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21.04.2021 Neuer Schmiermittelprüfstand erweitert Forschungskapazitäten an der FH Südwestfalen

Pressemitteilung Fachhochschule Südwestfalen vom 23.03.2021

 

"Neuer Schmiermittelprüfstand erweitert Forschungskapazitäten an der FH Südwestfalen

Einzigartige Anlage an deutschen Hochschulen

Iserlohn. Ein neuer Schmiermittelprüfstand erweitert die Forschungskapazitäten in der Umformtechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Mit dieser bundesweit einzigartigen Anlage können insbesondere Untersuchungen zum ressourcen- und umweltschonenden Einsatz von Schmiermitteln durchgeführt werden.

Es funktioniert kalt, halbwarm oder warm. Bei der Massivumformung geht es darum, Stahl oder Metalle zu Gebrauchsgegenständen oder Bauteilen umzuformen. Massivumgeformte Produkte finden sich beispielweise in Flugzeugen, in der Bahn, in Windkraftanlagen oder im Motor, im Getriebe oder Fahrwerk eines PKWs. Damit diese Umformprozesse reibungslos ablaufen können, bedarf es Schmiermittel. Je nach Anwendung und eingesetztem Metall werden Salz, Öl oder andere Lösungen dafür verwendet.

Das Labor für Massivumformung an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn forscht unter anderem zu ressourceneffizienten Systemen zur Kühlung und Minimalmengenschmierung. „Wir entwickeln hier ein ganzheitliches Anwendungssystem, welches nicht nur die Schmierung und Kühlung von Umformbereich und Werkzeug übernimmt, sondern zeitgleich den entstehenden Materialabrieb prozesssicher aus dem Wirkbereich entfernt“, berichtet Prof. Dr. Michael Marré. „Ziel hierbei ist die Verbesserung der Produktivität und des ökologischen Fußabdrucks sowie die Reduzierung der prozessbezogenen Fertigungskosten. Der neue Schmiermittelprüfstand bietet uns jetzt mehr Untersuchungsmöglichkeiten“.

Die neue Anlage wurde speziell für die Fachhochschule gebaut und ist damit im Hochschulbereich einzigartig. „Wir forschen hier im Labor und an der Fachhochschule insgesamt anwendungsbezogen und mit der Industrie zusammen. Der Prüfstand baut unsere Möglichkeiten im Forschungstransfer weiter aus und auch die Studierenden profitieren von dieser High-Tech Ausstattung“, freut sich Marré."

 

 Quelle: Pressemitteilung Fachhochschule Südwestfalen vom 23.03.2021


19.04.2021 NRW: Im Februar 2021 wurden 29,6 Prozent mehr Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt als ein Jahr zuvor

Pressemitteilung von IT.NRW vom 13.04.2021

 

"NRW: Im Februar 2021 wurden 29,6 Prozent mehr Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt als ein Jahr zuvor

Düsseldorf (IT.NRW). Im Februar 2021 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 480 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 29,6 Prozent mehr als im Februar 2020 (damals: 1 914 Verfahren). 320 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 22,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 1 380 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Trotz der wirtschaftlichen Krise im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Zwölfmonatsdurchschnitt 2019: 446 Verfahren - 2020: 363 Verfahren). Ein Grund dafür könnte u. a. sein, dass auch im Februar 2021 die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages für Unternehmen teilweise weiterhin ausgesetzt war. Hinzu kommt die staatliche Unterstützung von Unternehmen durch besondere finanzielle Hilfen.

Den Anstieg der beantragten Insolvenzverfahren insgesamt verursachten die Verfahren der Verbraucher, dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose. Diese 1 760 Insolvenzanträge stiegen im Vergleich zum Februar 2020 um 49,4 Prozent. Eine mögliche Ursache für den Anstieg könnte das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein. Die Statistiker vermuten, dass überschuldete Privatpersonen vor allem im zweiten Halbjahr 2020 ihre Insolvenzanträge zurückgestellt haben und diese nun nach dem Jahreswechsel stellen. Außerdem beantragten 400 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (IT.NRW)"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 13.04.2021

12.04.2021 Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Berichtsmonat Februar 2021

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 09.04.2021

 

"09.04.2021 PRESSEMITTEILUNG
Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Berichtsmonat Februar 2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] kam es im Februar gebenüber dem Vormonat zu einer Abnahme der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,6 %. [2] Dabei verzeichneten die Industrie und das Baugewerbe Rückgänge von 1,8 % bzw. 1,3 %.

Im Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember verringerte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,9 %. Während der Ausstoß in der Industrie nur leicht abnahm (-0,6 %), fiel beim Baugewerbe der schwache Januar deutlich ins Gewicht (-8,8 %). Innerhalb der Industrie verzeichnete der gewichtige Bereich Kfz/Kfz-Teile einen Rückgang von 10,0 %. Im gleichsam wichtigen Maschinenbau gab es hingegen spürbare Zuwächse (+6,4 %).

Die Industrie erweist sich – trotz der Rückgänge in den letzten beiden Monaten – weiterhin als vergleichsweise robust. Die Verbesserung des ifo Geschäftsklimas und die positive Entwicklung der Auftragseingänge sprechen für einen positiven Ausblick für die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten. Es verbleiben allerdings Unsicherheiten durch die weitere Entwicklung des Pandemiegeschehens. Im Baugewerbe hat sich der starke Rückgang im Januar zuletzt merklich abgeschwächt.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 9. April 2021.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).

Downloads

2021/02 - Produktion im Produzierenden Gewerbe
Berichtsmonat Februar 2021
PDF: 224 KB

2021/02 - Produktion im Produzierenden Gewerbe - Lange Reihen
Berichtsmonat Februar 2021
PDF: 143 KB"

 

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 09.04.2021

16.04.2021 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2021

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 13.04.2021

 

"13.04.2021 PRESSEMITTEILUNG
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April2021

 

• Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 dürfte aufgrund der anhaltenden Corona-Einschränkungen wieder zurückgegangen sein. Für das Gesamtjahr 2021 stehen die Zeichen jedoch auf wirtschaftlicher Erholung. Die an Fahrt aufnehmende Impfkampagne und eine starke Weltwirtschaft verbreiten Zuversicht. Im Gesamtjahr 2020 war die Wirtschaftsleistung noch um 4,9 % zurückgegangen.

• Die Industrie erweist sich weiterhin als vergleichsweise robust. Die Stimmung und die Auftragslage in den Unternehmen entwickeln sich positiv. Für die Produktionsrückgänge im Januar und Februar waren vor allem Engpässe bei Halbleitern in der gewichtigen Kfz-Produktion maßgeblich. Im Baugewerbe hat sich der witterungsbedingte starke Rückgang im Januar zuletzt merklich abgeschwächt.

• Der Einzelhandel ist weiterhin durch die anhaltenden Schließungsverfügungen belastet, auch wenn sich die Umsätze ohne Kfz im Februar leicht erholten. Im Vergleich zum Vorjahr litt insbesondere der stationäre Handel unter den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, während der Internet- und Versandhandel merklich zulegen konnte.

• Am Arbeitsmarkt hat trotz steigender Infektionszahlen eine Frühjahrsbelebung eingesetzt. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich im März saisonbereinigt leicht und die Erwerbstätigkeit ging im Februar nur geringfügig zurück. Die Anzeigen für Kurzarbeit deuten darauf hin, dass die Zahl der Menschen in Kurzarbeit noch etwas zunehmen könnte, aber deutlich unter ihrem Niveau vom Frühjahr 2020 bleiben sollte.

Zuversicht hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung: Positive Erwartungen trotz anhaltenden Beschränkungen
Die wirtschaftliche Lage präsentiert sich im April zweigeteilt: Während die Dienstleistungsbereiche nach wie vor durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt sind, zeigt sich die Industriekonjunktur vergleichsweise robust. Der industrielle Ausstoß ist im Februar und Januar zwar gesunken, aber die Gründe hierfür sind nicht in einer mangelnden Nachfrage zu sehen, sondern beruhen auf Lieferengpässen von Halbleiterprodukten, die die Produktion in der Automobilindustrie beeinträchtigte. So stehen dem Rückgang bei der Produktion eine positive Entwicklung bei den Auftragseingängen und sehr zuversichtliche Exporterwartungen gegenüber. Die Stimmung in den Unternehmen ist so gut wie lange nicht mehr. Die wirtschaftliche Aktivität in vielen Dienstleistungsbereichen bleibt derweil von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung geprägt, wenngleich auch hier zuletzt etwas mehr Zuversicht zu beobachten war. Das zunehmende Tempo der Impfkampagne erhöht die Hoffnungen auf ein baldiges Zurückfahren der Beschränkungen. Die weitere Entwicklung der Wirtschaft hängt nun maßgeblich davon ab, wie nachhaltig das Infektionsgeschehen kontrolliert werden kann und wie schnell damit weitere Lockerungen möglich werden.

Im Rückblick hat die konjunkturelle Erholung des zweiten Halbjahrs 2020 im Schlussquartal 2020 durch eine zweite Pandemiewelle und den daraufhin vorgenommenen Maßnahmen zur Eindämmung deutlich an Schwung verloren. Dennoch wird für das Gesamtjahr 2021 ein Aufschwung erwartet, auch wenn die dritte Welle der Pandemie vermutlich für ein schwaches erstes Vierteljahr sorgen wird. Umso stärker können jedoch die Wachstumsimpulse sein, wenn die Beschränkungen aufgehoben werden und alle Einwohner ein Impfangebot bekommen haben. Dann dürfte auch der zuletzt schwächelnde private Konsum wieder anziehen, der besonders stark auf soziale Kontakte angewiesen ist. Gleichzeitig zeigt sich der deutsche Außenhandel und die damit eng verbundene Industriekonjunktur robust. Auch der Arbeitsmarkt konnte trotz der Belastungen durch die Pandemie eine Frühjahrsbelebung verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit sank im März saisonbereinigt leicht um 8.000 Personen.

Weltkonjunktur zunehmend auf Erholungskurs
Die Weltkonjunktur erholt sich zunehmend, auch wenn sie immer noch im Schatten der Pandemie steht. Die globale Industrieproduktion stieg im Januar zum neunten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat (+1,7 %). Damit übertraf der weltweite industrielle Ausstoß sein Vorkrisenniveau inzwischen merklich. Der Anstieg des Welthandels hat sich im Januar deutlich beschleunigt (+2,6 %) und lag ebenfalls spürbar über seinem Vorkrisenniveau. Auch die Stimmungsindikatoren sprechen für eine weitere Erholung der Weltwirtschaft. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex von J. P. Morgan/IHS Markit legte im März nochmals zu und notierte bei 54,8 Punkte (Februar: 53,2 Punkte); er bewegt sich damit klar oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Insbesondere die Stimmung bei den Dienstleistern machte einen deutlichen Sprung nach oben und lag nur noch knapp hinter den Erwartungen in der Industrie. Ein Grund für die zuversichtlichere Stimmung dürften die weltweiten Impfkampagnen sein.

Ausfuhren und Einfuhren im Plus
Der deutsche Außenhandel legt insgesamt zu. Der Wert der Waren- und Dienstleistungsexporte stieg im Februar gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt und nominal um 1,1 %, nach einem Plus von 2,2 % im Januar. Im Zweimonatsvergleich ergab sich ein spürbarer Zuwachs von 2,5 %. Die Einfuhren erhöhten sich im Februar deutlich um 2,7 %, nachdem sie im Januar allerdings einen Dämpfer erhalten hatten (-1,0 %). Im Zweimonatsvergleich kam es zu einem Plus von 0,5 %.

Auch auf nationaler Ebene spiegeln sich die Beschränkungen aufgrund der Pandemiebekämpfung kaum in den Frühindikatoren zur Außenwirtschaft wider, die von der Industrie dominiert wird. Der Saldo der ifo Exporterwartungen für das Verarbeitende Gewerbe stieg im März erneut kräftig an und erreichte seinen höchsten Wert seit Januar 2011. Die Auftragseingänge aus dem Ausland gingen im Februar nur leicht zurück (-0,5 %), im Januar hatten sie jedoch deutlich zugelegt (+3,2 %). Der Ausblick für den deutschen Außenhandel ist somit insgesamt positiv, insbesondere angesichts der guten Konjunktur in Asien und den Vereinigen Staaten. Auch der Euroraum hat zuletzt wieder etwas an Fahrt gewonnen.

Industriekonjunktur vergleichsweise robust
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Februar gegenüber dem Vormonat erneut zurückgegangen, was aber maßgeblich auf Sondereffekte zurückzuführen war. Der Ausstoß sank um 1,6 % nach einem Minus von 2,0 % im Januar. Die Industrie verzeichnete zuletzt einen Rückgang um 1,8 % (Januar: -0,4 %), wobei die Kfz-Produktion aufgrund von Engpässen im Halbleiterbereich noch einmal stark zurückging (-7,0 %). Die Erzeugung im Baugewerbe verringerte sich auch im Februar noch einmal witterungsbedingt um 1,3 %, nachdem sie im Januar einen kräftigen Dämpfer erhalten hatte (-10,5 %). Im Zweimonatsvergleich Februar/Januar gegenüber Dezember/November ergaben sich durchweg negative Raten: Der Ausstoß im Produzierenden Gewerbe sank um 1,9 %, in der Industrie um 0,6 % und im Bau um kräftige 8,8 %.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nahmen indes im Februar erneut um 1,2 % zu. Damit überschritten sie ihr Niveau vom Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Pandemie, den fünften Monat in Folge. Den Ausschlag für den Anstieg gab diesmal die Inlandsnachfrage (+4,0 %), während die Aufträge aus dem Ausland um 0,5 % sanken. Insbesondere die Bestellungen in den gewichtigen Wirtschaftszweigen Kraftfahrzeuge und Maschinen legten merklich um 3,4 % bzw.
2,2 % zu. Bereinigt um Großaufträge nahmen die Auftragseingänge um 1,5 % zu. Im Zweimonatsvergleich erhöhten die Ordereingänge leicht um 0,5 %.

Für einen positiven Ausblick für die Industriekonjunktur sprechen die Verbesserung des ifo Geschäftsklimas und die gute Entwicklung der Auftragseingänge. Unsicherheiten verbleiben allerdings durch den weiteren Verlauf des Pandemiegeschehens.

Einzelhandel weiterhin durch Schliessungsverfügungen belastet
Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz haben sich aber zuletzt wieder etwas erholt. Im Februar sind die Umsätze gegenüber dem Vormonat leicht um 1,2 % gestiegen, nachdem die Verschärfung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung die Verkäufe im Januar und Dezember stark beeinträchtigt hatten (Januar: -6,5 %; Dezember:
-8,0 %). Die Entwicklung in den einzelnen Branchen des Einzelhandels verlief weiterhin sehr unterschiedlich. Nach wie vor war der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren von der Schließung vieler Einzelhandelsgeschäfte besonders betroffen, während der Internet- und Versandhandel gegenüber dem Vorjahr deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnete. Der Handel einschließlich Kfz nahm im Januar gegenüber dem Vormonat kräftig um 11,5 % ab, nachdem er bereits im Dezember um 3,6 % zurückgegangen war. Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter erholten sich im März jedoch spürbar und legten um 11,7 % zu (Februar: +5,1 %). Nach dem Auslaufen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze zu Jahresbeginn war es im Januar zu einem kräftigen Minus von 50,9 % gekommen.

Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel haben sich im März weiter von dem massiven Einbruch im Januar erholt. Auch beim GfK Konsumklima zeichnete sich eine Verbesserung ab. In die Umfragen zu den beiden Frühindikatoren dürften aber die erneute Verlängerung des Lockdowns und die zuletzt wieder deutliche Zunahme des Infektionsgeschehens zum größten Teil noch nicht mit eingeflossen sein.

Das Verbraucherpreisniveau hat sich im März gegenüber dem Vormonat um 0,5 % erhöht, nach Steigerungsraten von 0,7 % bzw. 0,8 % im Februar und Januar. Die Inflationsrate, die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, lag im März bei 1,7 % nach 1,3 % bzw. 1,0 % in den beiden Monaten zuvor. Im zweiten Halbjahr 2020 hatte die Inflationsrate aufgrund der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze fast durchgehend im negativen Bereich gelegen. Weitere Gründe für den sprunghaften Anstieg der Inflationsrate zu Beginn des Jahres sind die Erholung der Import- und Rohstoffpreise sowie die Einführung der CO2-Bepreisung. Während die gestiegenen Energiepreise im letzten Jahr noch den Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus gebremst haben, tragen sie inzwischen spürbar dazu bei. Nach Auslaufen dieser Sondereffekte dürfte sich Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus wieder abschwächen. Eine nachhaltige Erhöhung der Teuerungsrate ist nicht zu erwarten. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) lag im März wie schon im Februar und Januar bei +1,4 % (Dezember: +0,4 %).

Arbeitsmarkt zeigt Frühjahrsbelebung
Am Arbeitsmarkt ist es im Frühjahr trotz Belastungen durch die Pandemie zu einer Belebung gekommen. Diese könnte sich im Zuge von Verbesserungen beim Infektionsgeschehen sogar noch verstärken. Ein Jahr nach Beginn der Corona- Pandemie ist der Arbeitsmarkt allerdings immer noch stark von der Krise geprägt. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich im März saisonbereinigt leicht um 8.000 Personen und die Unterbeschäftigung um 10.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen sank die Arbeitslosigkeit deutlich um 77.000 auf 2,83 Personen. Der Vorjahresabstand belief sich auf +492.000 Personen. Die Erwerbstätigkeit nahm im Februar saisonbereinigt geringfügig um 13.000 Personen ab, die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich jedoch im März belebt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Januar saisonbereinigt leicht um 4.000 Personen an. In Kurzarbeit waren im Januar laut Hochrechnung erneut etwas mehr Personen (2,85 Mio.). Die Anzeigen für Kurzarbeit deuten darauf hin (rund 197.000 vom 1. Bis 25. März nach 535.000 im Februar und 975.000 im Januar), dass es zu einer weiteren Zunahme kommen könnte, aber die Zahl der Personen in Kurzarbeit deutlich unter dem Niveau vom Frühjahr letzten Jahres bleiben sollte. Die umfragebasierten Frühindikatoren von IAB und ifo entwickelten sich im März spürbar positiv und erreichten ihre höchsten Werte seit Februar 2020. Während es in der Industrie zu ersten Neueinstellungen kommt, sind im Einzelhandel weiter Entlassungen insbesondere bei Minijobs zu verzeichnen.

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Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage
Stand: April 2021
PDF: 92 KB"

 

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 13.04.2021

22.03.2021 NRW-Einzelhandel: Umsätze im Januar um 12,2 Prozent niedriger gegenüber dem Vorjahr

Pressemitteilung von IT.NRW vom 19.03.2021

 

"NRW-Einzelhandel: Umsätze im Januar um 12,2 Prozent niedriger gegenüber dem Vorjahr


Düsseldorf (IT.NRW). Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel waren im Januar 2021 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 12,2 Prozent niedriger als im Januar 2020. Den letzten Umsatzrückgang in einer ähnlichen Größenordnung hatte es Anfang 2010 gegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, sanken die Umsätze im Januar 2021 nominal um 10,9 Prozent.

Mit Ausnahme des Versand- und Internet-Einzelhandels (+34,5 Prozent) mussten im Januar 2021 alle Wirtschaftszweige Umsatzeinbußen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat hinnehmen: Im Einzelhandel mit Bekleidung (−74,9 Prozent) war der Rückgang noch stärker als im Vormonat (Dezember 2020). Auch der Einzelhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik (−48,4 Prozent), der Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und sonstigem Hausrat (−45,3 Prozent) und der Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln (−30,9 Prozent) verzeichneten gegenüber Januar 2020 überdurchschnittlich hohe Verluste.

Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel blieb im Januar 2021 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat mit +0,1 Prozent nahezu unverändert (Vollzeitbeschäftigte: −0,3; Teilzeitbeschäftigte: +0,4 Prozent).

Frühere Ergebnisse und Daten für weitere Wirtschaftszweige des Einzelhandels stehen in der Landesdatenbank NRW unter https://url.nrw/einzelhandel [1] bereit. (IT.NRW)


[1] https://url.nrw/einzelhandel

(94 / 21) Düsseldorf, den 19. März 2021

 

Weitere Informationen:
Umsatz und Beschäftigte im Einzelhandel NRWs – vorläufige Ergebnisse – Januar 2021 (Ergebnisse für Wirtschaftszweige und weitere Hinweise)
https://www.it.nrw/atom/11942/direct"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 19.03.2021

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