21.04.2021 Neuer Schmiermittelprüfstand erweitert Forschungskapazitäten an der FH Südwestfalen

Pressemitteilung Fachhochschule Südwestfalen vom 23.03.2021

 

"Neuer Schmiermittelprüfstand erweitert Forschungskapazitäten an der FH Südwestfalen

Einzigartige Anlage an deutschen Hochschulen

Iserlohn. Ein neuer Schmiermittelprüfstand erweitert die Forschungskapazitäten in der Umformtechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Mit dieser bundesweit einzigartigen Anlage können insbesondere Untersuchungen zum ressourcen- und umweltschonenden Einsatz von Schmiermitteln durchgeführt werden.

Es funktioniert kalt, halbwarm oder warm. Bei der Massivumformung geht es darum, Stahl oder Metalle zu Gebrauchsgegenständen oder Bauteilen umzuformen. Massivumgeformte Produkte finden sich beispielweise in Flugzeugen, in der Bahn, in Windkraftanlagen oder im Motor, im Getriebe oder Fahrwerk eines PKWs. Damit diese Umformprozesse reibungslos ablaufen können, bedarf es Schmiermittel. Je nach Anwendung und eingesetztem Metall werden Salz, Öl oder andere Lösungen dafür verwendet.

Das Labor für Massivumformung an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn forscht unter anderem zu ressourceneffizienten Systemen zur Kühlung und Minimalmengenschmierung. „Wir entwickeln hier ein ganzheitliches Anwendungssystem, welches nicht nur die Schmierung und Kühlung von Umformbereich und Werkzeug übernimmt, sondern zeitgleich den entstehenden Materialabrieb prozesssicher aus dem Wirkbereich entfernt“, berichtet Prof. Dr. Michael Marré. „Ziel hierbei ist die Verbesserung der Produktivität und des ökologischen Fußabdrucks sowie die Reduzierung der prozessbezogenen Fertigungskosten. Der neue Schmiermittelprüfstand bietet uns jetzt mehr Untersuchungsmöglichkeiten“.

Die neue Anlage wurde speziell für die Fachhochschule gebaut und ist damit im Hochschulbereich einzigartig. „Wir forschen hier im Labor und an der Fachhochschule insgesamt anwendungsbezogen und mit der Industrie zusammen. Der Prüfstand baut unsere Möglichkeiten im Forschungstransfer weiter aus und auch die Studierenden profitieren von dieser High-Tech Ausstattung“, freut sich Marré."

 

 Quelle: Pressemitteilung Fachhochschule Südwestfalen vom 23.03.2021