Nachricht

11.08.2022 Thementage zu Fachkräftesicherung und Qualifizierung

Pressemitteilung Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 11.08.22

 

"Pressemitteilung
Nr. 24 / 2022 – 11. August 2022

Für Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen
Thementage der Arbeitsagenturen und Jobcenter in NRW informieren und beraten zu Fachkräftesicherung und Qualifizierung

Die Arbeitswelt verändert sich. In der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt nehmen tiefgreifende Transformationsprozesse immer weiter an Fahrt auf. Der grundlegende Wandel ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Herausforderung und Chance zugleich. Wie wir gemeinsam die Zukunft erfolgreich gestalten können und wie jede und jeder Einzelne von den Möglichkeiten profitieren kann, dass ist der Inhalt der von den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern in NRW vom 15. August bis zum 7. September landesweit veranstalteten Thementagen „Qualifizierung in der Transformation“.

In den drei Wochen gibt es konzentriert vor Ort Informationen und Beratung zu Chancen von Qualifizierung, zur Gestaltung der eigenen beruflichen Zukunft wie auch der erfolgreichen Fachkräftesicherung in Unternehmen und Betrieben. Einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen bietet die Internetseite www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/ihreberuflichezukunft

Die Herausforderungen erleben wir jeden Tag: Fachkräfteengpässe und lange Wartezeiten, sei es am Flughafen, in der Werkstatt oder auf Handwerker. Kaum weniger wohlbekannt klingen die Stichworte, die die Ursachen beschreiben: Digitalisierung und Automatisierung am Arbeitsplatz, der demografische Wandel, Energiewende und ökologische Transformation.

Klar ist, der Wandel ist in vollem Gang. Im Gepäck hat er vielfältige Chancen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie auch für die Unternehmen, Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern.

Wie können diese neuen Möglichkeiten genutzt werden? Wie können Unternehmen erfolgreich am Arbeitsmarkt agieren und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig für die Zukunft qualifizieren? Wie können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre berufliche Zukunft am sich wandelnden Arbeitsmarkt erfolgreich und aktiv selbst gestalten? Welche konkreten Möglichkeiten gibt es, sich frühzeitig vorzubereiten und von den Megatrends in der Arbeitswelt zu profitieren?

Antworten auf diese und viele ähnliche Fragen bieten die zahlreichen Veranstaltungen der gemeinsamen Thementage „Qualifizierung in der Transformation“ der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter in NRW. Einen Überblick über die Themen und die Veranstaltungen bietet die Internetseite: www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/ihreberuflichezukunft


Die eigene berufliche Zukunft gestalten – Informationen und Beratung

Die Thementage der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter in NRW sind damit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Gelegenheit, sich durch die gemeinsam mit Partnern vor Ort auf die Beine gestellten breitgefächerten Informationsangebote mit dem Themenfeld Weiterbildung und Qualifizierung vertraut zu machen und mehr über Möglichkeiten und Chancen zu erfahren, die eigene berufliche Laufbahn erfolgreich und ansprechend zu gestalten.

Das Angebot umfasst sowohl Veranstaltungen in Präsenz wie auch virtuelle Formate. So startet die Agentur für Arbeit Krefeld am Mittwoch, 17. August mit ihrer Weiterbildungsmesse für den Niederrhein. Ähnlich auch die Agentur Essen, die ihre Aktionen zur Berufsberatung Erwachsener mit der Job- und Weiterbildungsmessen im Stadion an der Hafenstraße am Donnerstag, 18. August beginnen lässt.

Zeitgleich bietet Düsseldorf in den Düsseldorfer Arcaden einen Pop-Up-Store an, in dem sich unkompliziert Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – aber auch Personalverantwortliche in Unternehmen über Möglichkeiten von Weiterbildung und Qualifizierung für das persönliche Fortkommen wie auch für die Fachkräftesicherung im Betrieb informieren können. Der Pop-Up-Store ist bis zum 20. September geöffnet. Zum Programm in Düsseldorf gehört auch die Veranstaltung „Fit für den beruflichen Wandel - Neue Jobanforderungen durch die Digitalisierung“ am Donnerstag, 18. August.

Ganz ähnlich geht auch die Agentur für Arbeit Köln vor. Hier findet etwa am Freitag, 26. August die Veranstaltung „Lebenslanges Lernen - Digitalisierung und die Arbeitswelt der Zukunft“ in den Räumen der VHS statt. Agentur und Jobcenter Bonn starten am Montag, 29. August die Themenwoche „Frau und Beruf“, eine Veranstaltungsreihe die viele Workshops für Frauen mit Blick auf ihre zum Teil ganz neuen Chancen im Zuge des Wandels der Arbeitswelt und der Möglichkeiten der Qualifizierung bietet. So zum Beispiel gleich am Montag die Veranstaltung „Lebenslanges Lernen - mit Freude lebenslang, lebendig und nachhaltig lernen“. Die Themenwoche „Frau und Beruf“ endet am Freitag, 2. September.

Weitere Themenschwerpunkt sind Berufe in der nachhaltigen Wirtschaft „Megatrend Nachhaltigkeit – Herausforderungen und Chancen für Arbeitnehmer*innen“, doch auch ganz klassische Kanäle für Information und Beratung stehen offen. Landesweit etwa als „Qualifizierungs-Hotline Arbeitnehmer*innen“ unter 0271 2301 222 am 22. August von 13.00 bis 16.00 Uhr.

Die NRW-Thementage „Qualifizierung in der Transformation“ geben auch den Startschuss für ein landesweites virtuelles Angebot zur Berufsorientierung für Erwachsene. In Zukunft wird es für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einfacher sich zu Trends, Fördermöglichkeiten oder den individuell besten Weg der Qualifizierung zu informieren. Zum ersten Mal geht es am 16. August im Internet auf Sendung: „Berufliche Karriere, aber nachhaltig bitte! Wandel, Chancen und Wege am Arbeitsmarkt der Zukunft“. Am Donnerstag, 18. August dreht sich alles um „Berufliche Perspektiven für ältere Arbeitnehmer/innen“ sowie um „Mein Weg in die IT Branche“.

Aber auch im September ist lange nicht Schluss. Neben den virtuellen Veranstaltungen, die dann zum ständigen Angebot geworden sind, geht es beispielsweise am 5.September in Oberhausen weiter, wo mit dem „B³ - Bildung, Beruf, Begegnung“ ein Beratungszentraum für Qualifizierung und Fachkräftesicherung eröffnet wird, das „flexibel, ohne Termin, unabhängig, kostenfrei und neutral“ allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber offen steht.


Zusammen erfolgreich die Transformation gestalten:

Diskussionsforen, Info- und Beratungsangebote zur Fachkräftesicherung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
Einen weiteren Schwerpunkt der Thementage bieten in NRW die vielen Veranstaltungen mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie Partnerinnen und Partnern am Arbeits- und Ausbildungsmarkt. So sind zahlreiche Arbeitgeberforen organisiert worden, etwa in Coesfeld am 8. September mit dem Titel "Fachkräftesicherung in Zeiten der Transformation der Arbeit", oder schon am Freitag, 19. August das Netzwerktreffen "Zukunftssicherung Münsterland – Fachkräftemangel und mögliche gemeinsame Lösungen“. In der Agentur für Arbeit Paderborn findet am 23. August das Branchengespräch „Fit für die Zukunft - Qualifizierung in der IT-Branche“ statt.

Dazu kommen auch für Unternehmen viele virtuelle Info- und Beratungsveranstaltungen, die explizit häufig gestellte Fragen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ansprechen. Virtuell zum Beispiel am Mittwoch, 17. August „Arbeitswelt im Wandel – Chancen der Digitalisierung“ für alle Personalverantwortlichen in Unternehmen in NRW. Oder am 23. August die virtuelle Veranstaltung „Qualifizierung für Beschäftigte bei voller Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit“. Auch „Digitale Unternehmenssprechtage“ gibt es – am 25. August.

Aber auch die Begegnung in Präsenz mit anschließendem Netzwerken kommen nicht zu kurz. Auch wenn die Veranstaltungen nicht öffentlich sind, sollen zwei als Beispiel genannt werden: In Recklinghausen findet am Donnerstag, 26. August mit dem Businesstalk "Transformation der Arbeit - den Wandel für Menschen gestalten" statt. Und in Essen wird am Mittwoch 31. August mit Arbeitgebern und Bildungsträgern über die Frage „Fit für die Zukunft - Was bringt uns weiter?“ diskutiert und sich ausgetauscht.


Informationen und Termine im Internet
Diese und viele weitere Veranstaltungen, dazu Informationen und alle Termine zu den gemeinsamen NRW-Thementagen „Qualifizierung in der Transformation“ der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter finden Sie im Internet unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/ihreberuflichezukunft

Folgen Sie uns auf Twitter: @BA_NRW"

 

 

Quelle: Pressemitteilung von Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 11.08.2022


09.08.2022 Verordnung über zeitlich befristete Gas-Umlage für sichere Wärmeversorgung im Herbst und Winter tritt in Kraft

Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und und Klimaschutz (BMWK) vom 09.08.2022

 

"09.08.2022 PRESSEMITTEILUNG

 

Verordnung über zeitlich befristete Gas-Umlage für sichere Wärmeversorgung im Herbst und Winter tritt in Kraft 


Um die Wärme- und Energieversorgung in der kommenden Kälteperiode zu sichern, ist heute eine befristete Gas-Sicherungsumlage auf Basis des § 26 Energiesicherungsgesetz in Kraft getreten. Ziel ist es, in der durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelösten Energiekrise Insolvenzen und Lieferausfälle in der Gasversorgung zu verhindern und so die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft aufrechtzuerhalten – insbesondere während der kommenden Heizperiode. Die befristete Umlage soll durch weitere, zielgenaue Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger und eine Verlängerung der Hilfsprogramme für die Wirtschaft flankiert werden.

Die Rechtsverordnung der Bundesregierung wurde gestern im Bundesanzeiger veröffentlicht und war zuvor dem Bundestag gemäß § 26 des Energiesicherungsgesetzes mitgeteilt worden. Die Gas-Sicherungsumlage wird befristet erhoben, vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024. Die Geltung der Rechtsverordnung ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des Energiesicherungsgesetzes zeitlich befristet bis zum 30. September 2024.

Die Rechtsverordnung zur Einführung einer Gas-Sicherungsumlage basiert auf § 26 des Energiesicherungsgesetzes. Übergreifendes Ziel ist es, die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, Insolvenzen von Gashändlern und Dominoeffekte in der Lieferkette der Energiewirtschaft zu verhindern.

Bis Anfang Oktober tragen die betroffenen Gasimporteure weiterhin die hohen Kosten für die Ersatzbeschaffung vollständig allein. Ab dem 1. Oktober haben sie mit der nun beschlossenen Rechtsverordnung die Möglichkeit, für einen Großteil ihrer Ersatzbeschaffungskosten einen finanziellen Ausgleich zu erhalten, aber nur für eine begrenzte Zeit. Den Ausgleich können die Gasimporteure bei dem Marktgebietsverantwortlichen, der Trading Hub Europe, beantragen. Konkret können sie dabei 90 Prozent der tatsächlichen Mehrbeschaffungskosten geltend machen, und das nur für Bestandsverträge. Ein Wirtschaftsprüfer oder andere in der Verordnung genannte Prüfer müssen die Richtigkeit testieren. Die Bundesnetzagentur begleitet als unabhängige Behörde das Verfahren.

Um den Ausgleich zu finanzieren, können die Kosten über die „saldierte Preisanpassung“, also eine Art Umlage, auf viele Schultern verteilt werden. Damit wird auch verhindert, dass auf einen Teil der Gaskunden – nämlich diejenigen, die mittelbar von Gasimporteuren mit hohen Ersatzbeschaffungskosten versorgt werden, – untragbare Preissteigerungen zukommen und es in der Wirtschaft zu Wettbewerbsverzerrungen kommt.

Die genaue Höhe der befristeten Umlage berechnet der Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe. Sie wird am 15. August mitgeteilt.

Einzelfragen, die im Rahmen der Ressortabstimmung und der Anhörung des Parlaments nicht abschließend geklärt werden konnten, werden unabhängig vom Inkrafttreten der Verordnung weiter geprüft.

Eine ausführliche FAQ Liste zur Rechtsverordnung finden Sie hier (PDF, 284 KB)."

 

 

 Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und und Klimaschutz (BMWK) vom 09.08.2022

29.07.2022 NRW Ausbildungsmarkt im Juli

Pressemitteilung Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 29.07.22

 

"Pressemitteilung
Nr. 23 / 2022 – 29. Juli 2022

NRW Ausbildungsmarkt im Juli:
Viele Unternehmen suchen noch „ihre“ Auszubildenden – aktuell gibt es noch viele gute Chancen für Bewerberinnen und Bewerber


Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August suchen noch viele Unternehmen „ihre“ Auszubildenden. Ausbilderinnen und Ausbilder meldeten bis Ende Juli in NRW 107.088 Stellen – 4.467 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich für eine duale Berufsausbildung interessierten, ging hingegen zurück. 97.642 junge Menschen und damit 2.908 Personen oder 2,9 Prozent weniger als vor einem Jahr meldeten sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Auch wenn am 1. August das Ausbildungsjahr offiziell beginnt – die Situation für die jungen Menschen ist weiterhin sehr günstig: Unternehmen sind flexibel und stellen ihren zukünftigen Nachwuchs auch noch in den nächsten Monaten ein, sagte Torsten Withake, Chef der Regionaldirektion NRW.

„Ich freue mich, dass die duale Ausbildung nach zwei Jahren mit rückläufigen Ausbildungsangeboten in diesem Jahr wieder besseren Tritt gefasst hat und insgesamt mehr Stellen gemeldet wurden“, sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Denn: Wir erleben es täglich, der Bedarf in NRW an qualifizierten Fachkräften ist groß. Für das eigene Unternehmen ist die beste Möglichkeit, gut qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, die Ausbildung von eigenem Nachwuchs.“

Allerdings, sagte der Ausbildungsmarktexperte, falle es Ausbildungsunternehmen immer schwerer, zum Unternehmen passende Azubis zu finden. „Der Wandel am Ausbildungsmarkt vollzieht sich schon seit einigen Jahren. Vor zehn Jahren kamen auf einen Ausbildungsplatz noch viele Bewerberinnen und Bewerber. Mittlerweile ist der Ausbildungsmarkt auf dem Weg vom Stellen- zum Bewerbermarkt. Aktuell kommen in NRW auf 100 Stellen noch 92 Bewerberinnen und Bewerber. Grund dafür sei vor allem die demografische Entwicklung: „Diese führt auch dazu, dass die berufliche Bildung mit der akademischen zunehmend in Konkurrenz tritt. Wir dürfen daher nicht nachlassen, den jungen Menschen Perspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen, die eine Berufsausbildung bietet und sie davon zu überzeugen, dass sie ein guter und erfolgversprechender Weg in die eigene berufliche Zukunft ist.“

Vor allem durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie habe die duale Ausbildung in den vergangenen Jahren an Boden verloren, den es wieder gut zu machen gilt, sagte Withake weiter. Für alle Akteure am Ausbildungsmarkt sei diese Nachricht aber nicht neu. Landesweit haben in den vergangenen zwei Jahren viele Unternehmen und die Partner am Ausbildungsmarkt früh gegengesteuert, mit breit angelegten Aktionen: „Wir müssen als Partner und Partnerinnen am Ausbildungsmarkt auf diese zum Teil auch ganz neuen Ansätzen aufbauen. Ich verbinde damit die sehr wichtige Aufgabe, die Welt der Berufe und der Arbeit Schülerinnen und Schülern auf eine einfache Art und Weise erlebbar und erfahrbar zu machen. Zum Beispiel mit regelmäßigen Angeboten wie die NRW-Praktikumswochen, die in diesem Jahr vor den Osterferien stattgefunden haben. Durch sie haben viele Schülerinnen und Schüler Einblick in die Chancen, Perspektiven und Möglichkeiten der ihnen zuvor häufig verschlossenen Berufswelt gewonnen.“

Für junge Menschen ist die aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt hingegen erfreulich: Für sie bieten sich auch nach dem Start ins Ausbildungsjahr am 1. August noch viele Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Withake ist überzeugt, dass noch einige Bewegung am Ausbildungsmarkt möglich ist. Auch, weil der Einstieg in die Ausbildung noch bis in den Herbst möglich sei. „Wer zum 1. August oder 1. September noch keinen Platz gefunden hat, muss die Flinte nicht ins Korn werfen, sondern sollte einfach dranbleiben. Ich empfehle den engen Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Die Kolleginnen und Kollegen loten gemeinsam mit den Bewerberinnen und Bewerbern Vorlieben, Chancen und Möglichkeiten aus, unterstützen bei der Vorbereitung von Bewerbungen und Bewerbungsgesprächen – und kennen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vor Ort, die Azubis suchen. Ich freue mich über alle, die sich unterstützen lassen möchten!“

Der NRW Ausbildungsmarkt in Zahlen
Bei den Agenturen für Arbeit in Nordrhein-Westfalen sind in der Zeit von Oktober 2021 bis Juli 2022 landesweit 107.088 freie duale Berufsausbildungsstellen gemeldet worden. Das waren 4.467 oder 4,4 Prozent mehr als zur selben Zeit vor einem Jahr. Vor zwei Jahren – also während des ersten Lockdowns 2020 – hatten Unternehmen in NRW 3.532 Stellen oder 3,4 Prozent weniger gemeldet.

44.422 Ausbildungsstellen waren in NRW im Juli noch frei bzw. unbesetzt. Das waren 7.265 oder 19,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor zwei Jahren lag die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze zu diesem Zeitpunkt um 5.718 Stellen oder 14,8 Prozent niedriger.

Weniger Bewerberinnen und Bewerber
Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber lag im Juli niedriger als vor einem Jahr. In der Bewerbungsphase des aktuellen Vermittlungsjahres meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit in NRW bis Ende Juli 97.642 junge Menschen mit dem Ziel, in diesem Jahr eine Berufsausbildung zu beginnen. Das waren 2.908 Jugendliche oder 2,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat ist dieser Unterschied zum Vorjahr größer geworden. Auslöser dazu sind allerdings die Sommerferien. Zunehmend nutzen junge Menschen die Möglichkeit, sich auch spät bei den Agenturen für Arbeit Unterstützung zu suchen, so dass die Lücke sich wieder verringern wird.

2020 hatten sich bis Juli 9.341 Schülerinnen und Schüler oder 8,7 Prozent mehr für eine Ausbildung interessiert. Rechnerisch kamen im aktuellen Juli landesweit auf einhundert betriebliche Ausbildungsstellen 92 Bewerberinnen und Bewerber. Vor einem Jahr waren es noch 99 Bewerberinnen und Bewerber, 2020 waren es 104.

Einen Ausbildungsplatz suchen aktuell noch 34.886 junge Menschen. Von diesen haben bereits 10.214 Jugendliche eine Alternative für den Fall, dass sie die gesuchte Ausbildung nicht finden können. 24.672 Schülerinnen und Schüler haben aktuell noch keinen Ausbildungsplatz und bis jetzt auch noch keine Alternative, weshalb sie als „unversorgt“ gelten. Stellt man die unbesetzten Ausbildungsstellen und die unversorgten jungen Frauen und Männer rechnerisch einander gegenüber, kommen auf hundert unbesetzte Stellen derzeit 56 unversorgte Jugendliche. Vor einem Jahr waren es noch 75 unversorgte Jugendliche, vor zwei 83.

Der Ausbildungsmarkt in den Regionen
Charakteristisch ist der NRW-Ausbildungsmarkt von starken regionalen Unterschieden geprägt. Die Relation von Ausbildungsplätzen zu Bewerberinnen und Bewerbern spannt sich zwischen einem Verhältnis von 156 Stellen auf 100 Jugendlichen im Münsterland bis zu 92 Stellen auf 100 Bewerberinnen und Bewerbern im Bergischen Land und im Ruhrgebiet. Landesweit kommen auf 110 Stellen 100 Bewerberinnen und Bewerber. Während in Südwestfalen die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze um 9,2 Prozent zulegte, ging im Vergleich im Vorjahr die Zahl der Stellen im Bergischen Land zurück.

Den in absoluten Zahlen höchsten Rückgang bei den Bewerberinnen und Bewerbern gibt es im Rheinland. Hier haben sich bis Ende Juli 4,1 Prozent oder 1.354 Jugendliche weniger bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet als ein Jahr zuvor. Von den insgesamt 31.279 Bewerberinnen und Bewerbern im Rheinland galten Ende Juli noch 8.611 als unversorgt. Diesen standen 14.934 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Insgesamt sind seit dem Oktober im Rheinland 34.318 duale Ausbildungsplätze angeboten worden – 3,7 Prozent oder 1.224 mehr als vor einem Jahr. Auf 100 Bewerberinnen und Bewerber kamen Ende Juli 110 gemeldete Berufsausbildungsstellen.

Im Ruhrgebiet wurden 4,2 Prozent oder 1.082 Ausbildungsplätze mehr als vor einem Jahr gemeldet - insgesamt 26.674. Im gleichen Zeitraum meldeten sich 29.108 junge Menschen mit Interesse an einer dualen Berufsausbildung – ein Minus von 1.050 Jugendlichen oder 3,5 Prozent. Das Verhältnis lag bei 100 Bewerberinnen und Bewerbern zu 92 Stellen. Unbesetzt waren im Juli noch 11.231 Stellen, als unversorgt galten noch 7.804 Jugendliche.

Rückläufig war die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber auch in Ostwestfalen-Lippe. Insgesamt haben sich bis Ende Juli in Ostwestfalen 12.598 Jugendliche bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet. Das waren 375 oder 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Ausbildungsstellen gab es im Vorjahresvergleich ein Plus von 307 oder 2,3 Prozent. Insgesamt wurden bislang 13.875 Stellen gemeldet. Auf 100 Bewerberinnen und Bewerber kommen aktuell 110 Stellen. Unbesetzt waren im Juli noch 5.152 Stellen. Als unversorgt galten noch 3.012 junge Menschen.

Im Bergischen Land waren im Juli 155 Bewerberinnen und Bewerber weniger gemeldet als ein Jahr zuvor. Im Verlauf des Jahres haben sich hier 9.476 junge Menschen bei den Agenturen für Arbeit gemeldet, 1,6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Ein Minus gab es auch bei den Ausbildungsplätzen: Im Juli waren mit 8.711 Stellen 97 oder 1,1 Prozent weniger gemeldet als im Vergleich zum Vorjahr. Auf 100 jugendliche Ausbildungsinteressierte kamen 92 Stellenangebote. Von den Stellen waren Ende Juli noch 3.653 unbesetzt. Dem standen 2.460 unversorgte Jugendliche gegenüber.

In Südwestfalen haben sich in der Zeit von Oktober bis Juli mehr Bewerberinnen und Bewerber als im Vorjahr gemeldet. Im Juli waren hier 7.010 Schülerinnen und Schüler gemeldet, 96 junge Menschen oder 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im selben Zeitraum wurden 10.759 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 902 oder 9,2 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Im Juli kamen damit auf 100 Bewerberinnen und Bewerbern 153 Stellen. Als unbesetzt galten 4.489 Stellen, als unversorgt 1.387 junge Menschen.

Das Münsterland verbuchte eine leichte Abnahme an Bewerberinnen und Bewerber im Vergleich zum Vorjahr. Mit 8.171 jungen Menschen meldeten sich 70 Personen oder 0,8 Prozent weniger als 2021. Demgegenüber wuchs die Zahl der seit Oktober gemeldeten Stellen im Vergleich zum Vorjahr um 1.049 oder 9,0 Prozent auf 12.751. Auf 100 Bewerberinnen und Bewerber kamen 156 Ausbildungsstellen. Als unversorgt galten im Münsterland im Juli noch 1.398 Bewerberinnen und Bewerber. Unbesetzt waren noch 4.963 Ausbildungsstellen.

 top10 0722

 

Weitere Informationen:

· Bewerber und Berufsausbildungsstellen - Regionaldirektionen und Agenturen für Arbeit (Monatszahlen): https://statistik.arbeitsagentur.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Einzelheftsuche_Formular.html?topic_f=ausb-ausbildungsstellenmarkt-mit-zkt

· Detaillierte statistische Daten und Grafiken zum Ausbildungsmarkt finden Sie unter https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Statistiken/Fachstatistiken/Ausbildungsmarkt/Ausbildungsmarkt-Nav.html.

· Kontakt zur Berufsberatung in deiner Region:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-nrw/berufseinstieg/meine-berufsberatung

· Tipps zu Praktika – darauf lohnt es sich zu achten:
https://www.arbeitsagentur.de/bildung/zwischenzeit/praktikum-machen

·  Praktikum jetzt! Aufruf zu zusätzlichen Praktikumswochen des Ausbildungskonsens NRW und des KAoA Steuerungsgremium: https://www.mags.nrw/praktikum-jetzt

· Check You! Das Online- Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit hilft dir, deinen beruflichen Weg zu finden: https://www.arbeitsagentur.de/bildung/welche-ausbildung-welches-studium-passt

 

Folgen Sie uns auf Twitter: @BA_NRW"

 

 

Quelle: Pressemitteilung von Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen vom 29.07.2022

03.08.2022 Wald | Stadt | Panorama – Iserlohns smarter Stadtplan ist online

Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 03.08.22

 

"03. August 2022, Iserlohn

Wald | Stadt | Panorama – Iserlohns smarter Stadtplan ist online

Iserlohn.

Ab jetzt können alle Interessierten auf virtuelle Entdeckungsreise durch ihre Stadt gehen und einen umfassenden Überblick über die Vielfalt der örtlichen Geschäfte, Einrichtungen sowie Gastronomie- und Dienstleistungs-Angebote erhalten. Auf der Internetseite www.waldstadtpanorama-iserlohn.de gibt es auf fast jede Frage eine Antwort. Die Seite ist mobil verfügbar, d.h. Nutzerinnen und Nutzer können unterwegs bequem ihr Smartphone nutzen, um den smarten Stadtplan aufzurufen.

Aktuell sind bereits über 600 Online-Einträge zu finden. Etwa die Hälfte davon sind öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser oder Kirchen. Die weiteren Kategorien sind Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen, Parkhäuser/-plätze und Chancenräume. Letztere bezeichnen leerstehende Ladenlokale in der Stadt, für die neue Nutzungen gesucht werden, um das Angebot für Stadtbesucherinnen und -besucher attraktiver zu gestalten und zu erweitern.

All diese Einträge sind in unterschiedlichen Farben in eine interaktive Karte eingetragen worden, die sich stetig und zu jeder Zeit erweitern lässt.

Das Stadtmarketing Iserlohn hofft, dass das Wald | Stadt | Panorama nach und nach wächst. Alle Iserlohnerinnen und Iserlohner – auch in den Außenbezirken der Stadt – sind aufgerufen sich zu beteiligen und sich mit ihrem/r Laden/Geschäft/Dienstleistung in den smarten Innenstadtplan einzutragen. Ein umfangreiches Online-Kontakt-Formular hilft dabei, alle wichtigen Informationen zu übermitteln. Nach städtischer Prüfung der Angaben wird der Eintrag dann kurzfristig online gestellt.

Das Angebot des smarten Stadtplans ist kostenfrei und für alle Interessierten barrierefrei zugänglich."

 

 

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 03.08.22

29.07.2022 Die Inflationsrate lag in NRW im ersten Halbjahr 2022 bei durchschnittlich 6,9 Prozent

Pressemitteilung von IT.NRW vom 25.07.2022

 

"Die Inflationsrate lag in NRW im ersten Halbjahr 2022 bei durchschnittlich 6,9 Prozent

Düsseldorf (IT.NRW). In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 waren die Verbraucherpreise in NRW um durchschnittlich 6,9 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2021 (Basis 2015 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war dies die höchste Teuerungsrate im Halbjahresdurchschnitt seit Anfang der 1980er-Jahre. Die durchschnittliche Steigerung des Verbraucherpreisindex in NRW hatte zuletzt im zweiten Halbjahr 1981 mit 7,0 Prozent noch höher gelegen.

Überdurchschnittliche hohe Teuerungsraten gab es im ersten Halbjahr 2022 mit +33,8 Prozent vor allem bei Haushaltsenergien (Strom, Gas und andere Brennstoffe), mit +13,0 Prozent im Verkehr (inkl. Kraftstoffe) und bei Lebensmitteln (+8,8 Prozent). Auch die Preise für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (+5,7 Prozent) waren höher als im ersten Halbjahr 2021. Bei Wohnungsmieten einschließlich Nebenkosten (+1,4 Prozent) und bei Bekleidung und Schuhen (+0,5 Prozent), waren die Preisanstiege dagegen moderater.

Der Einfluss der einzelnen Bereiche auf die Inflationsrate in NRW im ersten Halbjahr 2022 wird durch die Darstellung der sogenannten Beiträge zur Inflation in Prozentpunkten verdeutlicht: Für die Berechnung des Einflusses einzelner Waren und Dienstleistungen auf die Inflationsrate werden neben der Höhe der Preisänderungen auch die jeweiligen Gewichtungen, die diese Güter am gesamten Warenkorb haben (sog. Wägungsanteile), mit einbezogen.

Die höchsten Beiträge zur Inflationsrate in den hier dargestellten Bereichen wurden bei Haushaltsenergien (+2,2 Prozentpunkte) und Verkehr (+1,8 Prozentpunkte; einschl. Kraftstoffe) festgestellt; zusammen trugen sie mit +4,0 Prozentpunkten zur Inflation in NRW bei. Trotz der im Vergleich mit Haushaltsenergien (+33,8 Prozent) geringeren Preissteigerung im Bereich Verkehr (+13,0 Prozent) wirkten sich beide Bereiche mit einem ähnlich hohen Beitrag auf die Inflation aus. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Bereich Verkehr beim Verbraucherpreisindex mit 12,9 Prozent ein fast doppelt so hohes Gewicht aufweist wie die Sparte Haushaltsenergien mit 6,9 Prozent.

Obwohl der Bereich Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten) im Wägungsschema mit 24,4 Prozent das größte Gewicht der hier betrachteten Waren und Dienstleistungen hat, trugen die aufgrund des unterdurchschnittlichen Preisanstiegs von 1,4 Prozent lediglich mit einem Beitrag von +0,3 Prozentpunkten zur Inflationsrate im ersten Halbjahr 2022 bei.

Die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex für Juli 2022 erfolgt turnusmäßig am 28. Juli 2022. Weitere Hintergrundinformation zum Thema „Inflation und Verbraucherpreise” hat das Statistische Landesamt in seinem Internetangebot unter der Rubrik „Themenschwerpunkt Inflation [1]” veröffentlicht. (IT.NRW)

[1] https://www.it.nrw/themenschwerpunkt-inflation-108297

(317 / 22) Düsseldorf, den 25. Juli 2022"

 

 Quelle: Pressemitteilung von IT.NRW vom 25.07.2022

Weitere Beiträge ...