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29.10.2020 Der Ausbildungsmarkt in NRW – Chancen im „fünften Quartal“

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 29.10.2020

 

"Nr. 36 / 2020 – 29. Oktober 2020
Bilanz am Ausbildungsmarkt 2019/2020
Der Ausbildungsmarkt in NRW geht in die Verlängerung – Chancen im „fünften Quartal“

 

Für viele Unternehmen und Bewerberinnen und Bewerber wird es in diesem Jahr am Ausbildungsmarkt knapp. Ende September waren noch 8.900 Bewerber/innen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, gleichzeitig gab es fast 11.000 offene Stellen. Die Corona-Virus-Pandemie hat den Ausbildungsmarkt um mehrere Monate nach hinten verschoben. Bis zum Stichtag im September wurden weniger Ausbildungsverträge eingetragen als im Vorjahr: Der Westdeutsche Handwerkskammer­tag (WHKT) und die Industrie- und Handelskammern in NRW (IHK NRW) verzeichnen einen Rückgang. Die Verlängerung des Ausbildungsmarktes bis in den Januar hinein sollten Bewerber/innen wie Betriebe nutzen. Die Bundesagentur für Arbeit, IHK NRW und der WHKT läuteten bei einer gemeinsamen Zwischenbilanz das „fünfte Quartal“, die Nachvermittlungszeit* auf dem Ausbildungsmarkt ein.

„Wir sind uns einig, dass wir einen Corona-Einbruch auf dem Ausbildungsmarkt in NRW verhindern müssen. Der Nachwuchs, den wir heute nicht ausbilden, fehlt der Wirtschaft in NRW in wenigen Jahren“, so Torsten Withake, Chef der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (BA) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit IHK NRW und WHKT. Die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie haben die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in diesem Jahr deutlich geprägt. In der Zeit des Lockdowns im April, Mai und Juni gab der Ausbildungsmarkt bei den Stellenmeldungen wie bei der Zahl der Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber anderen Jahren deutlich nach. So meldeten Unternehmen und Betriebe bis Juni für das aktuelle Ausbildungsjahr 99.507 Ausbildungsstellen und damit 9,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher ging die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber zurück: Im Juni waren 12,1 Prozent und damit 13.981 junge Menschen weniger auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als im Vorjahresmonat.

Ab Juli kam wieder mehr Bewegung in den Ausbildungsmarkt. Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber meldeten trotz der oft herausfordernden Situation neue Ausbildungsstellen. Bis Ende September wurden insgesamt 110.568 Ausbildungsstellen bei den Agenturen für Arbeit gemeldet. Trotz der Belebung auf dem Ausbildungsmarkt im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 7,8 Prozent (9.363 Stellen). Die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber stieg bis Ende September auf 115.639 junge Menschen. Allerdings suchten ein Jahr zuvor noch 128.508 junge Frauen und Männer einen Ausbildungsplatz. Dies bedeutet einen Rückgang um 10,0 Prozent.

IHK NRW und WHKT unterstreichen, dass die Unternehmen trotz der Krise an ihrem Ausbildungsengagement festhalten. So seien in den letzten Monaten sogar mehr Ausbildungsplätze angeboten und mehr Verträge abgeschlossen worden als in den Vorjahresmonaten. Unter dem Strich stehe zum aktuellen Stichtag im Vergleich zum Vorjahr aber dennoch ein Minus bei den Ausbildungsverträgen. Bis Ende September wurden von den Industrie- und Handelskammern in NRW 58.380 Ausbildungsverträge abgeschlossen (minus 15,1 Prozent), bei den Handwerkskammern waren es 25.171 Ausbildungsverträge (minus 10,1 Prozent). IHK NRW und der WHKT sehen dafür vor allem zwei Hauptgründe: fehlende Kontaktmöglichkeiten zwischen Jugendlichen und Betrieben und drastische Geschäftseinschränkungen in manchen Branchen.

Bestehende Ausbildungsverhältnisse hingegen haben sich als sehr stabil erwiesen. Eine Umfrage der IHK-Organisation hat ergeben, dass nur 0,5 Prozent der Betriebe Ausbildungsverträge lösen mussten. „Die meisten Unternehmen haben selbst auf dem Höhepunkt der ersten Covid-Welle und danach Wege gefunden, weiter auszubilden. Ein eindrucksvoller Beweis, wie robust und zukunftssicher die duale Ausbildung in Deutschland ist. Mein Rat an alle jungen Menschen, die sich nicht sicher sind, wo sie die Reise hinführen soll: Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen auch jetzt im Herbst noch sehr gut – es ist nicht zu spät!" sagte Burkhard Landers, Vize-Präsident von IHK NRW.

Jetzt komme es darauf an, die nächsten Monate für den Ausbildungsmarkt in NRW zu nutzen und Bewerberinnen und Bewerber und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erfolgreich zusammenzubringen. Sowohl die Industrie- und Handelskammern als auch die Handwerkskammern werden bis in den Januar hinein Ausbildungsverträge eintragen.

„Die Betriebe des Handwerks in NRW erleben trotz Corona-Pandemie in den allermeisten Geschäftsbereichen eine gute Konjunktur. Daher wird im Handwerk weiter auf hohem Niveau ausgebildet und junge Menschen erleben, wie das duale Berufsbildungssystem Talente fördert – vom ersten Tag der Ausbildung, bis hin zum Meistertitel und zur Selbstständigkeit. Die Chancen im Handwerk stehen gut, ergreifen muss man sie selbst! Unsere Betriebe helfen dabei und appellieren an alle Jugendlichen, sich auch jetzt noch um einen Ausbildungsplatz im Handwerk zu kümmern und nicht auf das nächste Jahr zu warten“, sagte Hans Hund, Präsident des WHKT.

Der Ausbildungsmarkt geht im 5. Quartal in die Verlängerung: Jugendliche in Nordrhein-Westfalen können durch die Nachvermittlungsaktionen der Bundesagentur für Arbeit und der Kammern noch später ihre Ausbildung beginnen.

„Auf dem Ausbildungsmarkt beginnt jetzt mit dem 5. Quartal die in diesem Jahr entscheidende Phase. Wir hatten in den vergangenen Jahren bereits in vielen Branchen Fachkräfteengpässe. Damit sich diese nicht durch Corona zusätzlich verschärfen, müssen wir in NRW besonders darauf achten, dass wir trotz aller schwierigen Einschränkungen den Ausbildungsmarkt auf Kurs halten und unser Ziel erreichen, dass die Zahl der Ausbildungsmöglichkeiten in NRW stabil bleibt“, sagte Withake. „So sind in den vergangenen Monaten die Beratungsmöglichkeiten der Agenturen ausgebaut und weiterentwickelt worden – digital, aber auch vor Ort, in den Agenturen für Arbeit und in den Schulen. Mir ist wichtig, dass jeder junge Erwachsene ihre und seine Chance für den Start in die berufliche Zukunft erhält.“

Die BA NRW, IHK NRW und der WHKT, sind sich einig: Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen weiterhin gut und es ist noch nicht zu spät. Ende September gab es 10.958 freie Stellen und damit 8,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Außerdem gab es zum Stichtag 30.09.20 landesweit mehr freie Ausbildungsstellen als unversorgte Bewerberinnen und Bewerber. 8.900 junge Menschen waren noch auf der Suche nach einem dualen Ausbildungsplatz.

*Das Berufsberatungsjahr beginnt im Oktober und endet im September des folgenden Jahres, da die meisten dualen Ausbildungen i.d.R. im August oder September starten. Von November bis in den Januar läuft die Nachvermittlungszeit, das sogenannte „5.Quartal“, in der noch Ausbildungen begonnen werden können."

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Weitere Informationen:

Detaillierte statistische Daten und Grafiken zum Ausbildungsmarkt finden Sie unter https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Fachstatistiken/Ausbildungsmarkt/Ausbildungsmarkt-Nav.html.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen sowie hilfreiche Links zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten finden junge Menschen und ihre Eltern unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/zukunftklarmachen.


Kontakte für Ausbildungsplatzsuchende bei den IHKs in NRW und die IHK-Lehrstellenbörse sind hier zu finden: https://www.ihk-nrw.de/beitrag/kontakte-ausbildungsplatzsuche-nrw


Die Online-Plattform der Handwerkskammern in NRW und des Westdeutschen Handwerkskammertages unter dem Motto „Finde dein Handwerk“ finden Sie unter https://www.whkt.de/findedeinhandwerk/



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Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 29.10.2020


19.10.2020 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2020

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 14.10.2020

 

"14.10.2020   PRESSEMITTEILUNG

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2020

 
  • Die deutsche Wirtschaft erholt sich weiter. Das nationale und internationale Infektionsgeschehen belastet die wirtschaftliche Erholung aber nach wie vor. Nach der ersten starken Erholung im Mai und Juni gestaltet sich der weitere Erholungsprozess verhaltener.
  • Der Aufholprozess der Industrieproduktion wurde im August zwar unterbrochen. Verantwortlich dafür ist der gewichtige Bereich Kfz und Kfz-Teile. Der Ausblick bleibt angesichts merklich erholter Auftragseingänge und einer weiteren Stimmungsaufhellung seitens der Unternehmen jedoch positiv.
  • Auch der private Konsum erholt sich. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind seit Mai höher als vor der Krise. Der Absatz an Kfz hat sich merklich erholt und dürfte weiter aufholen. Die Stimmungsindikatoren deuten auf steigende Konsumausgaben im zweiten Halbjahr hin.
  • Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sind weiterhin markant, es zeigt sich aber bereits eine leichte Besserung. Im September nahm die Arbeitslosigkeit erneut ab und auch die Kurzarbeit verliert Monat für Monat an Bedeutung. Die Erwerbstätigkeit stieg im August den zweiten Monat in Folge an. Die Frühindikatoren zeigen weitere Besserungen an.

Allgemeine Lage: Wirtschaftliche Erholung schreitet voran

Die deutsche Wirtschaft erholt sich Schritt für Schritt. Nach der ersten kräftigen Belebung im Mai und Juni als Reaktion auf das Ende des harten Lockdowns kommt der weitere Erholungsprozess allerdings mühsamer voran. Die Corona-Pandemie hat weiterhin Verhaltensänderungen bei Konsumenten und Investoren zur Folge. Wirtschaftsbereiche, für die soziale Kontakte eine große Rolle spielen, sind davon besonders betroffen. Nichtsdestotrotz und obgleich des beunruhigenden Infektionsgeschehens signalisieren die aktuellen Konjunkturindikatoren jedoch eine fortgesetzte Erholung der Wirtschaft, unterstützt durch die umfangreichen konjunkturstützenden Maßnahmen der Bundesregierung. So dürfte angesichts des guten Einstiegs für das dritte Quartal das bei Weitem höchste Quartalswachstum ausgewiesen werden, das jemals ermittelt wurde. Für das vierte Quartal signalisieren die Indikatoren, wenn auch verlangsamt, die Fortsetzung des Erholungsprozesses. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrer aktuellen Gemeinschaftsdiagnose nunmehr von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr um 5,4 Prozent aus. Die Bundesregierung hatte in ihrer Interimsprojektion von Anfang September noch einen Rückgang um 5,8 Prozent projektiert. [1]

Weltwirtschaft weiterhin auf Erholungspfad

Die Weltkonjunktur ist nach wie vor durch die Pandemie beeinträchtigt, es gelingt ihr aber die Erholung mit etwas gedrosseltem Tempo fortzusetzen. Die globale Industrieproduktion erhöhte sich im Juli den dritten Monat in Folge, befindet sich aber noch um knapp 4,5 Prozent unterhalb des Niveaus vor einem Jahr. Der Welthandel wurde ebenfalls ausgeweitet und stieg gegenüber Juni um 4,8 Prozent, blieb damit jedoch noch um rund 6,5 Prozent unter Vorjahresniveau. Grund für Zuversicht liefern weiterhin die Stimmungsindikatoren. Insgesamt gab der Einkaufsmanagerindex von J. P. Morgan / IHS Markit, mit 52,1 Punkten im September aufgrund etwas schwächerer Einschätzungen der Dienstleister zwar leicht nach, er lag damit aber weiterhin deutlich über seiner Wachstumsschwelle. Die Welthandelsorganisation (WTO) geht mittlerweile davon aus, dass der Welthandel 2020 (-9,2 Prozent) weit weniger stark einbrechen wird als zunächst im Frühjahr befürchtet. Der Internationale Währungsfonds kündigte ebenfalls eine leichte Aufwärtsrevision seiner Prognose für das globale BIP und den Welthandel an.

Deutscher Außenhandel benötigt einen langen Atem

Im August wurde erneut ein Anstieg der Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen verzeichnet. Ihr Wert stieg saisonbereinigt und nominal um 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem er im Mai und Juni bereits zugenommen hatten. Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni ergab sich damit ein deutlicher Anstieg um 11,6 Prozent. Die Waren- und Dienstleistungseinfuhren hingegen erholten sich im August um kräftige 4,2 Prozent. Im Zweimonatsvergleich erhöhten sich die Einfuhren damit um 8,5 Prozent.

Bezüglich des Ausblicks steigt die Zuversicht bei den deutschen Unternehmen. Die ifo Exporterwartungen für das Verarbeitende Gewerbe etwa lagen im September per Saldo noch deutlicher im positiven Bereich als schon im August. Die Auftragseingänge aus dem Ausland erhöhten sich im August erneut kräftig um 6,5 Prozent und lagen damit sogar über dem Vorkrisenniveau des vierten Quartals 2019.

Insgesamt sind die Aussichten für den deutschen Außenhandel positiv, aber weiterhin Risiken ausgesetzt. Im Zuge der Erholung der wirtschaftlichen Aktivität in einer Vielzahl von Ländern dürfte der deutsche Außenhandel weiter zunehmen. Allerdings bleiben die Pandemie-bedingten Risiken für die Weltwirtschaft hoch. Die Pandemie ist global noch keineswegs auf dem Rückzug. Selbst bei Ausbleiben eines Rückschlags des Welthandels dürfte der Erholungsprozess des deutschen Außenhandels noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Werksferien im Kfz-Bereich dämpfen Industriekonjunktur

Der Aufholprozess im Produzierenden Gewerbe wurde im August unterbrochen. Saisonbereinigt wurde der Ausstoß um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgefahren. In der Industrie lag der Rückgang bei 0,7 Prozent. Hauptgrund für den geringeren Output waren Werksferien im Bereich Kfz und Kfz-Teile, die in diesem wichtigen Wirtschaftszweig maßgeblich zu Produktionseinbußen von 12,5 Prozent beigetragen haben, nachdem die Erholung hier zuletzt kräftig verlaufen war. Verbandsangaben sprechen zudem für einen äußerst starken Anstieg der Kfz-Produktion im September. Des Weiteren bremste im August das Minus von 1,8 Prozent im Maschinenbau vor dem Hintergrund der noch schwachen Auslandsnachfrage den allgemeinen Aufholprozess. Die Erzeugung in der Industrie insgesamt erreichte im August aber bereits wieder rund 88 Prozent ihres Vorkrisenniveaus im Februar 2020. Im Juli/August zusammen genommen lag die Industrieproduktion dabei mehr als 10 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Ergebnis des zweiten Quartals. Im Baugewerbe war im August ein leichter Produktionsrückgang um 0,3 Prozent zu verzeichnen. Im Energiesektor legte der Output dagegen mit einem Plus von 6,7 Prozent deutlich zu. Im Zweimonatsvergleich nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli/August gegenüber Mai/Juni um 5,8 Prozent zu. Die Industrie erhöhte ihren Ausstoß im selben Zeitraum 8,1 Prozent. Im Baugewerbe ergab sich ein Minus von 3,4 Prozent, während der Energiesektor ein Plus von 5,0 Prozent verzeichnete.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nahmen im August mit einem Plus von 4,5 Prozent im Vormonatsvergleich noch deutlicher zu als im Juli mit 3,3 Prozent. Dabei stieg die Nachfrage nach Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgütern jeweils in etwa gleichem Ausmaß. Getrieben wurde das Plus an Ordereingängen von einem deutlich erhöhten Bestellvolumen aus dem Euroraum (+14,6 Prozent). Die Aufträge aus dem Inland und aus dem Nicht-Euroraum legten hingegen nur leicht zu (+1,7 Prozent bzw. +1,5 Prozent). Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni ergab sich ein Orderanstieg um 18,9 Prozent. Nach der Lockerung des Lockdowns setzt sich die industrielle Erholung fort. Im August lagen die Auftragseingänge bereits wieder leicht unter dem durchschnittlichen Niveau des vierten Quartals 2019. Dabei spielten zuletzt allerdings auch Nachholeffekten auf Seiten der Auslandsbestellungen eine Rolle.

Trotz des mit zunehmender Erholung auch zu erwartenden Schwungverlusts sprechen die Stimmungsindikatoren, wie das ifo Geschäftsklima und der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit/BME, nach wie vor für eine weitere Erholung der Industriekonjunktur. Der Aufholprozess dürfte sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen.

Einzelhandel legt nach kräftiger Belebung im Mai weiter zu

Das Vorkrisenniveau wurde bereits seit Mai deutlich übertroffen. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind seit Mai im Aufwärtstrend, der sich im August mit einem Plus von 3,1 Prozent weiter fortsetzte. Der Handel mit Kfz nahm im Juli erneut zu (+22,6 Prozent) und übertraf sein Vorkrisenniveau vom Februar erstmals wieder. Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter gingen im September zwar erneut zurück (-3,5 Prozent; August -7,2 Prozent), allerdings war im Juli auch ein rasanter Zuwachs von +87,4 Prozent verzeichnet worden. Die Zahl der Neuzulassungen durch private Halter lag zuletzt weiterhin über der Marke von 100.000 Pkw pro Monat.

Frühindikatoren lassen eine Fortsetzung der Erholung erwarten. Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel verbesserte sich im September erneut leicht. Insgesamt überwiegen die positiven Einschätzungen. Beim GfK Konsumklima wird für Oktober eine leichte Besserung ausgewiesen. Bei den Verbraucherpreisen machte sich im September die befristete Senkung der Steuern auf den Umsatz weiter spürbar dämpfend bemerkbar, da sie zu einem beachtlichen Teil an die Verbraucher weitergegeben wird. Gegenüber August sanken die Preise erneut (-0,2 Prozent), was insbesondere auf die Entwicklung bei Dienstleistungen und Pauschalreisen zurückzuführen ist. Die Inflationsrate, die Preisentwicklung binnen Jahresfrist, lag im September bei -0,2 Prozent nach 0,0 Prozent im August. Eine niedrigere Inflationsrate war zuletzt im Januar 2015 gemeldet worden. Dabei sanken die Preise für Energieprodukte um 7,1 Prozent. Bei Nahrungsmitteln (+0,6 Prozent) hat sich die Teuerungsrate weiter etwas abgeschwächt. Bei Dienstleistungen verharrte der Preisanstieg bei 1,0 Prozent. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) lag im September bei +0,5 Prozent nach +0,7 Prozent im Vormonat.

Corona am Arbeitsmarkt weiter spürbar - erste Verbesserungen

Im Sommerquartal zeigen sich bereits erste Aufhellungen am Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung nahm den zweiten Monat in Folge leicht zu und die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gingen bei abflachender Kurzarbeit etwas zurück. Die saisonbereinigte Erwerbstätigkeit stieg im August um 19.000 Personen. Bis das Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht ist, wird es aber noch einige Quartale dauern. Das Stellenangebot und somit die Nachfrage nach Arbeitskräften nimmt weiterhin nur sehr verhalten zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Juli saisonbereinigt mit +5.000 Personen wie bereits im Vormonat geringfügig an, befindet sich damit jedoch um fast 400.000 Personen unter dem Höchststand im Februar vor Beginn der Pandemie. Der sinkende Trend bei der Kurzarbeit setzt sich fort. In Anspruch genommen wurde sie im Juli von 4,2 Mio. Beschäftigten, das waren knapp 400.000 Personen weniger als im Juni. Die registrierte Arbeitslosigkeit sank im September saisonbereinigt um 8.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen nahm die Arbeitslosigkeit auf 2,85 Mio. Personen ab. Der Vorjahresabstand hat sich auf +613.000 Personen verringert. Die verbesserten umfragebasierten Frühindikatoren von IAB, ifo und der BA lassen leichte Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt erwarten.

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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 14. Oktober 2020 vorlagen. Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie kalender- und saisonbereinigter Daten.

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Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage
Stand: Oktober 2020
PDF: 39 KB"

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 14.10.2020

12.10.2020 Gründerstipendium.NRW

Newsletter der Südwestfälischen IHK zu Hagen vom 30.09.2020

 

"Förderung für innovative Geschäftsideen: Land verlängert Gründerstipendium.NRW

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt mit dem Gründerstipendium.NRW bereits seit 2018 Existenzgründer dabei, ihre innovativen Geschäftsideen umzusetzen. Landesweit erhalten bereits 1.798 Existenzgründer dieses Stipendium. Das erfolgreiche Programm wird nun mit Wirkung zum 1. Oktober 2020 um weitere drei Jahre bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. „Wir begrüßen die Entscheidung des Ministeriums, die Erfolgsstory fortzusetzen, um weitere spannende Gründungsideen zu begleiten. Das Gründerstipendium bietet eine hervorragende Chance in die Gründerszene der Region einzusteigen“, erläutert Dr. Fabian Schleithoff, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK).

Über das Gründerstipendium.NRW können Gründer mit monatlich 1.000 Euro bis zu ein Jahr lang gefördert werden – entscheidend hierfür ist eine innovative Geschäftsidee. Das Land will angehenden Gründern so den Rücken freihalten, damit sie sich auf die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee konzentrieren können. Darüber hinaus erhalten Sie die Gelegenheit, sich in Gründernetzwerken auszutauschen und sich durch individuelles Coaching begleiten zu lassen.

Das STARTERCENTER NRW Märkische Region bei der SIHK zu Hagen ist als akkreditierter Netzwerkpartner zur Auswahl und Vergabe der Gründerstipendien berechtigt. Ansprechpartner für Bewerbungen und Förderbedingungen ist Franz Auer, 02331 390-291 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

25. September 2020"

 

 Quelle: Newsletter der Südwestfälischen IHK zu Hagen vom 30.09.2020

16.10.2020 GründerAtlas Südwestfalen 2020/21

Neuigkeiten aus dem Gründernetzwerk - September 2020 vom 24.09.2020

 

"Jetzt erschienen: Der GründerAtlas Südwestfalen 2020/21

Zum 2. Mal ist in diesem Spätsommer der „GründerAtlas Südwestfalen“ erschienen. Auf 100 Seiten bietet der GründerAtlas einen Überblick über Event-Formate für Gründer, Pitch-Wettbewerbe, Workshops, Seminare, Coworking-Möglichkeiten und Förderprogramme. Es werden Anlaufstellen für Gründer präsentiert – vom ersten Gedanken der Selbstständigkeit bis hin zu Angeboten für etablierte Start-ups. Hinzu kommen spannende Insights in die Szene und ausgewählte Gründerstories (in diesem Jahr über die Start-ups Humanizing, Hofladen Sauerland und Ontavio). Darüber hinaus werden alle Start-ups aus Südwestfalen, die schon Teil des Gründernetzwerks sind, ausführlich vorgestellt.

Den GründerAtlas in digitaler Version, sowie viele weitere Themen und Informationen rund um Südwestfalens Gründerszene finden Interessierte unter www.gruendernetzwerk-swf.de.

Hier geht’s zur digitalen Version des GründerAtlas Südwestfalen 2020/21:
https://gruendernetzwerk-swf.de/magazin/

Wer Interesse hat, kann bei uns aber auch eine hübsche Printversion ordern (kostenlos!):
https://gruendernetzwerk-swf.de/kontakt/"

 

 Quelle: Neuigkeiten aus dem Gründernetzwerk - September 2020 vom 24.09.2020

28.09.2020 DigiDay 2020 am 30. September

Newsletter der Südwestfälischen IHK zu Hagen vom 09.09.2020

 

"DigiDay 2020 am 30. September

Ob Home-Office, Videokonferenzen oder Online-Angebote: Corona hat quer durch alle Branchen für enorme Weiterentwicklungen bei der Digitalisierung gesorgt. Damit die südwestfälischen Unternehmen bei die Trends und Entwicklungen nicht nur Schritt halten, sondern auch vorne mit dabei sind, veranstaltet die SIHK am 30. September den „DigiDay“, den ersten Digitalisierungstag für Südwestfalen."

Mehr Infos: https://www.sihk.de/produktmarken/digitalisierung/digiday2020

Quelle:Newsletter der Südwestfälischen IHK zu Hagen vom 09.09.2020

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