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03.02.2020 Zahl der Erwerbstätigen stieg in NRW um 2019 um 0,9 Prozent

Pressemitteilung von IT.NRW vom 29.01.2020

 

"Zahl der Erwerbstätigen stieg in NRW um 2019 um 0,9 Prozent

Düsseldorf (IT.NRW). Die Zahl der Erwerbstätigen belief sich in Nordrhein-Westfalen im Jahresdurchschnitt 2019 auf rund 9,64 Millionen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, waren damit im vergangenen Jahr in NRW 87 700 Personen mehr erwerbstätig als 2018 (+0,9 Prozent). Der höchste Zuwachs der Erwerbstätigenzahl wurde mit mehr als 72 300 neuen Arbeitsplätzen (+1,0 Prozent) für den Dienstleistungsbereich ermittelt. Damit waren hier rund 77 Prozent (7,41 Millionen) aller nordrhein-westfälischen Erwerbstätigen 2019 tätig. Die Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe (einschl. Baugewerbe) kamen auf einen Anteil von rund 22 Prozent (2,15 Millionen). Ihre Zahl war um 17 000 Erwerbstätige (+0,8 Prozent) höher als ein Jahr zuvor.

Die hier vorgestellten Zahlen beruhen auf vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder”, dem auch IT.NRW angehört. In die Erwerbstätigenrechnung einbezogen sind neben den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auch Beamte, Selbstständige, mithelfende Familienangehörige und ausschließlich marginal Beschäftigte. Neben der Erstveröffentlichung der Erwerbstätigenzahlen des Jahres 2019 hat der Arbeitskreis heute revidierte, d. h. methodisch überarbeitete Ergebnisse als Zeitreihe für die Zahl der Erwerbstätigen von 1991 bis 2018 sowie für die Zahl der Arbeitsstunden von 2000 bis 2018 bereitgestellt.

Weitere Informationen zur Revision finden Sie im Internet unter der Adresse (https://www.statistikportal.de/de/etr/generalrevision-2019 [1]). (IT.NRW)


[1] https://www.statistikportal.de/de/etr/generalrevision-2019"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 29.01.2020


29.01.20 Duales Studium erleichtert den Berufseinstieg

G.I.B.-Newsletter Nr. 402 vom 08.01.2020

 

"Duales Studium erleichtert den Berufseinstieg

Duale Studiengänge, die Praxis und Studium miteinander verbinden, erleichtern den Berufseinstieg nach dem Studium. Die Beschäftigungswahrscheinlichkeit liegt in den ersten Jahren nach einem Dualen Studium vier Prozentpunkte höher als nach einem Universitätsstudium. Im weiteren Erwerbsverlauf verschwindet dieser Beschäftigungsvorteil aber. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Duale Studiengänge verbinden Theorie und Praxis, indem während des Studiums zugleich eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert wird oder Praxisphasen in Unternehmen in einem weit größeren Umfang als bei klassischen Studiengängen in der Studienordnung verankert sind.

Rund vier Prozent aller Studierenden absolvieren ein duales Studium. Die Zahl dual Studierender stieg in den letzten 15 Jahren von 40.000 auf mehr als 100.000. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Kooperationsunternehmen von weniger als 20.000 auf rund 50.000.

Dual Studierende sind zumeist an Berufsakademien, dualen Hochschulen und Fachhochschulen eingeschrieben. In dualen Studiengängen gibt es im Vergleich zu Universitäten einen höheren Männeranteil und weniger Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Absolventen eines dualen Studiums arbeiten oft in den Bereichen Geschäftsadministration, Geschäftsleitung und Ingenieurswesen.

Laut der IAB-Studie verdienen Absolventen eines dualen Studiums im Durchschnitt ähnlich wie Fachhochschulabsolventen und damit weniger als Absolventen eines universitären Studiums.

Die IAB-Studie ist online abrufbar.

Quelle: IAB, 17. Dezember 2019"

 

 Quelle: G.I.B.-Newsletter Nr. 402 vom 08.01.2020

13.01.20 NRW: 5,6 Prozent weniger Insolvenzanträge im dritten Quartal

Pressemitteilung von IT.NRW vom 11.12.19

 

"NRW: 5,6 Prozent weniger Insolvenzanträge im dritten Quartal

Düsseldorf (IT.NRW). Im dritten Quartal 2019 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 6 373 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,6 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (damals: 6 754 Fälle). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen (d. h. alle Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an die Statistiker bei den Amtsgerichten angemeldet wurden) summierte sich im dritten Vierteljahr des Jahres 2019 auf 1,13 Milliarden Euro und lag damit um 1,8 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert (1,11 Milliarden Euro).

1 329 der in Nordrhein-Westfalen beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen; das waren 5,9 Prozent weniger als im dritten Quartal 2018 (damals 1 412 Unternehmensinsolvenzen). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich auf 780 Millionen Euro (Juli bis September 2018: 750 Millionen Euro). Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren von den Unternehmensinsolvenzen 8 518 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen; das waren 53,6 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum 2018 (damals: 5 546 Beschäftigte).

Ferner beantragten 5 044 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in 3 982 Fällen um Verbraucherinsolvenzen (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose); das waren 9,8 Prozent weniger als im dritten Quartal 2018 (damals: 4 416 Fälle).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, war die Zahl der Insolvenzen in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 mit 19 646 um 3,3 Prozent niedriger als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2018 (damals: 20 307 Fälle). Dabei war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 4 140 um 3,3 Prozent und die der Verbraucherinsolvenzen mit 12 458 um 5,0 Prozent niedriger als von Januar bis September 2018. Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 auf 3,3 Milliarden Euro (−15,1 Prozent). (IT.NRW)"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 11.12.19

16.01.20 NRW: Neu abgeschlossene Berufsausbildungsverträge 2019 leicht gestiegen

Pressemitteilung von IT.NRW vom 11.12.19

 

"NRW: Neu abgeschlossene Berufsausbildungsverträge 2019 leicht gestiegen


Düsseldorf (IT.NRW). Im Berufsbildungsjahr 2019 (Oktober 2018 bis September 2019) wurden in Nordrhein-Westfalen 118 560 Berufsausbildungsverträge in anerkannten Ausbildungsberufen des dualen Systems neu abgeschlossen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 0,2 Prozent mehr als im Berufsbildungsjahr 2018.

Die Zahl der Berufsanfänger stieg in gut einem Drittel der 30 nordrhein-westfälischen Bezirken der Bundesagentur für Arbeit. Die höchsten Zuwächse bei den Vertragszahlen wurden für die Agenturbezirke Mettmann (+9,5 Prozent), Köln (+5,8 Prozent) und Hagen (+5,0 Prozent) registriert. Die Agenturbezirke Oberhausen (−3,8 Prozent), Iserlohn (−3,8 Prozent) und Coesfeld (−3,4 Prozent) verzeichneten die höchsten Rückgänge.

Im größten Ausbildungsbereich Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe (69 810 Verträge) ging die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent zurück. Der Bereich hatte einen Anteil von 58,9 Prozent an allen neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Im zweitgrößten Ausbildungsbereich, dem Handwerk (30 729), wurden 1,3 Prozent mehr Berufsausbildungsverträge geschlossen. Die Kammern im Bereich Freie Berufe (11 976) verbuchten insgesamt eine Zunahme an neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen von knapp 5,1 Prozent, die Kammer der Landwirtschaft (2 526) von 0,6 Prozent und die Kammer der Sonstigen (Hauswirtschaft; 417) von gut 4,5 Prozent. Bei den zuständigen Stellen des Öffentlichen Dienstes (3 105) ist ein Rückgang von 0,1 Prozent zu verzeichnen.

Der Frauenanteil lag bei 36,1 Prozent. Er ist zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen. (IT.NRW)"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 11.12.19

09.01.20 Novelle der Handwerksordnung (HwO) ab Januar 2020

 

Novelle der Handwerksordnung (HwO) ab Januar 2020

"Im Rahmen einer Novelle der Handwerksordnung (HwO) werden ab Januar 2020 zwölf Gewerke wieder in die Meisterpflicht überführt. Darunter auch die beliebten Berufe „Fliesen-, Platten-, Mosaikleger; Raumausstatter; Estrichleger und Parkettleger“, die gerne im Zusammenhang mit der Gründung als sog. „Hausmeisterservice“ eingetragen wurden.

Für Betriebe, die bis Ende 2019 bei den zuständigen Handwerkskammern eingetragen wurden/ werden, besteht grundlegend Bestandsschutz. Allerdings ist dieser Bestandsschutz an das Unternehmen und nicht die Person geknüpft. Jegliche Änderungen in Rechtsform, Firma oder Gesellschafterstruktur (außer Ausscheiden von Gesellschaftern) führt zum Wegfall des Bestandsschutzes auch für den/ die Altunternehmer."

 

"Ab dem 01.01.2020 meisterpflichtige Handwerke

Geplant ist die Meisterpflicht für folgende Handwerke:

- Fliesen-, Platten und Mosaikleger
- Beton- und Terrazzohersteller
- Estrichleger
- Behälter- und Apparatebauer
- Parkettleger
- Rollladen- und Sonnenschutztechniker
- Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher
- Böttcher
- Raumausstatter
- Glasveredler
- Orgel- und Harmoniumbauer
- Schilder- und Lichtreklamehersteller

Ab dem 01.01.2020 dürfen die vorgenannten Handwerk nur ausgeübt werden, wenn der Inhaber oder ein Betriebsleiter eine entsprechende Qualifikation nachweist, z. B. die Meisterprüfung.

Bestandsschutz für bis Ende des Jahres eingetragene Betriebe
Für alle Betriebe, die bis zum 31.12.2019 mit einem der 12 Handwerke (...) eingetragen werden, besteht Bestandsschutz. Es muss nicht nachträglich noch eine Meister- oder vergleichbare Prüfung abgelegt werden.

Scheiden in einem Betrieb einzelne Eigentümer oder Gesellschafter nach dem 31.12.2019 aus, bleibt der Betrieb mit den verbleibenden Eigentümern und Gesellschaftern eingetragen. Die Ablegung einer Meister- und vergleichbaren Prüfung ist nicht erforderlich.

Treten Eigentümer oder Gesellschafter nach dem 31.12.2019 in den Betrieb ein, so hat ein Inhaber oder Betriebsleiter innerhalb von 6 Monaten die entsprechende Qualifikation (z. B. Meisterprüfung) der Handwerkskammer nachzuweisen."

 

 Quelle: Handwerkskammer Südwestfalen, 25.11.19