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20.01.16 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2016

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2016

 

  • Die Konjunktur in Deutschland ist moderat aufwärtsgerichtet, kann sich dem holprigen weltwirtschaftlichen Umfeld aber nicht gänzlich entziehen.
  • Die Industriekonjunktur kühlt sich bisher auch im Jahresschlussquartal etwas ab. Die anziehenden Auftragseingänge deuten jedoch auf eine Belebung hin.
  • Die stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereiche befinden sich unverändert im Aufwärtstrend.
  • Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter grundsolide.

In der deutschen Wirtschaft überwiegen nach wie vor die Auftriebskräfte, obwohl aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld gegenwärtig nicht nur positive Signale kommen. [1] Die Industrieproduktion erfuhr im November 2015 einen Dämpfer, doch die zuletzt gemeldeten Auftragseingänge stimmen zuversichtlich. Auch das Geschäftsklima in der Industrie hat sich jüngst weiter stabilisiert. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich im Januar den vierten Monat in Folge. Im Berichtsmonat November nahm die Bauproduktion wieder etwas Fahrt auf. In den kommenden Monaten dürfte sich die Belebung insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus fortsetzen. Die Konjunktur in den stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereichen blieb ungeachtet der jüngsten außenwirtschaftlichen Turbulenzen aufwärtsgerichtet. Eine zentrale Rolle für die robuste Binnenkonjunktur spielt nach wie vor die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Eng damit verbunden ist der Anstieg der Kaufkraft der privaten Haushalte. Konjunkturell stützend wirken weiterhin der deutliche Ölpreisrückgang, die niedrigen Zinsen und der für die Exportwirtschaft günstige Wechselkurs des Euro. Die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen löst, wenngleich in überschaubarer Größenordnung, ebenfalls Nachfrageimpulse aus. Alles zusammengenommen dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland auch im Schlussquartal ausgeweitet worden sein.

Von der Weltwirtschaft kommen gemischte Signale. Sie entwickelte sich im vergangenen Jahr wenig dynamisch. Insbesondere die Nachfrage aus den Schwellenländern war schwächer als erwartet. Die chinesische Wirtschaft befindet sich weiter in einem Transformationsprozess hin zu einem nachhaltigeren Wachstumsmodell. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren darauf hin, dass es in China gelingt, eine weiche Landung der Wirtschaft zu erreichen. Die Wirtschaft der rohstoffexportierenden Schwellenländer wie Russland oder Brasilien wird nach wie vor durch das niedrige Öl- und Rohstoffpreisniveau belastet. In den Industrieländern blieb das Wirtschaftswachstum dagegen relativ robust. Bis Oktober war die weltweite Industrieproduktion im Trend leicht aufwärtsgerichtet. Geschäftsklimaindikatoren wie das vom ifo Institut ermittelte Weltwirtschaftsklima gingen allerdings seit dem zweiten Vierteljahr tendenziell zurück und signalisieren noch keine deutliche Verbesserung. Die internationalen Organisationen erwarten, dass sich die Konjunktur in den Industrie- und Schwellenländern im laufenden Jahr etwas belebt.

Vor diesem Hintergrund haben die deutschen Unternehmen ihre Warenausfuhren im November in jeweiligen Preisen leicht um 0,4 % erhöht. [2] In der Tendenz, gemessen am Dreimonatsvergleich, waren die Exporte aber weiter leicht rückläufig (-0,9 %). Hierzu trug insbesondere die nachlassende Nachfrage aus den größeren Schwellenländern bei. Die nominalen Wareneinfuhren sind im Berichtsmonat November um 1,6 % gestiegen. In der Tendenz entwickeln sie sich gegenwärtig eher seitwärts. Der Saldo der Handelsbilanz betrug im November +22,7 Mrd. Euro und ist nicht zuletzt wegen der billigeren Ölimporte deutlich über dem Niveau vor einem Jahr.

Das Produzierende Gewerbe hat seine Schwächephase noch nicht überwunden. Nach einer leichten Erholung im Oktober nahm die Produktion im November erneut ab. Die Ergebnisse des Bausektors und der Energieerzeugung fielen positiv aus, konnten jedoch den deutlichen Rückgang der Industrieerzeugung nicht kompensieren. Innerhalb der Industrie war das Produktionsvolumen bei den Investitionsgütern deutlich rückläufig. Positive Impulse kamen dagegen aus dem Bereich der Vorleistungs- und der Konsumgüter. Die schwache Umsatzentwicklung in der Industrie im November war ebenfalls auf den Investitionsgüterbereich zurückzuführen. Dennoch zeichnet sich insgesamt eine Erholung der Industriekonjunktur ab. Die Auftragseingänge in der Industrie sind nach dem schwachen dritten Quartal im November den zweiten Monat in Folge expandiert (+1,5 %). Insbesondere die Inlandsbestellungen sowie die Auftragseingänge aus dem Nicht-Euroraum nahmen zu. Es waren die Vorleistungsgüterproduzenten, die ein außerordentliches Auftragsplus verbuchen konnten (+4,8 %). Insgesamt hat die Industrie ihre Schwächephase zwar noch nicht überwunden. Das zuletzt weiter aufgehellte Geschäftsklima und die anziehenden Auftragseingänge geben jedoch Anlass zu verhaltenem Optimismus und deuten auf eine Belebung der konjunkturellen Dynamik in den nächsten Monaten hin.

Der private Konsum bleibt Tragpfeiler der Konjunktur. Zunehmende Beschäftigung und reale Einkommenserhöhungen waren auch im Schlussquartal 2015 zu beobachten. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kraftfahrzeuge entwickelten sich in den bisher vorliegenden Monaten jedoch nur schwach. Die Stimmung der Einzelhändler hat sich in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres merklich eingetrübt. Das Konsumklima der Verbraucher ließ in den vergangenen Monaten zwar ebenfalls etwas nach, ihre Konsumlaune befindet sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Aussichten für den privaten Konsum bleiben angesichts moderater Preisniveausteigerungen und einer dynamischen Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung daher nach wie vor positiv.

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hielt im Jahr 2015 angesichts des soliden wirtschaftlichen Aufschwungs an. Die Erwerbstätigkeit stieg erneut kräftig um 324.000 auf jahresdurchschnittlich 43,0 Mio. Personen. Die Arbeitslosigkeit ging um 104.000 auf 2,795 Mio. Personen zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 6,4 %. Die kräftige Zuwanderung durch Flüchtlinge wirkte sich noch nicht wesentlich auf den Arbeitsmarkt aus. Am aktuellen Rand (November 2015) nahm die Erwerbstätigkeit im Inland saisonbereinigt um 42.000 Personen deutlich zu und stieg auf 43,5 Mio. Personen (Ursprungszahl). Die registrierte Arbeitslosigkeit sank im Dezember saisonbereinigt um 14.000 Personen. Nach Ursprungszahlen waren im November 2,681 Mio. Personen als Arbeitslose registriert. Die Nachfrage nach Arbeitskräften nahm weiterhin spürbar zu. Alles spricht für eine Fortsetzung der positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt.

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Hinweis:
Eine ausführliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in der Februar-Ausgabe des Monatsberichts "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" veröffentlicht. Diese Ausgabe wird voraussichtlich in der 4. Kalenderwoche auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden sein.

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[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 12. Januar 2016 vorlagen.
[2] Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie nach dem Verfahren Census X-12-ARIMA kalender- und saisonbereinigter Daten."

 

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie


18.01.16 Auszeichnung für familienfreundliche Unternehmen 2016

Auszeichnung für familienfreundliche Unternehmen 2016

 

Flexible Arbeitszeiten, die Unterstützung pflegender Beschäftigter oder der strukturierte Aus- und Wiedereinstieg rund um die Elternzeit, all dies sind mögliche Maßnahmen, die zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen beitragen. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn lädt Iserlohner Betriebe herzlich ein, die sich bereits heute auf diesem Feld engagieren oder sich für die Zukunft auf den Weg machen wollen, ihre Chancen auf ein regionales Prädikat "Familienfreundliches Unternehmen" zu nutzen.

Die Zertifizierung wendet sich in diesem Jahr insbesondere an Betriebe aus Industrie und technischem Handwerk.

Vergeben wird das Prädikat vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark GmbH, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, dem Märkischen Arbeitgeberverband sowie der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr GmbH. Weitere Partner aus der Region, z.B. Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften, Verbände, Wirtschaftsförderungen, Arbeitsagenturen, DGB sowie die Arbeitgeberservices der Jobcenter, unterstützen die Initiative.

 

Mehr Infos erhalten Sie im Flyer, bei den Kompetenzzentren Frau und Beruf NRW oder bei der agentur mark GmbH:

Bettina Schneider
Handwerkerstr. 11
58135 Hagen
02331 / 488 78 40
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Quelle: agentur mark GmbH

07.01.16 Entlastung bei Buchführung und Statistik

BMWi - eMagazin:

"Entlastung bei Buchführung und Statistik

Das Bürokratieentlastungsgesetz wurde am 28. Juli 2015 verabschiedet und bietet Gründerinnen, Gründern sowie kleinen und mittleren Unternehmen ab dem nächsten Jahr eine Reihe von Vorteilen.

Neue Buchführungsgrenzen
Gewerbetreibende, die eine bestimmte Gewinn- oder Umsatzhöhe erzielen, sind zur doppelten Buchführung verpflichtet. Ab 1. Januar 2016 werden diese Buchführungsgrenzen erhöht. Die Pflicht zur doppelten Buchführung gilt dann für Selbständige mit

• Umsätzen von mehr als 600.000 Euro (bisher 500.000) im Kalenderjahr oder
• Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als 60.000 Euro (bisher 50.000 Euro)

Die neuen Buchführungsgrenzen werden auf Gewinne und Umsätze angewandt, die in den Wirtschaftsjahren nach dem 31. Dezember 2015 erzielt werden. Betriebe, die unter diesen Grenzbeträgen liegen, können ihren Gewinn daher zukünftig alternativ über die einfachere und kostengünstigere Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln.

Hinweis: Die Grenze von 500.000 Euro bei der Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten („Ist-Versteuerung") bleibt unverändert.

Neu: Befreiung von Berichtspflichten
Gewerbliche Gründerinnen und Gründer sind im Jahr der Gründung von den Meldepflichten zu verschiedenen Wirtschaftsstatistiken (z.B. Handelsstatistik) sowie der Umweltstatistik befreit. In den beiden Folgejahren gilt die Meldepflicht nur dann, wenn der Jahresumsatz von 800.000 Euro überschritten wird. Freiberufler unterliegen nicht der Meldepflicht.

Anhebung der Pauschalierungsgrenze für kurzfristig Beschäftigte
Unternehmerinnen und Unternehmer, die Aushilfen beschäftigen, wenden in der Regel die Lohnsteuerpauschalierung an. Sie beträgt 25 Prozent des Arbeitslohns. Auf Grund des Mindestlohns wird die tägliche Verdienstgrenze für die Lohnsteuerpauschalierung von 62 auf 68 Euro (8,50 Euro für acht Arbeitsstunden) angehoben. Mit dieser Anhebung kann auch weiterhin die Lohnsteuer mit 25 Prozent des Arbeitslohns pauschal für Aushilfen angewandt werden."

 

Quelle: BMWi - eMagazin - Dezember 2015

12.01.16 Neue Förderung der Gründungs- und Mittelstandsberatung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

"Neue Förderung der Gründungs- und Mittelstandsberatung

 

Zum neuen Jahr sind neue Richtlinien zur Förderung unternehmerischen Know-hows in Kraft getreten. Damit unterstützt die Bundesregierung Gründerinnen und Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Zuschüsse für Beratungsdienstleistungen. Das neue Programm bündelt die bisherigen Programme "Förderung unternehmerischen Know-hows" durch Unternehmensberatungen, "Gründercoaching Deutschland", "Turn-Around-Beratung" und "Runder Tisch" und unterstützt so die Beratungsförderung neu gegründeter sowie etablierter KMU. Sie erhalten besseren Zugang zu externem unternehmerischen Know-how. Die Hinzuziehung externer Beratungsangebote ist wichtig zur Vorbereitung und Begleitung von unternehmerischen Entscheidungen und stärkt die Bestandsfestigkeit von Gründungen sowie die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unternehmen. Für die überwiegend aus dem Europäischen Sozialfonds kofinanzierten Zuschüsse stehen für 2016 aus Bundesmitteln 16 Mio. Euro zur Verfügung.

Antragsberechtigt nach den neuen Richtlinien sind neu gegründete sowie bereits bestehende KMU sowie Freie Berufe im Sinne der EU-Mittelstandsdefinition. Antrags- und Bewilligungsbehörde für die neue Förderung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Die neuen Richtlinien finden Sie hier (PDF: 574 KB). Weitere Informationen auch zum Antragsverfahren finden Sie unter www.bafa.de."

 

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

 

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn mbH ist für das Programm Regionalpartner und unterstützt Sie gerne bei der Antragsstellung.

Mehr Infos gibt es hier: http://www.gfw-is.de/dienstleistungen/festigung-und-wachstum/beratungsfoerderung

05.01.16 Leitfaden für EU-Förderungen

NRW.BANK - Europa Aktuell Dezember 2015:

 

"Leitfaden für EU-Förderungen

Die EU-Kommission gibt einen Gesamtüberblick über EU-Finanzierungsmöglichkeiten in der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 sowie praktische Hinweise für Antragsteller.

Das Angebot an EU-Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten ist vielfältig und umfangreich. Gerade für Erstantragsteller aber auch für schon erfahrene Förderteilnehmer kann deswegen eine zusammenfassende Darstellung der wesentlichen EU-Förderprogramme und der Wirkungsweise von EU-Förderung sehr hilfreich sein.

Durch den aktuell aufgelegten Leitfaden erfährt der Leser alles über die wichtigsten Finanzierungsformen (zum Beispiel Finanzhilfen für Projekte - Calls for Proposals und öffentliche Aufträge - Calls for Tenders), die Art der EU-Mittelverwaltung und –verteilung sowie über die Kontrollmechanismen als grundsätzliche Rahmenbedingungen. Darüber hinaus werden die Inhalte konkreter Förderprogramme vorgestellt und die dazugehörigen Antragsverfahren.

Der 60-seitige Leitfaden richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen wie auch an Nichtregierungsorganisationen, Forscher, öffentliche Einrichtungen, Landwirte, junge Menschen und andere Empfänger. Die Förderinformationen sind übersichtlich nach potentiellem Antragstellerkreis sortiert.

Ergänzend zu den Sachinformationen werden aus jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten Projektbeispiele vorgestellt („EU-Gelder in meinem Land“), die es potentiellen Interessenten erleichtern, eine Vorstellung davon zu erhalten, ob und in welchen Bereichen EU-Förderung im Einzelnen erfolgen kann. Der Leitfaden dient somit auch als Impulsgeber für eigene Projektideen.

Der Leitfaden ist als PDF-Download hier erhältlich."

 

Quelle: NRW.BANK - Europa Aktuell Dezember 2015 vom 18.12.15

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