen 114 732 junge Menschen eine duale Ausbildung

Pressemitteilung von IT.NRW vom 14.12.16

 

"114 732 junge Menschen begannen in NRW eine duale Ausbildung

 

Düsseldorf (IT.NRW). Im Berufsbildungsjahr 2016 (Oktober 2015 bis September 2016) wurden in Nordrhein-Westfalen 114 732 Berufsausbildungsverträge in anerkannten Ausbildungsberufen des dualen Systems neu abgeschlossen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 2 040 Verträge (-1,7 Prozent) weniger als im Berufsbildungsjahr 2015. Das war der niedrigste Stand an Neuabschlüssen seit elf Jahren.

In drei von sechs Ausbildungsbereichen wurden in NRW mehr Verträge neu abgeschlossen als im Berufsbildungsjahr 2015: Im Öffentlichen Dienst (+5,1 Prozent auf 2 988), bei den Freien Berufen, zu denen Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater zählen (+0,9 Prozent auf 10 884) und im Handwerk (+0,3 Prozent auf 28 947) wurden mehr neue Azubis verzeichnet als ein Jahr zuvor. Rückgänge bei der Zahl der Neuabschlüsse gab es hingegen im größten Ausbildungsbereich "Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe" (-3,3 Prozent auf 69 083), in der Hauswirtschaft (-5,2 Prozent auf 423) und in der Landwirtschaft (-0,9 Prozent auf 2 409).

Über 38 Prozent der Berufsstarter konzentrierten sich auf nur zehn Ausbildungsberufe. Die meisten Auszubildenden (6 780) begannen im Berufsbildungsjahr 2016 eine Ausbildung im 2014 neu anerkannten Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Büromanagement. Auf den weiteren Plätzen folgten Verkäuferinnen und Verkäufer (5 940) sowie Kaufleute im Einzelhandel (5 715).

Betrachtet man die Entwicklung der Neuabschlüsse in den NRW-Bezirken der Bundesagentur für Arbeit, so ergaben sich die höchsten Steigerungsraten in den Agenturbezirken Gelsenkirchen (+3,7 Prozent auf 2 058), Rheine (+3,3 Prozent auf 3 246) und Krefeld (+2,8 Prozent auf 3 195). Die größten prozentualen Rückgänge ermittelten die Statistiker für die Bezirke Oberhausen(-8,2 Prozent auf 2 166), Duisburg (-5,5 Prozent auf 2 958), Düsseldorf (-5,5 Prozent auf 4 665) und Essen (-5,0 Prozent auf 3 768). (IT.NRW)

(325 / 16) Düsseldorf, den 14. Dezember 2016

Ergebnisse für NRW-Bezirke der Bundesagentur für Arbeit finden Sie unter:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/pdf/325_16.pdf"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 14.12.16

21.12.16 Umsätze im NRW-Einzelhandel im Oktober 2016 um 0,5 Prozent gesunken

Pressemitteilung von IT.NRW vom 15.12.16

 

"Umsätze im NRW-Einzelhandel im Oktober 2016 um 0,5 Prozent gesunken

 

Düsseldorf (IT.NRW). Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel waren im Oktober 2016 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 0,5 Prozent niedriger als im Oktober 2015. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, erhöhten sich die Umsätze nominal um 0,1 Prozent.

Für die ersten zehn Monate dieses Jahres ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel eine reale Umsatzsteigerung von 2,4 Prozent; nominal stiegen die Umsätze gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent.

Infografik: http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/326_16.png

Die Beschäftigtenzahl im Einzelhandel verringerte sich im Oktober 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 0,2 Prozent. (Vollzeitbeschäftigte: -0,2 Prozent; Teilzeitbeschäftigte: -0,1 Prozent). In den ersten zehn Monaten des Jahres erhöhte sich die durchschnittliche Beschäftigtenzahl um 0,2 Prozent, wobei im entsprechenden Vorjahreszeitraum die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,4 Prozent höher lag und die der Teilzeitbeschäftigten unverändert blieb (IT.NRW)

(326 / 16) Düsseldorf, den 15. Dezember 2016

Ergebnisse für Wirtschaftszweige und weitere Hinweise finden Sie unter:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2016/pdf/326_16.pdf"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 15.12.16

15.12.16 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2016

BMWi-Pressemitteilungen vom 12.12.16

 

"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2016

 

Datum: 12.12.2016

  • Das Wirtschaftswachstum dürfte im vierten Quartal wieder etwas Fahrt aufnehmen, nachdem es sich im dritten Quartal wie erwartet verlangsamt hatte.
  • Das weltwirtschaftliche Umfeld ist weiterhin schwierig, scheint sich aber allmählich ein wenig aufzuhellen, sodass sich die Exportaussichten etwas verbessern.
  • Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich im dritten Quartal stabilisiert und im Oktober seitwärts bewegt. Die Indikatoren deuten auf eine gewisse Belebung in den kommenden Monaten hin.
  • Die Nachfrage nach Arbeitskräften verliert etwas an Dynamik, bleibt aber weiterhin hoch. Der private Konsum erhält weiterhin zuverlässige Impulse vom Arbeitsmarkt.

Die Konjunktur dürfte im Jahresendquartal wieder etwas Fahrt aufnehmen. [1] Im dritten Quartal hatte sie sich abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm lediglich um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal zu. [2] Die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates wurden kräftig erhöht und auch die Bauinvestitionen ausgeweitet. Die Investitionen in Ausrüstungen wurden dagegen angesichts der schwachen Exportentwicklung und der Unwägbarkeiten aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld eingeschränkt. Im Ergebnis stand einer robusten Binnennachfrage ein negativer Wachstumsbeitrag des Außenhandels gegenüber. Die Weltkonjunktur scheint sich aber im zweiten Halbjahr ein wenig zu beleben. Das Geschäftsklima hat sich auch deshalb wieder spürbar aufgehellt. Die Bestellungen des Verarbeitenden Gewerbes erhielten im Oktober einen außergewöhnlichen Schub. Zwar hat sich der Anstieg der Beschäftigung seit dem Sommer auch in Dienstleistungsbereichen spürbar verlangsamt. Aber gerade auch im tertiären Bereich ist die Konjunktur nach einer zögerlichen Entwicklung im dritten Quartal weiter aufwärtsgerichtet. Die gesamtwirtschaftliche Leistung sollte daher im vierten Quartal etwas stärker zunehmen als im Vorquartal.

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich insgesamt etwas aufgehellt. Die weltweite Industrieproduktion ist weiter leicht aufwärtsgerichtet, was vor allem auf die Schwellenländer zurückgeht. In den Vereinigten Staaten hat die Konjunktur im dritten Quartal wieder an Dynamik gewonnen. Dies dürfte sich im vierten Quartal fortsetzen. Die Wirtschaftsleistung der EU-28 ist im dritten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Alle Länder konnten ein Wachstum verzeichnen. Das Vereinigte Königreich wuchs in Folge der Pfund-Abwertung nach dem Brexit-Referendum mit +0,5 % sogar recht deutlich. Das Wachstum in China schwächt sich tendenziell weiter ab, bleibt aber vergleichsweise hoch. Die großen rohstoffexportierenden Schwellenländer Russland und Brasilien dürften allmählich ihre Rezession verlassen. Auch in den Industriestaaten dürfte sich das Wachstum etwas beschleunigen. Insgesamt wird das globale Wachstum, aufgrund des schwachen ersten Halbjahrs, im Jahr 2016 geringer ausfallen als im Vorjahr. Die OECD erwartet im Jahr 2016 einen Anstieg des globalen BIP von 2,9 %. Im Jahr 2017 dürfte sich das Wachstum auf 3,3 % beschleunigen. Die Unsicherheiten bleiben allerdings nicht zuletzt aufgrund des Brexit, der Unwägbarkeiten der zukünftigen US-Politik und der politischen Lage in Italien hoch.

Angesichts der leichten Belebung der Weltkonjunktur sind die deutschen Ausfuhren wieder leicht aufwärtsgerichtet. Die temporäre Schwächephase im Sommer scheint überwunden. Saisonbereinigt sind die Ausfuhren im Oktober um 0,5 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Sie liegen nun wieder auf dem Niveau vom Frühjahr dieses Jahres. Die nominalen Einfuhren haben im Oktober mit saisonbereinigt 1,3 % etwas stärker zugenommen. Im Dreimonatsvergleich sind die Wareneinfuhren mit einem Zuwachs von 2,0 % in etwa so stark gestiegen wie die Ausfuhren mit 1,9 %. Vom Außenhandel gehen demnach per Saldo gegenwärtig keine deutlichen Wachstumsimpulse aus. Die Entwicklung der nationalen Konjunkturindikatoren wie die industriellen Auftragseingänge, die Exporterwartungen der Unternehmen sowie die der realen effektiven Wechselkurse deuten aber wie auch die allgemeine Einschätzung der Weltkonjunktur auf eine moderate Exportbelebung hin.

Die Industrieproduktion entwickelte sich zuletzt seitwärts. Sie stagnierte im Oktober annähernd mit +0,1 % im Vergleich zum Vormonat. Im Zweimonatsvergleich wurde die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,6 % und die von Investitionsgütern um 0,2 % ausgeweitet. Die Herstellung von Konsumgütern ging leicht zurück. Der deutliche Anstieg der Auftragseingänge zu Beginn des vierten Quartals (+4,9 %) hat kurzfristig noch zu keiner Ausweitung der Produktion in der Industrie geführt. Die Industrieproduktion konnte sich somit noch nicht nachhaltig aus der Stagnation im dritten Quartal lösen. Die Produktion im Baugewerbe hat sich dagegen zu Beginn des vierten Quartals um 1,7 % im Vergleich zum Vormonat deutlich erhöht. Die verbesserten industriellen Auftragseingänge und das günstigere Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe deuten nunmehr auf eine gewisse Belebung der Konjunktur im Produzierenden Gewerbe zum Jahresende hin.

Im dritten Quartal wurden die privaten Konsumausgaben um 0,4 % ausgeweitet und leisteten damit erneut einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum des BIP. Auch im Jahresschlussquartal dürfte der private Konsum eine wichtige Stütze der konjunkturellen Entwicklung bleiben. So sind die Umsätze im Einzelhandel im Oktober kräftig um 2,4 % gestiegen und auch die Kfz-Umsätze legten in den vergangenen Monaten wieder spürbar zu. Die Stimmung im Einzelhandel hat sich im November auf hohem Niveau verbessert und auch das GfK-Konsumklima der Verbraucher ist zuletzt gestiegen. Der Anstieg der Verbraucherpreise zum Vorjahr blieb mit 0,8 % im November noch moderat, dürfte aber allmählich weiter zunehmen.

Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzten sich fort, wenn auch verlangsamt. Die Erwerbstätigkeit ist in diesem Jahr weiter gestiegen, wenn auch seit den Sommermonaten nicht mehr ganz so dynamisch. Im Oktober lag sie bei gut 43,8 Mio. Personen, 0,8 % über Vorjahresniveau. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung indes ist seit Juni kein klarer Aufwärtstrend mehr erkennbar, wobei auch im September der Vorjahresstand deutlich überschritten (+1,3 %) wurde. Auch deuten die Frühindikatoren weiterhin auf eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften hin. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ist im November weiter leicht rückläufig. Sie sank im November saisonbereinigt um 5.000 Personen und beträgt nach den Ursprungszahlen 2,53 Mio. Personen. Tendenziell dürfte diese Entwicklung anhalten. Gebremst wird der Abbau durch den Zugang von Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt, der vor allem durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen aufgefangen wird. Insgesamt dürften vom Arbeitsmarkt auch weiterhin positive Impulse für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ausgehen.

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Hinweis:
Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der Januar-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 52. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 9. Dezember 2016 vorlagen.
[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten."

 

Quelle: BMWi-Pressemitteilungen vom 12.12.16

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